keinVerlag.de bietet Euch die Möglichkeit, Eure Gedichte und Texte (oder wie Ihr Euer Selbstgeschriebenes auch nennt) zu veröffentlichen.
 Diese Seite ausdrucken 

Hallo Gast!
Benutzername

Passwort

Noch nicht registriert?
hier klicken jetzt kostenlos anmelden!

hier klicken Neu bei keinVerlag.de
sind folgende Autoren und Leser: hier klicken Rick (18.04.), hier klicken winterspecht (15.04.), hier klicken Raven (14.04.), hier klicken Calirates (13.04.), hier klicken SaraWunder (13.04.), hier klicken sagahock (12.04.), hier klicken Rinsan (12.04.), hier klicken Moon777 (11.04.), hier klicken Altmoment (10.04.), hier klicken papayahunger (09.04.), hier klicken Frida_Fee (08.04.), hier klicken Lese.Brille (06.04.)...

Wen suchst Du?
Nick:
(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online online: hier klicken Fuchsiberlin, hier klicken janna, hier klicken Lluviagata, hier klicken Shagreen und 37 Gäste.
keinVerlag.de ist die Heimat von 1259 Autoren und 180 Lesern. Heute wurden bereits hier klicken 6 neue Texte veröffentlicht. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier klicken hier.
Der neueste Beitrag im hier klicken Forum: Re: Was lest oder hört oder seht ihr gerade? von Bergmann (19.04.2014, 01:17 im Forum hier klicken Printmedien und Hörbücher)
hier klicken alle neuen Themen
Unser Link-Tipp:
Reimemaschine
hier klicken Reimemaschine
ein Surf-Tipp von hier klicken BLACKHEART

Lest doch mal...
hier klicken ...einen Zufallstext!


Projekte

keineRezension.de

hier klicken nach oben

Grausame Erinnerung

Kurzprosa zum Thema Qual(en)
von hier klicken nachtfalke.

Was hatte sie nur getan? Was hatte sie nur getan!
Sie sank zu Boden, noch immer strömten die Tränen unaufhaltsam ihr Gesicht herunter. Sie kniff fest ihre Augen zusammen, krümmte sich dem Boden entgegen, sodass lediglich unartikulierte, hässliche Laute aus ihrem Mund drangen, die nicht ansatzweise ihre Verzweiflung zum Ausdruck bringen konnten, aber ihr Unbegreifen zeigten. Rhythmisch verkrampfte sich ihr Magen, ihre Hände wühlten nach irgendetwas, das sie ergreifen konnten. Sie krallten sich fest, schlugen dann wieder darauf ein wie auf die quälende Erinnerung. In ihrem Kopf war ein einziges Wirrwarr an Bildern und Gefühlen, die wild durcheinander sprengten, ohne dass sie diese fassen oder gar beseitigen konnte. So drangen sie mehrmals auf sie ein und quälten sie immer wieder von neuem. Verzweiflung hielt sie in eisernen Ketten gefangen.

Sie musste den Schmerz betäuben, das war ihre einzige Chance. Stöhnend und mit den Augen rollend kämpfte sie sich in eine halbwegs aufrechte Position und kroch zum kleinen Schrank, der ihren Dank schon so viele Abende erhalten hatte. Sie öffnete ihn und holte sich die erste Flasche, die sie greifen konnte. Nach raschem Öffnen kippte sie sich den Inhalt ihre wartende Kehle hinunter, doch viel Inhalt war aus ihr nicht mehr herauszupressen. Es reichte bei weitem nicht für ihren Schmerz. Unbefriedigt ließ sie die Flasche klirrend auf dem Boden aufkommen. Unwirsch wischte sie sich die Flüssigkeit vom Kinn, leckte es von ihrem Handrücken ab und warf ihren Kopf umher, auf der Suche nach etwas anderem. Wild stierte sie umher.

