Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von wupperzeit (01.07.2006)
 Sehr intelligent komponiert, dieser Text, es gibt zwei Hauptmetaphern, den Kerker und die Perlenkette, die eine Parabel gewissermaßen umrahmen, sehr beeindruckend gemacht. Dazu die schöne, etwas altertümliche, trotzdem nicht altmodische, niemals altmodische Sprache, die ich so sehr liebe, weil sie mehr auszudrücken vermag als jede Modesprache, Dein Text hat mir sehr gut gefallen, auch wegen, gerade wegen der Weisheit seiner Aussage, Andreas
BInspired meinte dazu am 01.07.2006:
ich danke dir für das, wie mir scheint, intensive auseinandersetzen mit meinem text. ob meine sprache altertümlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da nur diese eine in mir klingt. auch für deine empfehlung, herzlichen dank. einen schönen samstag abend wünsche ich dir, anne.
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Kommentar von DieTine (43) (12.07.2006)
 Ich verstehe Deinen Text als eine Wertschätzung der Wehmut. Die das Leben über den Besitz hinausführt und ihm Schwere verleiht. Der Vergleich mit der Perlenkette gefällt mir gut, weil er beinhaltet, was nötig ist für ein Leben: Wandel und Zusammenhang. Die Oma scheint davon einiges gehabt zu haben, denn die Abende in der Küche waren schön. Was bleibt? Trost ob dessen, was kohärent war und rückblickend Sinn machte, Verzagtheit ob der Erkenntnis, dass eine Kette sich irgendwann schließt und die Antwort auf die Frage nach dem Sinn außerhalb derselben offen bleibt. Und das ist Wehmut und ihr Reiz. Ein sehr nachdenklicher Text und bunter Text. LG, Tine
BInspired meinte dazu am 13.07.2006:
Wertschätzung der Wehmut... Ich würde es gerne umformulieren: Der Text behandelt die Zeit; Lebenszeit. Ich versuche darin, über den Kalender hinaus zu definieren, was bleibt. Die Erkenntnis um die Wehmut. Ob ich sie wertschätze? Sie be- bzw. erschwert die Jahre. Ich danke dir, und freue mich über den Kommentar und deine Empfehlung. Grüße, Anne
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