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 Zur Erbauung aller Ästheten (14.01.14)
 kV-Jahresrückblick (Gastkolumne) (31.12.13)
 Die Realität Jesu Christi (24.12.13)
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 Eine erstklassige B-Seite... (01.10.13)
 Die Verdammten dieser Erde (17.09.13)
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 Freiheit für die Raubtiere? (25.06.13)
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 Tote Dörfer (21.05.13)
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 Rätselspaß mit Essen (05.03.13)
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 Eiscreme für Thor (14.08.12)
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 Das neue Organspendengesetz- ein Flop? (31.07.12)
 Die reine Verliebnis (24.07.12)
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 Beklagenswert? (03.07.12)
 Verspätungen... (26.06.12)
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 Rasches Blatt (24.04.12)
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 Sammelwut (27.03.12)
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 Amerikas Großtaten in der Freizeit (21.02.12)
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 Der Druck mit dem Abdruck (24.01.12)
 Eskapiscina (17.01.12)
 Man spricht wieder deutsch. (03.01.12)
 Vom Mitgehen und Abhängen (27.12.11)
 Welttoilettentag (13.12.11)
 Alle schon auf der Konzipirsch? (15.11.11)
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 Von Yetis, Aliens und Zombies (11.10.11)
 Rettungsverpacktes soziales Sparen (04.10.11)
 Leere Kirchen (20.09.11)
 Spitzenumsatzung (13.09.11)
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 Vogelmord: Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf? (09.08.11)
 Und täglich beglückt die Schizophrenie (02.08.11)
 Masse statt Klasse? (19.07.11)
 Liedtextkolumne (2) - Protest gegen den Protest (12.07.11)
 Mästet der Mensch sich über seine Tiere mit? (28.06.11)
 Die Apokalypse zur gelungenen Woche (21.06.11)
 Was ist denn mit den Rentnern los? (07.06.11)
 Kongurks Kretmasse (31.05.11)
 Die zurückkehrende Gefahr - Entlassene Sexualstraftäter (17.05.11)
 [...] (10.05.11)
 Der Flop mit dem Bildungspaket (26.04.11)
 Stand-by your lamp (with lust for energy) (19.04.11)
 Der geleugnete Supergau? (05.04.11)
 Focrus medialacks (29.03.11)
 Supermond (15.03.11)
 In Erinnerung an.... (08.03.11)
 Fastnacht (22.02.11)
 Freie Meinungsbildung (01.02.11)
 Jeweils aktuell (25.01.11)
 Was kommt noch? (11.01.11)
 Gleichdichspiels Muster (04.01.11)
 Es ist Winter! (21.12.10)
 [...] (14.12.10)
 Wikileaks, Amerikas Schrecken (30.11.10)
 Arbeitslosenstatistik - Ein Aufschwung-Märchen? (09.11.10)
 Fifty Gehirnzellen - mehr braucht es nicht zur Lektüre (02.11.10)
 Ein kleiner Scherz: Wo verbringt die FDP wohl die nächsten Ferientage? (12.10.10)
 Späte Väter -dumme und kranke Kinder? (28.09.10)
 Romance Scam (07.09.10)
 Im Krankenhaus wartet der Tod (31.08.10)
 Anonymisierung von Bewerbungen (17.08.10)
 Promis und ihre Schlammschlachten (27.07.10)
 Schade, dass unser Unternehmen[...]..... (20.07.10)
 Glimmstängel ade (06.07.10)
 Kurz (29.06.10)
 Unsere Meere als Müllkippe (15.06.10)
 Für die Gemeinschaftstierchen zum Finale (08.06.10)
 Der Autofahrer -die geduldigste Melkkuh der Nation (25.05.10)
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 Der leidige Winterspeck (04.05.10)
 Das Geschäft mit der Katastrophe (13.04.10)
 Die gottschalkisch- schrödereske FDPisierung der Individualtrimmdichgesellschaft (06.04.10)
 Der geknebelte Dienstleister (23.03.10)
 Die Bildungsbiographie (16.03.10)
 Das Ompa (14.02.10)
 Meine Quelle (ein Nachruf) (10.11.09)
 Wohin mit den Kreuzchen? (15.09.09)
 ... und Holz wächst wieder nach (25.08.09)
 Die Armutsindustrie boomt (11.08.09)
 Nur noch Übernehmer anstatt Unternehmer? (07.07.09)
 Personalscreening - aktive Ausspitzelung der Privatsphäre von Mitarbeitern? (26.05.09)
 Gute Zeiten für Kinderschänder (14.04.09)
 Berufseinsteiger - einfach zu dick und unbeweglich? (24.03.09)
Fleiß und Treue -als Belohnung der Fußtritt (03.03.09)
 Am Haken (10.02.09)
 Ein Präsident verabschiedet sich (20.01.09)
 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Umsetzung (30.12.08)
 Mit Melamin versetzte Produkte nun doch im Handel? (09.12.08)
 Der Chef hat immer recht... (28.10.08)
 Fingerabdrücke künftig in Pässen (14.10.08)
 Klimawandel – Klimakriege? (16.09.08)
 Alte Klänge in Zeitlupe (19.08.08)
 Internetabhängigkeit – gibt es sie? (15.07.08)
 Mini-Triebtäter im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (24.06.08)
 Kannibalismus - Realität und Mythos (20.05.08)
 Ach wie gut dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß (15.04.08)
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 Deutsche Manager: Nur gierig oder ist Betrug gängige Praxis? (19.02.08)
 Sie sterben auf der Liste (22.01.08)
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 Wird der Bürger zum Strich-Code? (26.06.07)
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 Die Klage des Herrn Altman-Schevitz (25.07.06)

