Erdbeeren und Tomaten ohne Stein

Gedicht zum Thema Leben/Tod

von  Fuchsiberlin

Er bricht durch die unsichtbare Wand der Stille,
das Schweigen liegt zertrümmert am Boden.

Ist der Weg hinter diesem einstigen großen Hindernis
einer, der von der Erkenntnis erschaffen wird?

Doch irgendwann endet auch dieser Weg,
und das Schweigen setzt einen letzten Stein.

An diesem Ort befindet sich ein abgeholztes Waldstück
Gefühle, die mit der Axt ihre Zerstörung symbolisieren.

Daneben befindet sich ein grosser Platz,
an dem sich der Blütenenstaub ausbreitet.

Der Stein aus Marmor wirkt kalt,
das Kreuz aus Holz wärmt auch nicht,
Tot ist tot.

Darf man Erdbeeren und Tomaten
auf der letzten Ruhestätte pflanzen?

"Ich mochte Erdbeeren und Tomaten",
waren seine letzten Worte.

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Kommentare zu diesem Text

KoKa (43)
(13.11.11)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 13.11.11:
Diese Passage ist bewußt so absurd gewählt. Dahinter verbirgt sich die Frage, ob man einem Verstorbenen in einem gewissen Rahmen seine letzte Stätte so gestalten kann, dass seine Persönmlickeit sich dort wiederfindet.

Deine absurde Antwort gefällt mir.

 TassoTuwas (14.11.11)
Ich denk auch pausenlos darüber nach was für "Letzte Worte" ich der Welt huinterlassen könnte. Das muß ein richtiges Pfund sein. Das hier find ich echt vollmundig!
LG TT

 Fuchsiberlin antwortete darauf am 15.11.11:
Wer weiß schon was er wannn aussprechen wird. Vollmundiges kann schmecken oder mehr versprechen als es erfüllen kann.

GlG
Jörg
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