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Musik am Totenbaum

Tragödie zum Thema Familie
von hier klicken Grufti.Ente.

Die Geige verklingt nicht mehr und während du neben mir auf dem Klavier spielst, lasse ich den Bogen über die Saiten gleiten.
Wir haben diesen Ort den "Totenbaum" genannt, weil sich hier unsere Mutter erhängt hat und unser Vater sich darunter in den Kopf schoss, weil er es ohne sie nicht mehr aushielt.
Und wir zwei musizieren hier.
Eigentlich makaber.
Aber auch das ist jetzt egal.

Mutter war Musikerin. Sie war sogar berühmt. Aber dann kamen wir und mit uns der Absturz. Man könnte meinen, wir hätten unsere eigenen Eltern umgebracht.
Das Klavier hier heraus zu tragen war nicht einfach. Aber jetzt steht es hier und die Kastanienblüten umwehen uns.
Ich lächle dich an und du lächelst mich an.
Du wolltest spielend sterben.
Ich greife in den Geigenkoffer, nehme die Waffe und erschieße dich kurz bevor das Stück zuende ist.
Warte auf mich, ich folge dir gleich.

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/194942.text

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Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Cat Kommentar von hier klicken Cat (05.03.2008)    diesen Kommentar melden
sehr makaber. aber gut, und passend. Schön wie du die beiden Instrumente mit hinein gebracht hast -

danke für den Projektbeitrag!

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Kommentar von artemidor (58) (05.03.2008)    diesen Kommentar melden
ich finde das sehr gut geschrieben. mich beeindruckt die scheinbare emotionslosigkeit, die für mich besonders durch das gegenseitige anlächeln zum ausdruck kommt. anstatt tragödie hättest du auch bericht wählen können.

lg

arti

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wupperzeit Kommentar von hier klicken wupperzeit (05.03.2008)    diesen Kommentar melden
Ja, makaber trifft es, nüchtern, das wohl auch, aber mir gefällt diese Art des Erzählens, des Schreibens ja sehr, das Unglaubliche, das Ungehörige wie beiläufig zu beschreiben, um ihm damit eben diese Eigenschaften zu nehmen und es alltäglich zu erscheinen lassen; - was es oft auch ist. Vielen Dank für diesen empfehlenswerten Projektbeitrag, Andreas
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Kommentar von JeanDark (21) (06.03.2008)    diesen Kommentar melden
Boah, das ist echt gut. Wirklich. Etwas unheimlich, aber gut.
LG, Gina

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Schmö Kommentar von hier klicken Schmö (08.03.2008)    diesen Kommentar melden
ich mag den text, finde ihn sehr schön. auch wenn man die tragödie eig nich schön finden darf. ich tus xD
lieb dich

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Kommentar von Möwe (16) (09.03.2008)    diesen Kommentar melden
Hallo ente,
ein wirklich makaberer Text, der einfach nur erzählt und nicht bewertet... Ich finde ihn irgendwie schön.
Lg Möwe

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Isaban Kommentar von hier klicken Isaban (10.03.2008)    diesen Kommentar melden
Es ist kein schöner Text, aber das will er ja auch gar nicht sein. es ist ein Text, der mit sich zieht, der mit in die Stimmung reißt und am Ende ins Nichts. Emotionslos ist er, wirkt zu Beginn fast naiv, bis sich die Tragödie immer mehr abzeichnet, bis sich die Geschichte schließt.

Genau das ist es, was am Ende so berührt. Die beiden, die dort musizieren gehen nicht wütend, nicht traurig, sie tun es überzeugt und sicher, sie gehen mit einem Lächeln, als wüssten sie, dass das, was sie erwartet nur besser sein kann, als das, was sie hinter sich lassen.

Wie irritierend diese ruhige Gewissheit ist, wie sehr man als Leser bemüht ist, diesem Ende grübelnd, drehend, wendend, Gründe herbei zerrend einen Sinn, eine Bedeutung, eine Rechtfertigung zu verleihen, dabei: Vielleicht schließt sich einfach nur ein Kreis, weil es keine andere Möglichkeit gegeben hätte, die Geschichte dieser Geschwister gut und in sich stimmig abzuschließen.

Sie gehen. Mit einem Lächeln.

LG, Isaban

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Melancholic. Kommentar von hier klicken Melancholic. (27.03.2010)    diesen Kommentar melden
Der Text haut immer noch rein. Die Hoerversion ist klasse.
Nachdenkliche Grueße, Mela.
(Kommentar korrigiert am 27.03.2010)

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Martha.Himbeere Kommentar von hier klicken Martha.Himbeere (27.03.2010)    diesen Kommentar melden
ich hab gänsehaut............brrr
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Grufti.Ente
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Veröffentlicht am 05.03.2008. Dieser Text wurde bereits 1452 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 02.02.2012.
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