Die Suche nach dem Licht

Erzählung zum Thema Kinder/ Kindheit

von  Fuchsiberlin

Schon als Kind glaubte er an die Hoffnung auf lichterfüllte Momente,
die ihn aus dunklen Irrwegen führen würden.

Die Hoffnung führte ihn Schritt für Schritt auf einen langen Weg.
Er suchte die neue Zeit, die seiner sehnsuchtsvollen Träume.

Mit den Jahren schlich sich eine Angst in seine Welt,
doch er kämpfte gegen die Furcht vor dem Erlebtem
Seine inneren Tränen pflasterten den Weg zur Achterbahn.

Er spürtes immer wieder ihre Blicke, die zu seinen Verfolgern wurden.
Augen-Blicke, die er nie vergaß.

Ihr falsches Lächeln war zu schnell für ihn, um es als Lockmittel zu erkennen.

In erwachsenen Armen spürte er als Kind eine Gefangenschaft.
Ein lautloses Schreien versank in der Sinnlosigkeit.
Wer sollte ihn in der Welt Der-Töne-verschluckenden-Bergwerke hören?

Seine Seele arbeitete für sie, und er bezahlte dafür.
Sie zahlten einen anderen Preis, einen, der sie zum Hauptgewinner machte,
und er lag als Niete vor dem Abgrund.

Der Engel im letzten Stern schaute weg,
ein blauer Schmetterling blieb seine einzige Hoffnung.

In der Nacht des Lebens sah er viele Augen,
doch der kalte Marmor in ihren Blicken ließ ihn verstummen.

Seine Lippen blieben geschlossen, ein Reden erschien ihm zweck- und hoffnungslos.
Gespräche führte er in seinen Fantasiewelten.

Einsame  Monologe von einer neuen und besseren Zeit entstanden,
und die Hoffnung nickte stumm.

Er war zu jung, noch ein Kind, im Innersten kurz vor dem Sterben,
doch ein Gewissen und eine Scham kannten die Wölfe
der schwarzen und falsch lächelnden Wolken nicht.

Das "innere Kind" wurde im Erwachsenenleben zu seinem Begleiter.
Doch als Erwachsener bietet er diesem dank seinem Bewußtsein einen Schutz,
den er als Kind nie besaß.

Er fand eines Tages Momente des Lichts.

Jörg S.

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Kommentare zu diesem Text

DerAutor (42)
(16.01.11)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 16.01.11:
Hallo John,

es ist nicht meine Absicht, in einem einzigen Text alles über Missbrauch und deren Folgen zu schreiben, dies ist auch gar nicht möglich, denn sonst hätte dieser Text Buchlänge.

Ein missbrauchtes Kind kommt in der Welt der Großen nicht klar, ich behauptete hierzu auch nicht das Gegenteil.

Es gibt auch noch die Welt neben dem Missbrauch, und die versuche ich auch mit einigen meiner Texte rüberzubringen.

Ich lasse Dir ganz beruhigende liebe Grüße da
Jörg
(Antwort korrigiert am 16.01.2011)
DerAutor (42) antwortete darauf am 16.01.11:
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 Fuchsiberlin schrieb daraufhin am 16.01.11:
Hallo John,

ja, jeder von uns trägt sein Päckchen im Leben, und ich glaube wir gehen damit manchmal oder öfters auch unterschiedlich um.

Mit diesen manchmal in meinen Texten erscheinenden "Engel-Himmel-Stern-etc."-Wortzeichnungen versuche ich bestimmten Gefühlen und Gedanken, wie z. B. der Liebe und der Hoffnung, ein Bild zu verleihen.

Respekt einander zu zeigen und zu leben ist sehr wichtig,und dies im Zusammenleben und Aufeinandertreffen, doch es gelingt nicht immer, kann vielleicht auch nicht immer gelingen, weil wir als Menschen oftmals von Emotionen geleitet werden.

Du bist ein Mensch der klaren und direkten Worte, und das ist gut so.

Ganz liebe Dankesgrüße
Jörg
DerAutor (42) äußerte darauf am 16.01.11:
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 Fuchsiberlin ergänzte dazu am 16.01.11:
Hallo John,

klar ist, dass dies mitunter auch wehtun kann, doch was hat ein anderer von geschminkten Lügen? Nichts! Man muß versuchen zu differenzieren, und zwar zwischen dem Typ von Mensch, der einem bewußt böswillig wehtun will, und einem anderen, der dies auf keinen Fall bösartig bewußt um des Verletzen-Willen tut, sondern seine gefühlten Gedanken zum Ausdruck bringt.
Und Du bringst Deine gefühlten Gedanken zum Ausdruck, ohne in böswilliger Absicht dem anderen bewußt wehzutun.
Unbewußt und in nicht-böwilliger Absicht tun wir im Lauf eines Lebens immer wieder mal einem Menschen weh. Das kommt vor und gehört zum Leben dazu.

Eine klare Ansprache eines anderen kann durchaus auch dazu beitragen, dass man in sich geht und nachdenkt.

Ganz liebe Grüße
Jörg
(Antwort korrigiert am 16.01.2011)
SigrunAl-Badri (52)
(16.01.11)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 16.01.11:
Ja, liebe Sigrun.

Ich lernte dies auch durch die Psychotherapie. Klappt aber leider auch nicht immer, das "innere Kind" zu beschützen.

Ganz liebe Dankes-Grüße
Jörg
Mahina (70)
(16.01.11)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 16.01.11:
Ich danke Dir sehr, Marlene.

Ganz liebe Grüße
Jörg
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