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Jugend und mehr – oder weniger

Die Kolumne des Teams " Montagsteam"

Sonntag, 20. Mai 2012, 23:03:
Was wäre wenn…
von  Skala

…ist nicht nur ein wunderbares Beispiel für eine Alliteration wie sie im Buche steht, sondern auch eine Frage, die ich mir immer wieder stelle und mit der sich Andere – vornehmlich meine Eltern – eins A auf die Palme jagen lassen.
 
Im Moment bewegen mich vor allem folgende Fragen der „Was-wäre-wenn“-Art:
Was wäre wenn Frau Oberstufenkoordinatorin im mündlichen Abi geahnt hätte, welch literarischen Ergüsse aus meiner Feder sie noch über sich in der Abizeitung lesen wird?
Was wäre wenn sich im Urlaub aus Versehen eine türkische Muschel in meinen Koffer schmuggeln sollte?
und
Was wäre wenn ich mich im Juni so im Labyrinth der Deutschen Bahn verfranze, dass ich bis zum Abiball nicht mehr auftauche?
 
Leider sind das alles nicht wirklich kolumnenwürdige Themen, auch wenn ich mich durchaus über gewisse Lehrpersonen oder die Deutsche Bahn auslassen könnte. Dennoch.
 
Die zündende Idee lieferte mir schließlich ein Freund, der nur im Scherz sagte: „Schreib doch über den Weltuntergang.“
Hey. Keine schlechte Idee.
 
Was wäre wenn tatsächlich, wie dank Maya-Kalender seit langer Zeit vermutet und in den Medien und den Köpfen esoterisch Angehauchter breitgetreten, am 21. Dezember dieses Jahres die Welt untergehen sollte?
 
Mal scharf überlegen. Vielleicht spielt sich das klassische Endzeit-Epos ab. Wirbelstürme, die sämtliche von Menschenhand gefertigten Bauwerke (allen voran die Freiheitsstatue und die Golden-Gate-Bridge) dem Erdboden gleichmachen, eine neue Eiszeit (warm anziehen!), vielleicht werden wir auch alle von einem Virus befallen und nur Will Smith überlebt (Frage: Wo ist dann Bruce Willis?) oder wir werden alle im ewigen Fegefeuer schmoren.
Vielleicht stellt sich aber auch heraus, dass Spötter (wie meine Wenigkeit) am 21. Dezember für ihr Herumgeschrotze bezahlen werden. Dann werde ich mir vermutlich in den Hintern beißen, das Geschwafel nicht ernster genommen zu haben. Wenn ich dann noch im Besitz eines Hinterteils sein sollte.
 
Da ich mich aber gerne selbst beruhige, suche ich mir in der Regel immer die für mich angenehmsten Theorien heraus. Ob jetzt zur Pestizidbelastung vom Sommergemüse, Krankheitsdiagnosen oder eben dem Weltuntergang. Zu letzterem gehe ich einfach mal davon aus, dass in 7,59 Milliarden Jahren die Sonne die Erde verschluckt oder – im schlimmsten Fall – in 40 Millionen Jahren unser Heimatplanet mit der Venus oder dem Merkur kollidiert. Selbst im schlimmeren Fall: 40 Millionen Jahre sollten mir zur Erfüllung all meiner Lebensträume reichen, egal, wie sehr Forscher auch jetzt vor dieser Katastrophe warnen.
 
Die Maya kannten diese Theorien anscheinend noch nicht. Ihr Kalender endet wohl am 21. Dezember 2012. Warum, da bin ich allerdings ganz der Meinung  dieses Karikaturisten. Wozu einen Drei-Milliarden-Jahre-Kalender kreieren, wenn man dafür eine ganze Höhlenwand vollschmieren müsste?
 
Leider musste ich vor ein paar Tagen aber erfahren, dass diese simple aber doch so geniale Antwort auf die Endzeitpanik völlig hinfällig ist. Man höre und staune: Der Maya-Kalender mit Ende 2012 ist ein Fake. Oder eher ein billiges Remake ihres eigenen Ur-Kalenders. In der guatemaltekischen Maya-Stadt Xultún fand man einen Kalender an einer Häuserwand (aha, da war jemand weniger minimalistisch), der uns leichtgläubigen Narren von heute zumindest so viel verrät, dass sich die Erde noch ein paar tausend Jährchen weiterdreht. Und da dieser Kalender schlappe 400 Jahre älter ist, als der bisher bekannte, nämlich gute 1200 Jahre auf dem Buckel oder eher der Felswand hat, hat er einfach mal Recht. Wahrscheinlich solange, bis man die nächste Gesteinsschicht abkratzt, einen Kalender findet, nach dem die Welt vor dreihundert Jahren hätte in die Luft fliegen sollen und beginnt, die Eieruhr nach der noch ausstehenden Explosion zu stellen.
 