Aufgespießt

Unverschämtheiten aus Politik, Promiszene und Alltag

Die Kolumne des Teams " Aufgespießt"

Montag, 02. März 2009, 22:56:
Fleiß und Treue -als Belohnung der Fußtritt
von  AlmaMarieSchneider

Angesichts millionenschwerer Steuerhinterziehung und Schmiergeldaffären mutet das Vergehen von Barbara E, einer Supermarktkassiererin, fast unwirklich an.

Sie soll einen Pfandbon im Wert von 1,30 €, den ein Kunde liegen ließ, für sich eingelöst haben. Dafür erhielt sie, nach 31 Jahren Fleiß und Treue, die fristlose Kündigung. Diese fristlose Kündigung wurde vom Gericht in zweiter Instanz bestätigt.

Wäre die Schuld von Barbara E. zweifelsfrei erwiesen, könnte man einem derartigen Urteil noch den Charakter von Recht aber nicht gerecht zuweisen. So aber hinterlässt dieses Urteil ein schlechtes Geschmäckle. Unwillkürlich fragt man sich ob Barbara E. im Namen des Volkes oder im Wohlwollen der Wirtschaft bestraft wurde. Ach ja, kommt nun der Blitz. Es handelt sich ja nicht um Strafrecht sondern um Arbeitsrecht. Hier gilt nicht im Zweifel für den Angeklagten, denn Barbara E. war gar nicht angeklagt. Im Gegenteil, sie hat es gewagt zu klagen und das schon allein genügt um als zerrüttetes Vertrauensverhältnis zu ihren Ungunsten ausgelegt zu werden. Im Strafrecht wäre wohl mangels Beweise ein Freispruch erfolgt.
Die Vermutung liegt nahe, dass Barbara E. die gewerkschaftlich tätig war, der Geschäftsleitung ein Dorn im Auge war und aus dem Weg geräumt werden sollte.
Wäre dies anders, hätte wohl eine Abmahnung genügt. Im Prinzip ist dem Supermarkt kein Schaden entstanden, sondern einem Kunden, der nie gefunden wurde.
Bei Mitarbeitern mit derartig langer Betriebszugehörigkeit ist „Loswerden“ kein leichtes Unterfangen und oft mit unliebsamen Abfindungen verbunden, die wiederum Umsatz und damit Chef-Prämien schmälern. Doch es gibt fertig ausgearbeitete Strategien, wie man langjährige Mitarbeiter mit gutem Ruf billig los wird.

