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und.so
Veröffentlicht am 21.11.2009, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.11.2009). Dieser Text wurde bereits 480 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.09.2010.
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Es hat nicht viel genützt.

Gedanke
von hier klicken und.so.

Ida hat das Leben als Strohfeuer entlarvt.
Sie spürt ihr Herz.Ein kleiner Schmetterling in der Brust,
der sich flatternd dem Wind entgegenwirft.
Und der Welt, der fremden.
Aus dem Schlaf gerissen, aus dem Traum.
Kein Morgen wie jeder andere. 7300 Versuche und es wurde Licht.
Tatsächlich.Plötzlich und gnadenlos.
Als sie, zum ersten Mal, mit geöffneten Augen da steht, begreift  Ida:
Entsetzen ist keine Starre.Entsetzen ist ein Taumel.

Die Wand lehnt sich bleich an ihre schmalen Schultern,
die Zehen, schwarzlackiert, in den Teppich gekrallt,
eine kleine Velourinsel wider der aufziehenden Kälte.
Im Spätherbst ist das Universum leer.
Auch Ida zittert wie Espenlaub,
panisch weist sie den Atem von sich.
Kleine Wölkchen. Oder Schafe.
Die Herde zerstreut sich, Ida bleibt allein zurück
und das ist die Angst, denn:
stählerne Großstadthimmel lügen nicht.

Gestern war sie ein Mädchen mit einer Gitarre,
sie spielte den Blues, ihr Fluchtpunkt lag in Simons Augen,
in den Farben einer  Einsamkeit.
Liebe ist mehr als der illuminierter Schauplatz eines absurden Theaterstücks,
auf die Rückseite ihrer Netzhaut geschabt.
Ein schönes, wunderschönes Lied schickt sie in die Welt hinaus, ganz zu schweigen.Von allem.
Denn:

„Wer Sturm sät, wird Trümmer ernten.“

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Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

wupperzeit Kommentar von hier klicken wupperzeit (21.11.2009)    diesen Kommentar melden
Vielleicht die größte aristokratische Bescheidenheit, die ich jemals gelesen habe bei der Kategorisierung eines Textes durch einen Autoren: dieses Gedicht „Gedanke“ zu nennen, in dem jeder Satz Lyrik ist, um einmal diesen Superlativ zu verwenden. Und ob es die Liebe noch gibt, wenn nicht mehr über sie geschrieben, gesprochen, gesungen usw. wird, wer weiß das schon, ob es nicht viel genutzt hat, Andreas
(Kommentar korrigiert am 21.11.2009)

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m.o.bryé Kommentar von hier klicken m.o.bryé (19.12.2009)    diesen Kommentar melden
du schaffst es sogar, dass "wie espenlaub zittern" wieder etwas aussagt.. das beeindruckt mich wirklich.

ein wahnsinnig atmosphärischer text.

ein loch in der kulisse, das vakuum zieht und ein zitterndes ich, das plötzlich im nichts luft zum atmen suchen muss.
soweit zumindest mein (sehr vereinfachtes) verständnisbild deines gedankens.
es ist wirklich ein taumel des entsetzens, eine stockende dynamik, nicht der klischeebelastete starre schockmoment.

egal, du hast eigentlihc selbst alles gesagt.

lg,
lena

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Kommentar von hier klicken SteveHenley (11.01.2010)    diesen Kommentar melden
Einzigartig und gut. Voll von Emotionen und fesselnd. Bin gespannt auf die nächsten Texte.
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