jeden tag sprichst du zu mir.in einer fremden sprache.deinen mund starre ich an.großäugig, als wäre er ein ort, ein ziel, eine heimat.ich kann sie nicht greifen.ich beobachte die bewegungen deiner lippen, so klar, wie ich nichts anderes zu sehen vermag.erlerne silbe für silbe.bis ich das gefühl oder die gewissheit habe,dass du schon wieder gewechselt hast.und ich weiß nicht woher du sie hast,diese ganzen unaussprechlichen sprachen.diese fremden gebilde,die dein vertrauter mund so selbstverständlich artikuliert in meine richtung.und die so gar nicht ankommen.bei mir.die sich,aus deinem mund,zu einem strick verweben.eingeschnürrt versuche ich sie zu entziffern.setze ewig einen buchstaben zum anderen.kombiniere die mir so unnahbaren zeichen,um mir ein bißchen luft zu verschaffen.versuche gemeinsamkeiten zu finden zwischen deinen und meinen lauten.kann nicht einsehen,dass es keine gemeinsame sprache gibt.für zwei menschen.
sonder immer nur:einen menschen.und:eine sprache.
unbedingt
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