Ich bin auf dem Weg in die Stadt. Mit dem Bus, wie immer. Für den Fall dass N. Tatsächlich so gerne mit dem Bus fährt, lasse ich meine Fahrkarte und einen alten Handschuh auf meinem Sitz liegen. Ich glaube von mir Dinge jetzt klarer zu sehen und freue mich geradezu darauf in die Stadt zu kommen, ohne die gewohnte Hast die drei, vier wichtigsten Geschäfte abzuklappern um möglichst schnell wieder verschwinden zu können. Ich steige aus dem Bus und merke wie sich der Winter auf dem Sterbebett windet und der Frühling darauf wartet sein Erbe anzutreten. Mit einer Revolution wir er den Tod von den Bäumen fegen und die Vögel zurück in sein Paradies rufen. Und sie werden kommen. Meine Einladung zu seinem Auftritt schickt er mir mit einen kleinen Windhauch, der mich hoffen und nicht frieren lässt. Bald ist es soweit, die Vögel sind bereits auf dem Weg höre ich ihn flüstern.
Die Ampel scheint kaputt zu sein und so gehe ich über die doppelspurige Fahrbahn die mich vom Ortskern trennt. Ich spüre wie mein Becken brutal gestaucht wird und bricht. Ein Reifen zerrt mich unter sich, verdreht mir die Knie und ich spüre wie Knochen aus meinem Oberschenkel treten. Ich werde mitgeschliffen, zerreiße mir das Gesicht auf der rau geteerten Straße.Einer meiner Arme kann sich nicht mehr in der Gelenkpfanne halten, kugelt aus, reißt schließlich ganz ab. Endlich,der Bus bleibt stehen. Ich schmecke mein eigenes Blut. Süsslich, metallisch, so wurde mir der Geschmack von Blut beschrieben. Meines schmeckt bitter. Ich kann sehen wie eine Katze am Straßenrand platz nimmt und in meine Richtung schaut. Sie weiß was hier gerade passiert und sie senkt den Kopf damit sie mich sehen kann. Trommeln und das knistern eines Feuers klingen aus unsichtbaren Seitenstraßen und nehmen mir den Schmerz. Pferdehufe und Möwengeschrei ziehen mich unter meinem Tonnenschwerem Mörder hervor. Ich schaue der Katze in die Augen, sie macht einen Buckel und faucht. Dann wird es still.
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