Ein Vorfall wird „geschaffen“ und die fristlose Kündigung ausgestellt. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die angebliche Verfehlung nachgewiesen wird, sondern dass der gute Ruf der Mitarbeiterin angegriffen und das Vertrauensverhältnis, sowie das Verhältnis der Kollegen zu ihr zerrüttet werden.
Selbst wenn ein Gericht die Unrechtmäßigkeit der Kündigung erklärt, hätte Barbara E. keine Chance, ihr Recht auf ihren Arbeitsplatz einzuklagen. Ihr Arbeitgeber würde einfach weitere Kündigungen ausstellen und gegen jede einzelne müsste sie klagen und das durch mehrere Instanzen. Ihr würde schlichtweg die finanzielle Luft ausgehen. Nur als reiche Person kann man im Arbeitsrecht gewinnen.
An die Unabhängigkeit der Richter im Arbeitsrecht mag ich allerdings nicht glauben. Wie kämen sonst derartig unverhältnismäßige Urteile zustande, aber vielleicht wissen sie auch, dass die arme Frau sowieso keine Chance auf ihren Arbeitsplatz hat.
Sie hätte um eine Abfindung klagen sollen. Die wäre vermutlich der Supermarktkette billiger gekommen, als dass jetzt viele Kunden aus Protest einen Bogen um diese Läden machen.
Kommentare zu dieser Teamkolumne

wortverdreher
Kommentar von  wortverdreher, 03.03.2009diesen Kommentar melden
Tief Luft geholt…

Und nun so kurz wie möglich:

1. Dein Kolumne ist, wie die ganzen Betroffenheitstexte zu diesem Thema, eigentlich nur eine Tirade gegen die ach so ungerechte Justiz – und übrigens: die da oben machen ja eh, was sie wollen. Mit den meisten Texten hat dies hier gemein, dass sich niemand Gedanken macht über die Arbeit der Justiz, die Grundlagen der Entscheidungen. Würde unsere Judikative sich auf das hier geforderte Niveau der Entscheidungsfindung herabbegeben, würde das bedeuten, jeder Richter fällt abseits des Gesetzes und der ständigen, jahrelang gefestigten Rechtsprechung Entscheidungen aufgrund seines persönlichen Gerechtigkeitsempfindens. Schon wären wir bei der Willkür angelangt. Hierzulande wird noch nach Gesetz geurteilt. Wer sich über eben jenes Gesetz beschweren möchte, dem empfehle ich, einen Text zu schreiben, der an den Bundestag oder den Bundesrat (vielleicht auch an Bundespräsidenten) gerichtet ist (also an die Legislative). Dort werden Gesetze verabschiedet.

2. Was die Frau aus dem Strafrecht heraushält, ist die Tatsache, dass sie eine geringwertige Sache entwendet hat und nicht, dass keine Beweise vorlagen. Geringwertigkeit spielt aber im Arbeitsrecht keine Rolle. Gerade jemand, der an der Kasse arbeitet, also jeden Tag das ganze Geld in Fingern hat, muss vertrauenswürdig sein. Selbst wenn sie „nur“ 1,30 Euro genommen hat, so kann man doch auch gar nicht sagen, ob sie dies nicht schon vorher mit vielleicht höheren Geldbeträgen getan hat.

3. Laut diverser Zeitungsartikel hat die Frau zuerst bewiesenermaßen falsch den Sachverhalt geschildert, dann auch noch Kollegen fälschlicherweise beschuldigt und wurde dann durch Zeugen belastet und konnte anhand des Kassenjournals überführt werden. Die Definition von „Beweis“ ist: „Der Beweis ist die Feststellung eines Sachverhalts als Tatsache in einem Gerichtsverfahren aufgrund richterlicher Überzeugung.“ Die maßgeblichen Worte, die viele nicht kennen oder ignorieren sind hierbei "aufgrund richterlicher Überzeugung“. Ebenfalls aus vielen Medienberichten ergibt sich, dass der Richter dem gegen die Frau Vorgebrachten Glauben schenkte. Beweis also +.
Bewiesen wurde darüber hinaus nicht, dass es irgendetwas mit der Gewerkschaftstätigkeit zu tun hat, aber darüber sieht auch jeder, der einen solchen Text schreibt hinweg, obwohl er an andere Stelle noch so gewettert hat „Keine Beweise. Keine Beweise. Im Zweifel für den Angeklagten.“

4. Es heißt auch „Verdachtkündigung“ und nicht „Beweiskündigung“.

5. Auch im Arbeitsrecht kann man Prozesskostenhilfe beantragen, falls man kein oder zu wenig Geld hat, um seine Rechte zu verfolgen.

