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 Vom Suchen und Finden einer Kolumne! (30.07.07)
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keineJugend.de

Jugend und mehr – oder weniger

Die Kolumne des Teams " Montagsteam"

Sonntag, 01. Januar 2012, 21:55:
Eine neue Zeit. Erasmus-Erfahrungen aus Ljubljana
von  bookishasearlgrey

(Beitrag von  Savignon)

Ich habe eine neue Zeitrechnung erfunden. Sie ist einfach, ganz pragmatisch, völlig unwissenschaftlich, und nicht wie einstmals die Kalenderreform von Papst Gregor. Sie zählt die Tage, seitdem ich von Zuhause weggefahren bin. Ich sage: die Tage meines Hierseins. Nach dieser Zeitrechnung ist heute, am 2. Weihnachtsfeiertag, der 117. Tag meines Auslandssemesters in Slowenien. Ein ganz besonderer Tag, denn heute werde ich zum Flughafen fahren, um meine Familie in Empfang zu nehmen. Vertrautheit in der Fremde. Wenn ich die Drei in der Stadt herumführe, werde ich merken, wie sehr ich mich schon an all das hier gewöhnt habe: den Fluss, die Gassen, die Cafés, die Straßennamen und Graffitisprüche, die Wolkenkratzer und Hinterhöfe, die Burg, den Markt, die Kirchen und den Stern, die Brücken, die Drachen und den Nebel.

Ljubljana, die Stadt, die ich meine, ist der Nabel des Landes. Kulturell, kommerziell, politisch und sogar topologisch: Sie liegt im Mittelpunkt eines annähernd x-förmigen Beckens, in einer Art Kessel, umgeben von Hügeln und Bergketten. Wie ein Gravitationszentrum scheint sie deshalb den Winternebel anzuziehen. Es ist ein bisschen wie bei „Asterix bei den Briten“: „Habt ihr hier immer so dichten Nebel?“ – „Nein, wenn es regnet, dann nicht.“ Das geht sogar so weit, dass die Slowenen jeden Wintersonnentag, an dem auch noch der blaue Himmel über der Hauptstadt sichtbar wird, als außergewöhnlich bezeichnen. „Wenn du Sonne willst“, heißt es ansonsten, „steig auf die Berge oder fahr in den Karst.“ Und mit Schnee könne man ja schon mal gar nicht rechnen. Merkwürdig nur, dass mir gerade die Sonne ins Zimmer scheint und eine zuckerweiße Schicht auf den Dächern und den Hügelhängen liegt. Wohl alles eine Frage des Maßstabs.

Und der ist für einen Erasmus-Studenten wie mich ein ganz anderer. Ich bin ja schon dankbar, wenn es überhaupt so etwas wie Schnee und Sonnenschein gibt. Wenn ich überhaupt ein Einzelzimmer bekomme. Wenn ich ein paar Kurse belegen kann. Wenn ich dunkles Brot finde und Hering in Tomatensoße. Als Auslandsstudent hast du vor allem eines: keine Ahnung von gar nichts. Das ist einerseits ein Vorteil, weil man sich im International Office wirklich rührend um dich kümmert und alle deine Fragen beantwortet, andererseits auch ein Riesennachteil, weil du nicht weißt, ob und wie du reklamieren solltest, wenn du bei einem flüchtigen Blick auf den Kassenzettel feststellst, dass du den ausgewiesenen Rabatt für die Weihnachtslebkuchen nicht bekommen hast. Probleme des Erasmus-Alltags.

Es ist schon bemerkenswert, wie sehr man in der Fremde nach dem bereits Bekannten sucht – und sich dabei vor allem an seine Sprache klammert. Jedes deutsche Wort im Spar-Supermarkt muss von deinen Augen registriert werden, im Antiquariat sind es zuerst die deutschen Buchtitel, die dich anspringen, und den Wein holst du am liebsten dort, wo der Verkäufer sich freut, wenn er Deutsch mit dir reden kann. Klar, dass deine neuen Freunde hauptsächlich Deutsche sind. Doch dann lauft ihr durch die Straßen, wo die Touristen ihre Fotos machen, hört die bekannte Sprache und denkt: Immer diese Deutschen! Das ist schon seltsam, nie so richtig dazuzugehören und doch mehr als bloß Tourist zu sein. Da bestätigt sich der bekannte Spruch: Du weißt davon ja nichts, wenn du es nicht selbst erlebt hast.

Das Schöne daran ist, dass du nicht nur viele Dinge völlig neu erfährst, sondern auch viele neue Dinge zu sehen beginnst. Zum Beispiel, dass du auf Vokale in dr Schrftsprch gtrst vrzchtn knnst. Dass Skype ein super Programm ist, aber den realen menschlichen Kontakt auf Dauer nicht ersetzt. Dass du wirklich kein Facebook-Profil brauchst. Dass Erasmus-Partys kein gutes Mittel gegen Einsamkeit sind. Dass ‚deinem Herzen zu folgen‘ bisweilen keine gute Entscheidung ist. Und dass ein halbes Jahr im Ausland auch nicht zur ‚Zeit deines Lebens‘ wird – aber vielleicht zum Beginn einer neuen Zeitrechnung.

Einer der Urheber der Gregorianischen Kalenderreform war übrigens Christopher Clavius aus Bamberg, der in Portugal studierte und dann nach Rom ging. Er wurde 1538 geboren. Da war Erasmus, der Europareisende aus Rotterdam, bereits fast zwei Jahre tot. Die beiden gehören zu den Traumbildern gelehrter Europäer. Wie gut, dass Auslandserfahrene wie du und ich sich nicht mit ihnen vergleichen müssen.




Wegen technischer Probleme der verantwortlichen bookishasearlgrey erscheint diese Kolumne eine Woche verspätet.
Kommentare zu dieser Teamkolumne

Kommentar von  Joost, 19.01.2012diesen Kommentar melden
Hey Robert,

deine Beschreibung, dass man im ausland unwillkuerlich nach dem Bekannten sucht, erkenne ich. Auch finde ich es gut, dass du die ueberzogene Vorstellung, dass ein Auslandssemester gleich die beste Zeit des Lebens sein muss, relativierst. Deine neue Zeitrechnung finde ich uebrigens sehr originell, und es ist bewundernswert, dass du es bis 117 durchgehalten hast;-) Ich habe beim Lesen geschmunzelt!

Liebe Gruesse

Josta


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