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Valle de la LunaBrief zum Thema Licht von BInspired.
Valle de la Luna, P., Valle de la Luna. Ich gehe aus dem Licht, hinaus, auf den kleinen Balkon. Ich sage es nicht. Die Nacht ist satt und neu, sie riecht nach frischer Farbe; das vertrauliche Leuchten übertünchte sie sich, sie ließ es einfach fallen. Keinen Augenblick mehr verschwende ich nach oben. Ich kauere nieder zu den Sternen. Dieser Nacht verschweige ich mich. Valle de la Luna, P.
Die Lichter deiner Dunkelaugen, sie tanzten ihren Walzer
sanft auf mein Gesicht, strichen die Gitarren genüsslich
in das Grübchen hinein, die Ohrläppchen streiften sie
dann ein wenig schneller,
behutsam, denn sie wollten nichts verbrennen;
zu entfachen begehrten sie jedoch.
Und hätte ich ihn fangen können, diesen hellen Moment,
er junge als Sonnenaufgang aus deiner Hand;
und fing ich ihn auch nicht,
ich wusste doch, dass ich ihn bei dir fand, und malte dir
die Morgensonne einfach in die Hand.
Ich kann dich mit den Zähnen knirschen sehen, P., und ich sehe, wie sich die Wasserflasche in deinen Händen dreht. Die Nacht warf heute ihre Sterne ab, sie liegen mit mir auf deinem Balkon; und nur hier kann ich dich mit den Zähnen knirschen sehen, nur hier halte ich es aus. Um mich musst du dich nicht sorgen, weißt du denn nicht: die Nacht warf ihre Sterne ab. Sie passen jetzt auf mich auf. Lass mich nur ein wenig weinen, P., und dann stehe ich wieder auf.
Drinnen spielst du das Didgeridoo, und ich weiß, du spielst es für mich. Dein Lied, es ist geliebte Haut. Lebe es um mich wie einen Arm, und ich friere nicht. Liebe es in mich, und ich weine nicht. Der Nacht glitten die Sterne aus, und sie fielen auf deinen kleinen Balkon; von all dem weißt du nichts. Spiel mir nur weiter das Lied. Derweil hänge ich die Sterne wieder auf. Valle de la Luna, P. Ich weiß, du spielst für mich.
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Kommentare und Diskussionen zu diesem Text
Kommentar von fairytale (22) (27.10.2006)
 Das ist mit Abstand der tollste Text, den du jemals geschrieben hast. Punkt! Also da fehlen mir wirklich komplett die Worte, weil mich das so berührt und ich das so unendlich fabelhaft finde. Und mich stört es gerade sehr, dass ich das nicht toller ausdrücken kann. :S
Jedenfalls: ganz ganz toll. ^^
Liebe Grüße
BInspired meinte dazu am 27.10.2006:
"Das ist mit Abstand der tollste Text, den du jemals geschrieben hast."
das sind große worte, meinen text betreffend, mademoiselle, und sie freuen mich außerordentlich :) wenn es deiner ansicht nach auch der bisher beste text ist, so hoffe ich doch, dass es nicht der beste text bleibt ;) besten dank für das favorisieren und empfehlen. freitagsgrüße dir, anne :D
(Antwort korrigiert am 27.10.2006)
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Kommentar von Néniel (27.10.2006)
 wow was für ein brief, was für tolle bilder. gerade die wiederholungen am ende sind so eindringlich, die wie ein echo wirken, jedoch ohne zu verhallen. wunderbar geschrieben. du hast worte geschrieben, doch ich sehe viele viele bilder, als hättest du gemalt. und sternenstaub aufs papier gestreut. jetzt fehlen mir die worte - dabei möchte ich noch soviel mehr sagen. berührend, ive. :)
BInspired meinte dazu am 27.10.2006:
sternenstaub auf dem papier, ja, das kann gut sein, fielen doch alle sterne vom himmel, - so fiel auch ihr staub, nicht wahr? :) vielen dank für den schönen kommentar. und auch für das favorisieren und und und. mit den besten grüßen, anne
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Kommentar von Werefrog (22) (12.11.2006)
 Puh. Also der ist gut.
ich nehme an, du meinst "vertraute Leuchten", im Sinne, es ist mir bekannt, nicht fremd.
und ein "vertrauliche(s) Leuchten" wäre ein diskretes leuchten, mit Diskretion, also nur für dich, bzw. nicht für die Öffentlichkeit. Vertraulich gibt es aber auch in anderem adjektiven Gebrauch, dann freundschaftlich, persönlich.
Nur trifft das den Punkt nicht ganz, oder täusche ich mich.
Musste nochmal, also vertraut ist etwas intimer als vertraulich, insofern vertraulich freundschaftlich gemeint ist.
Und für mich hat das etwas sehr sehr intimes, du und das Leuchten.
"Er junge als Sonnenaufgang in deiner Hand" ist toll.
Auch wenn "jungen" den Gebärakt bei Haustieren bezeichnet, Verbform. Das macht es fast nur noch besser, wenn vielleicht auch ungewollt.
Valle de la Luna.
Alles Gute.
Alex
(Kommentar korrigiert am 12.11.2006)
BInspired meinte dazu am 12.11.2006:
ein leuchten, allein für mich, so meinte ich das. eines, das man man ganz alleine gewahrt.
und ja, an den gebärakt bei haustieren dachte auch ich dabei, und das machte mir diese formulierung noch lieber.
valle da la luna. das tal des mondes. ja.
herzlichen dank für die favorisierung.
nur bestes zurück,
anne
Werefrog (22) antwortete darauf am 12.11.2006:
Valle de la Luna kenne ich.
Hier gibt es ein Cafe, dass sich so nennt, im Zentrum :)
und mit vertraulich. naja, vertraulich ist schon distanzierter, als man es vermutet.
alex
BInspired schrieb daraufhin am 12.11.2006:
ein café, ja, das kenne ich.
du bist in argentinien, ich las es schon ;)
man vermutet. man denkt nach. daraus resultieren manche fehler.
anne
Werefrog (22) äußerte darauf am 12.11.2006:
Du kennst w a s ?
sag bloß, du warst hier schon :)
aber vermutlich gibt es die auch überall
das andere ist gut.
alex
BInspired ergänzte dazu am 12.11.2006:
genau das sage ich, richtig :)
und wunderschön ist es wo du bist, und jetzt, wo du da bist wo ich nicht mehr bin und ich hier, - wo es nun regnet, wünsche ich mich natürlich auch wieder dorthin ;)
merci
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