Kommentare und Diskussionen zu diesem Text
Kommentar von Nucksen (02.05.2009)
 Diese starken Bilder, die bei den meisten so nur in den Träumen entstehen hast du sehr gut eingefangen Naoko. Man fühlt sich, als hätte man es selbst geträumt und nicht bei dir gelesen. Du hast ein Talent für klare Worte, die trotzdem viel Raum lassen
lg,
Nucksen
(Kommentar korrigiert am 02.05.2009)
Naoko meinte dazu am 02.05.2009:
Danke dir.
...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
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Kommentar von wupperzeit (02.05.2009)
 Es handelt sich eher um einen Ahasveros, nicht wahr, um den Ewigen Juden, wie Heine ihn genannt hat, und der in der Kunst zum Symbol wurde für das Leiden des jüdischen Volkes überhaupt. Der nicht sterben kann, darf, weil er Jesus eine Rast verweigert hat auf dessen Kreuzweg ... Und das hundertjährige Kind in Deiner großartigen Geschichte hat „nichts (Böses) getan“, es leidet an und für sich das sozusagen ewige Leid des Kindes und der Kinder. Und es ist überall, und es ist: man selbst und alle ...
Großartiger Text, hatte ich, glaube ich, schon geschrieben, Andreas
(Kommentar korrigiert am 02.05.2009)
Naoko meinte dazu am 11.05.2009:
Vielen Dank fürs Lesen & Kommentieren.
tausendschön antwortete darauf am 11.06.2009:
ein kind, das nie erwachsen werden darf?
ein kind, dessen irrationalen kinderängste bleiben?
darüber muß ich nachdenken.
danke.
und andreas' urteil schließe ich mich an!
...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
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Kommentar von octave (10.07.2010)
 Schlicht. Und auf eine seltsame Art umweht mich dieser Text auch wie ein Traum.
Es ist ein Textchen, und da ist eine Initialzündung in diesem Text, die stark und brennend ist, die als blaue Flamme das Wohnzimmer erfasst und alle Möbel darin. Der Text hat alles, was man sich von derlei Kurztexten wünschen kann. Er ist zuallererst einmal fertig oder vermittelt den Eindruck des fertig Gedachten; er hält das, was er verspricht, ohne den Leser zu überfordern. Er ist Rätsel und gleichzeitig mehrdimensionale Interpretationsebene. Die Großmutter als Motiv des Märchens, des Alters, der Kindheit, der Aufgehobenheit; ja, ja – der ewige Jude, was wupperzeit sagte, aber auch das Trauma der Kindheit umfassend, in Träumen wiederkehrend, das Trauma, das sich nicht abschütteln lässt, das in Ketten liegt im Inneren, das man hinter Glas sperrt, das unter dem Schreibtisch sitzt, unter den Briefen, hinter den geschriebenen Dingen, das die Uhr still stehen lässt.
Der schwarze, verbrannte Peter Pan sitzt auf dem Bett und lacht und weint und zeigt auf uns mit scheelem Grinsen.
Danke.
(Kommentar korrigiert am 10.07.2010) Sag Deine Meinung zu diesem Kommentar!
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