Immer wieder stachen die Vorwürfe in ihren Kopf. Hackten erbarmungslos auf sie ein.
Sie war erhitzt in ihrer Raserei, sie musste sich abkühlen. Länger kam sie mit ihren reißenden Gedanken nicht zurecht, sie sollten aufhören. Sie in Ruhe lassen, das Quälen beenden.
Schwankend stand sie auf, wollte weg. Sie wollte vor ihren jagenden Gewissensbissen fliehen. Schwankend stürmte sie aus dem Zimmer.
Unvorsichtig torkelte sie ins Bad, rutschte aus und fiel ungelenk auf die kalten Fliesen. Unwillig sich wieder aufzurichten, zerrte sie sich am Rand der Dusche vorwärts und zog sich hinein. Langsam kroch sie auf die Ecke zu, presste ihren Rücken an die Wand und zog die Beine an.
Ihre Hand glitt die Wand entlang, langte nach oben. Sie drehte den Hahn ungelenk mit Schwung auf und kauerte sich in die Ecke hinein. Den Kopf lehnte sie an die Wand, mit geschlossenen Augen nach oben streckend, der Kühle entgegen. Nach anfänglichem Schock über die Kälte, zierte ein kurzes höhnisches Lächeln ihr Gesicht, das ihr selbst galt. Nun bekam sie ihre Abkühlung. Wie gewünscht lähmte es tatsächlich ihren Körper, drang durch ihre Kleider. Schwer fielen die Tropfen herab, machten Bewegung unmöglich, verlangsamten aber auch ihr Denken. Sie kühlte ab, passte sich ihrem Herzen an. Es machte sie schläfrig und sie gab sich ganz dem Lebensquell hin…

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/280300.text

Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Blutmond_Sangaluno Kommentar von hier klicken Blutmond_Sangaluno (19.01.2011)    diesen Kommentar melden
Das kann man sich richtig gut vorstellen.
Eins eines weiß ich: So etwas möchte ich nicht
erleben.
Sie kommt mir fast schon animalisch vor, beschränkt
auf ihre Sucht zu vergessen, ihre Instinkte.

Was mich interessiert, ist:
Was quält sie so.
Man wartet. Den ganzen Text und zum Schluß
weiß man es trotzdem nicht.
Einerseits schade, aber andererseits:
Will man wirklich wissen warum?

...warf ihren Kopf umher, auf der Suche nach etwas anderem. Wild stierte sie umher.
Etwas ungeschickte Wortwahl, da es zwei Mal "umher" heißt.
Klingt nicht so schön.

Gruß
Sanga

hier klicken Sag Deine Meinung zu diesem Kommentar!


  

Veröffentlicht am 12.09.2010. Dieser Text wurde bereits 1230 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.04.2014.
hier klicken Text kommentieren

hier klicken Mehr über nachtfalke
hier klicken Mehr von nachtfalke
hier klicken Mail an nachtfalke

Blättern:
hier klicken voriger Text
hier klicken nächster Text
hier klicken zufällig...

Weitere 8 neue Kurzprosatexte von nachtfalke:
hier klicken dark whispers tales hier klicken Balkonszene hier klicken Hand in Hand hier klicken - hier klicken (ich sehe auf die wunde) hier klicken ___ hier klicken (zurückgelassen) hier klicken __

Was schreiben andere zum Thema "Qual(en)"?
hier klicken Schändung (RainerMScholz) hier klicken Prasselmünder (Matthias_B) hier klicken De Lyrelei off där Saale (Adelheid) hier klicken Au Backe (janna) hier klicken Eine lange Nacht (Jack) hier klicken Wertschätzung für Vogonenlyrik (Dieter Wal) hier klicken Göttin des Unglücks (Eclaire) hier klicken Am Leben (Jack) hier klicken Qual 3.0 (Mine) hier klicken Handgemachte Grausamkeiten. (franky) und hier klicken 27 weitere Texte.

Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. hier klicken mehr Infos dazu.
hier klicken diesen Text melden



hier klicken nach oben
 
© 2003-2014 keinVerlag.de | hier klicken nur Text | hier klicken Impressum | hier klicken Nutzungsbedingungen  | hier klicken Made by Language & Web