Also: Was wäre wenn der Weltuntergang ausfallen sollte?
Ich bin der Meinung: Die Welt ist gerüstet. Wer möchte kann sich bei Facebook der großen Aftershowparty am 22. Dezember anschließen. Es gibt ganze Gruppen, die verkünden, am Tag nach dem angekündigten Untergang nackt durch die Straßen zu laufen und alle auszulachen. Die Computer an den Börsen haben die Umstellung auf’s Jahr 2000 geschafft, dann schaffen sie auch den 21. Dezember 2012. Und im Supermarkt stehen so viele Eintöpfe von Erasco, dass man damit wahrscheinlich die Wollnys übers Jahr bringen könnte. Also.
 
Was meine Person angeht: Ich werde mir am 22. Dezember einen gemütlichen Filmabend machen und endlich einmal „2012“ schauen. Habe ich nämlich bis jetzt noch nicht geschafft. Und dann einen Erasco-Hühner-Nudel-Topf aufwärmen. Aber vor allem werde ich mir neue „Was-wäre-wenn“-Fragen überlegen müssen. Und weiterspekulieren.
 
Womit ich am Ende meiner heutigen Spekulation wäre. Und zugleich am Anfang. Also:
Was wäre wenn…
 
 
 
Die verschiedenen erwähnten Theorien finden sich ausformuliert
 Hier,  Hier und  Hier
Kommentare zu dieser Teamkolumne

Kommentar von  Wortgefecht, 21.05.2012diesen Kommentar melden
Danke für deine sehr amüsante Kolumne. Ich bin übrigens auch angemeldet zur Aftershowparty. Mal sehen, ob ich hingehe, da werden wohl so viele Leute sein und ich hasse ja Menschenmassen. ;-)
 
Übrigens eine Kolumne, wie sie im Buche steht. : )
 
Liebe Grüße,
M.
MagunSimurgh
Kommentar von  MagunSimurgh, 21.05.2012diesen Kommentar melden
Ups, jetzt hatte ich vergessen, den Benutzer zu wechseln vom Autorenkollektiv zu meinem privaten. Sorry!
wupperzeit
Kommentar von  wupperzeit, 21.05.2012diesen Kommentar melden
In einem meiner Lieblingsfilme antwortet der mit dem Tod durch Strang bedrohte Revolverheld auf die Frage, ob er keine Angst zu sterben habe: „Gott soll schnell sein, aber das wird sich ja bald herausstellen…“
 
Und ich habe so gedacht, als ich Deine Kolumne gelesen hatte: Sterben wird die junge Dame an diesem Instantfraß, mit dem sie den ausbleibenden Weltuntergang feiern will, warne sie vor ihrer eigenen Apokalypse… Armageddon durch und in Fastfoodpampe. So gesehen haben die Mayas langfristig doch noch Recht…
 
Ich habe Deine Kolumne sehr gerne gelesen.
Kommentar von  Skala, 22.05.2012diesen Kommentar melden
@wortfechtender Teampapi: Was meinst du, von wessen Pinnwand ich das Event gemoppst habe? Teils ganz praktisch, dass man bei Facebook jeden *bösesWort* auf's Tablett geschmiert bekommt. Insofern danke. :)
 
@Wupper: Dieser "Instantfraß" mundet ganz ausgezeichnet. Und hat mich noch nicht zu Boden geschmettert, ganz im Gegensatz zu dem frischen Rewe-Mett. In Instantzeug verstecken sich wenigstens keine Salmonellen. ;) Und außerdem (Lebensmotto): Lieber mit Mitte vierzig an Verfettung sterben (PS: Habe übrigens gute Gene, was das anbelangt, bei mir setzt sich nicht einmal Instantzeug ab, ätschbätsch!), wissend dass man sein Leben schlemmend genossen hat, als mit dreißig beim Joggen vom Auto angefahren zu werden und sich noch im Sterben Vorwürfe zu machen, sich nie die Pizza oder den leckeren Erasco-Hühner-Nudeltopf gegönnt zu haben, weil das die Tageskalorien gesprengt hätte. So. :D (Im Übrigen wird im Rankyschen Hause frisch gegessen... zumindest wenn Mami kocht.) Das von dir beschriebene Endzeitszenario finde ich aber auch nicht schlecht (es sei den ich bin tragische Hauptfigur), würde es aber eher als Adiposikalypse bezeichnen... :D Jetzt würde mich nur noch interessieren, inwieweit die Maya das vorausgeahnt haben... :D
Kommentar von  Skala, 22.05.2012diesen Kommentar melden
* ein n für das den(n)
wupperzeit
Kommentar von  wupperzeit, 22.05.2012diesen Kommentar melden
Ich habe mir erlaubt, die Prophzeiungen dieses uralten zu interpretieren, damit sie am Ende doch noch plausibel werden und auch einen aktuellen Bezug erhalten. Ich mag untergegangene und untergehende Völker.
 
Aber ich wünschte, Du hättest Recht mit Deinem Selbstvertrauen vor der Apokalypse, und zitiere in diesem Zusammenhang einmal Brecht:
 
BEI DER LEKTÜRE EINES SPÄTGRIECHISCHEN DICHTERS
 
In den Tagen, als ihr Fall gewiß war
Auf den Mauern begann schon die Totenklage
Richteten die Troer Stückchen grade, Stückchen
In den dreifachen Holztoren, Stückchen.
Und begannen Mut zu haben und gute Hoffnung.
 
Auch die Troer also ...
 
Guten Appetit.


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