6. Es gibt noch viele andere Überlegungen dazu und die hier schon angeführten nochmals in ausführlicher Form, die ich schon bei Zackenbarschs „1,30 €“ unterm Kommentar von Caty zum Besten gab.

VG
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 03.03.2009diesen Kommentar melden
Ich bin froh, daß es noch jemand gibt, der in diesem Lande tatsächlich glaubt, daß dies hier noch ein Rechtsstaat ist, aber das behaupten ja viele Diktaturen auch von sich. Wobei geltendes Recht nichts mit "gerecht" oder gar Menschlichkeit zu tun haben muß. Auch Mord wurde schon legalisiert.
AndreasG
Kommentar von  AndreasG, 03.03.2009diesen Kommentar melden
Selbstverständlich ist Deutschland "noch" ein Rechtsstaat, denn das bedeutet ja eben nicht nach Gerechtigkeit zu urteilen, sondern nach definierten Gesetzen. Sobald die Gerechtigkeit ins Spiel kommt, ist die Willkür und die Diktatur nicht weit.
Das Problem ist, dass es gegen so manches "Vergehen" keine Gesetze gibt (oder zumindest keine angemessenen) und manch ein Grundsatz noch aus dem Mittelalter stammt. Darum werden Eigentumsdelikte härter verfolgt als Körperverletzungen (Ausnahme: Mord). Deswegen jetzt aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen, darf auch nicht sein. Die Mentalität "was die da oben dürfen, das darf ich auch" richtete schon immensen Schaden an und beißt sich in den eigenen Schwanz. - Um in einem Rechtsstaat zu leben, müssen die Menschen sich an die Gesetze halten oder sie ändern, nicht aber nach eigenem Gutdünken mal ignorieren und mal befolgen.
Es tut mir leid um die Kassiererin, leid, dass sie wegen einem dummen Fehler in so einen Schlamassel geriet. Und es tut mir leid, dass die Verantwortlichen für Steuerhinterziehung und Schmiergeldbewegungen nicht angemessenen weg kommen. Nach meinem Gerechtigkeitsempfinden ist das bodenlos unfair, denn bestraft gehört beides.
wupperzeit
Kommentar von  wupperzeit, 03.03.2009diesen Kommentar melden
Die Frage ist eben auch, ob eine „Verdachtskündigung“ rechtstaatsgemäß ist, im Unterschied zur Unschuldsvermutung in der zivilen Rechtsprechung. Auch wenn bei einer solchen Kündigung nicht ein „bloßer“ Verdacht genügt, sondern ein „dringender“ vorliegen muss. Es wird da ja über eine Änderung der Gesetze „nachgedacht“. In diesem Fall lagen die Aussage einer Kollegin und ein so genanntes Kassenjournal vor, beides hätte wohl vor einem Zivilgericht nicht zu einer Verurteilung genügt.

Merkwürdig an dem Fall ist nur, dass einer aktiven Gewerkschafterin während eines Streiks gekündigt wurde, es drängt sich doch auf, da einen Zusammenhang zu sehen. Und dass ein engagiertes Gewerkschaftsmitglied immer damit rechnen muss, dass ein Kündigungsgrund gesucht wird, um sie oder ihn loszuwerden.

Ein schwieriges Thema insgesamt, und ich finde: In einer Kolumne muss man eine Meinung vertreten, glaubhaft, und hier geht es um Gerechtigkeit und nicht um die Umsetzung geltenden Rechts, und so gesehen: Eine gelungene Kolumne, Andreas


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