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°°°Ode zum Thema Zeit von ArFeiniel.
bilder tragen selten namen, meine finger selten schwarz
mais heute morgen
kolben dolden zapfen karpfen
wir könnten uns in einer hypothese verlaufen, pedro.
hast du das gewollt? - ich schreibe pathetisches.
zur freude meiner imaginären kindheitsfreundin versuche ich mich im klavierspielen und tastenklopfen aller art.
tausendtags in fairyland.
woher weißt du von der grünen insel?
du hast mich nach hause gebracht, jenkuje monsieur.
twelve noon or twelve midnight?
fremde worte in meinem kopf.
w(elche)? alien words?
narrenspiele tropfen aus meinem handgelenk, ich hab keinen finger frei um sie zu fangen.
(wie ist wohl die mehrzahl der blauen blume iris?
ich war immer schon hier.wo warst du?
ich singe meine lieder der welt, lege hochachtung neben fliederbüschen ins gras, male ein bild
voll trauerweiden weil die welt auf uns nur gewartet hat.
(nothing's gonna change my world)
seldzam bin ich überrascht.seldzam fehlt mir licht
- ich habe eine quelle, willst du kosten?
mir treibt sie gelb durch die venen, musik durch den kopf.
kinder, die in rotem schilf baden
halbtaubgelacht, verglüht
in gips gehüllt warte ich auf erosion,
male meine wände rauchfarben.smokecolored
urban und maris sind ein listiges geschwisterpaar voll nebelschwaden,
mit laub und getrockneten veilchen verziert.
(and remember the place in the grass where you'll sit and forgive)
everything is on the moving sidewalk.
licht bricht sich in meinem stundenglas.
paralyzed paradise legalize ordinary dancing kids
es ist genug, ich komm ein andermal darauf zurück.
leg feuerholz nach, es wird eine kalte nacht.
(was für den einen pfeifentabak sein mag ist für mich autokitt)
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URL dieses Textes: www.keinVerlag.de/222616.text
Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von wupperzeit (13.11.2008)
 Eigentlich halte ich nicht viel von den so genannten Cut – ups, ich mag auch die Texte Burroughs nicht sehr, es erscheint mir oft nicht oft montiert zu sein, was man da liest, sondern zusammengeschustert. Sätze, die für sich alleine wenig Sinn machen sollen diesen dann in der Addition ersetzen, nur weil man genügend Alkohol oder sonstiges konsumiert hat und dieses auch bei seinem Leser voraussetzt. Oder voraussetzten muss.
Dieser Text ist aber ein ganz empfehlenswertes Beispiel für die These, dass man öfter seine Urteile prüfen sollte, bevor man sie verallgemeinert: Der Text ist intelligent komponiert und auch klug geschrieben auf ein Ende hin, der Mais morgens und das Feuerholz für die Nacht, und dazwischen ein bild- und wortreicher Taumel, beschwingter Tanz zwischen einer lyrischen Nüchternheit und einer fast hymnischen Poesie, mir hat das ganz ausgezeichnet gefallen.
„wir könnten uns in einer hypothese verlaufen, pedro“, und so in allen Sätzen dieses Gedichtes, Andreas
(Kommentar korrigiert am 13.11.2008)
neinneigung meinte dazu am 22.11.2008:
ich hätte es sicherlich nicht anders, noch besser und treffender, sagen können. also - wenn man das so sagt: dito.
...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
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