Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von wupperzeit (29.06.2008)
 Ein schwieriges Thema, auch weil viele lieber die Verurteilung wählen vor der größten menschlichen Tugend, dem Mitleid, dem Mitleiden also, dem Verstehen und Verzeihen, und es gefällt mir sehr, also: sehr, wie Du das gestaltet hast, Andreas
Kindermund meinte dazu am 10.07.2008:
Seltsam, wie unterschiedlich immer die Assoziationen zu einem Text sind... Danke für deine Sichtweise :)
Liebe Grüße
Jule
wupperzeit antwortete darauf am 10.07.2008:
Assoziationen, Sichtweisen, besonders meine: Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht? Falsch gelesen? Verstanden?
Auch liebe Grüße,
Andreas
Kindermund schrieb daraufhin am 10.07.2008:
Einen Text kann man nie ganz falsch verstehen. Nur anders ;)
An Verstehen und Verzeihen hatte ich gar nicht so viel gedacht beim Schreiben, es passt aber eben trotzdem.
Liebe Grüße
Jule
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Kommentar von FliegendesOink (07.08.2008)
 Für Abtreibung nicht konsequent genug, ich sehe hier SVV und das Kind als Teil der Persönlichkeit oder zumindest eine innere Stimme (Da gibt es ein interessantes Lied von "Letzte Instanz", weiß nicht ob du es kennst)
Überraschend bildarm, aber dennoch tief, vor allem püschologisch und so, normalerweise würde ich bei diesen Voraussetzungen ja zur Verdichtung raten, aber irgendwie passt es so wie es ist.
Fazit: Gefällt, kann man so lassen.
Gruß,
FO
Kindermund meinte dazu am 07.08.2008:
Vielen Dank für deinen Kommentar!
Weißt du, am Anfang war es noch um einiges "undichter" und ich habe es so weit verdichtet wie es mir möglich war. Mehr könnte ich gar nicht. ;)
Sehr interessant finde ich deinen Gedanken mit der Abtreibung. Mir war gar nicht aufgefallen, dass man auch so nah an der Bildebene interpretieren kann.
Das Lied von letzte Instanz kenne ich nicht (aber immerhin habe ich schon mal von der Band gehört ^^) wie heißt es denn?
Liebe Grüße
Jule
FliegendesOink antwortete darauf am 07.08.2008:
Meine Innere Stimme heißt das Lied, gibt auch eine Nummer II davon, welche ich musikalisch noch etwas spannender finde, aber wenn du dich nicht daran angelehnt hast ist es auch egal ^^
Natürlich beziehe ich die Bildebene selbst mit ein, wäre ja auch eintönig und ineffizient, wenn ich ohne Analyse der Metaphorik einen Interpretationsversuch wage ;)
Kindermund schrieb daraufhin am 07.08.2008:
Also bei uns damals im Deutschunterricht (Oh mein Gott. Ich sage: "damals im Unterricht"... ich werde alt) hatten Bild- und Abstraktionsebene meist nicht mehr viel miteinander zu tun. Auch wenn der lange Weg mit einer Analyse der Metaphorik angefangen hat ;)
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Kommentar von RainerMScholz (03.03.2009)
 Abtreibung ist allerdings auch mein erster Gedanke. Ohne moralische Wertung im Gedicht und den herkömmlichen Schlagetotargumenten, aber schlussendlich mit Konsequenz, weshalb es mir noch einmal so gut gefällt.
Grüße,
R.
Kindermund meinte dazu am 03.03.2009:
Vielleicht bergen diese beiden Themen so sogar eine gewisse Ähnlichkeit: die Ablehnung der Kinderseele in einem selbst und die Ablehnung des eigenen, ungeborenen Kindes...
Dank dir für deinen Kommentar!
Lieber Gruß
Jule
RainerMScholz antwortete darauf am 05.03.2009:
Das Töten des Kindes im Selbstinnen, um ein erwachsener Mensch werden zu können. Vielleicht hätte ich es auch anders gelesen, wenn ich nicht gewußt hätte, dass es sich um eine Autorin und nicht um einen Autor handelt. Initiationsriten (wie auch immer) zum Erwachsenwerden sind bei Jungs, glaube ich, meist spektakulärer (Messer am Bauch). Der Interpretationsvorbehalt liegt allerdings bei mir, schon klar. Das macht das Gedicht nochmal interessanter.
Grüße,
R.
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