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just.a.girl.| „Du warst mal der wichtigste Mensch für mich“ „das ist ziemlich lange her“ ist das einzige was du sagst, während du deine braunen Schuhe betrachtest. Ich nicke und starre an die Wand mit dem altmodischen Blumenbild gegenüber. Stille. Kein Satz fällt, nicht mal ein Wort. Ich schaue dich an und frage mich , wer du eigentlich bist. Fast wäre ich zusammen gezuckt, als mir klar wird, dass ich darauf keine Antwort weiß. Nicht mehr. Zum glück hast du nichts mitbekommen, weil du immer noch deine Schuhe anstarrst. Stille. „Was denkst du gerade?“ Früher hast du mich das ständig gefragt ,obwohl du meine Gedanken fast besser kanntest als ich. Zum ersten mal seit wir hier sitzen , siehst du mir ins Gesicht. Die Überraschung in deinen Augen kann ich deutlich sehen. Im meinen Bauch breitet sich ein warmes Gefühl aus. Keine Schmetterlinge, sondern eher als ob ich meine Lieblingsteddy von früher endlich wieder gefunden hätte. Ich lächele und stelle die Frage nochmal: „Was denkst du gerade?“ In deinen Augen ist immer noch die Überraschung sichtbar, zu der sich nun auch noch ein bisschen Verwirrung gemischt hat. Stille. Dann wendest du den Blick ab „Nichts besonderes.“ Dieses Mal zucke ich wirklich leicht zusammen und mein Magen krampft sich sosehr zusammen, dass eine leichte Übelkeit in mir aufsteigt. Das ist meine Antwort. Ich benutze sie immer, wenn jemand nicht wissen soll, was ich denke. Früher hast du mir immer gesagt, was du gedacht hast. Aber das ist ziemlich lange her. „Achso“, antworte ich und meine Stimme schwankt ein bisschen zu sehr. Ich starre wieder an die Wand gegenüber, während das altmodische Blumenbild vor meinen Augen verschwimmt. Stille. Ich reiße mich zusammen. Am liebsten würde mich weinend in deine Arme werfen, aber ich bleibe tapfer auf meinen Platz. Stille. Schließlich traue ich meiner Stimme wieder und frage wie es bei der Arbeit läuft. Endlich entsteht ein richtiges Gespräch. Du erzählst von deinen Aufträgen und deiner Freizeit und deiner Freundin. Ich sitze ruhig da und höre dir zu. Ich mache ein paar Bemerkungen und lache an den richtigen Stellen. Ich genieße jede Minute unserer Unterhaltung, aber irgendwas fühlt sich falsch an. Ich würde dir gerne erzählen, was ich über das Leben denke und was ich mir überlege, wenn ich mal wieder nicht schlafen kann. Aber ich bin mir nicht sicher, ob du mich verstehen würdest. Nicht mehr. „Sehen wir uns jetzt wieder öfter – so wie früher?“ Deine warmen, brauen Augen lächeln mich an. Ich unterdrücke den Reflex dich umarmen zu wollen. „Das ist ziemlich lange her“ diesmal betrachte ich meine Schuhe Stille „ vielleicht zu lange“ füge ich leise hinzu Aber da hast du die Tür schon hinter dir geschlossen. |
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