Verbrauchtes Fest. Version 2

Text zum Thema Absurdes

von  franky

*

Kisten voll aufgehäufter Ansammlungen gliedern sich in gereihten Stapeln,
sie werden wieder und wieder abgeholt.

Aufgestürzte Umbildungen hängen rundlich im Heiligenschein,
sie schönen sich in einem Gerechtigkeitstaumel.
Flügge Zähmlinge flüstern stolz brav und sittsam:
„wie Kannst du? Noch immer?!“ 

Einbäumig schifft ein Seemann um das eis Riff.
zwecks Umschiffung von Klippen wird er ausgebildet.

Ungekochtes Fischwasser, salzig!
Ich schlürfe in vollen Zügen den Sandstrand.
Größere Steine lass ich durch eine Zahnlücke entkommen.

Blutig geschlagener Haderling,
Erhabenheit ohne besondere Größe.

Gesetzesbrecher,
trinken Freudenbecher,
mit viel Herz.

Flügelschläge,
reichlich träge,
ohne Höhengewinn.

Streichquartett
Im Himmelbett,
ohne Josef Heiden.

Das gefeierte Fest liegt verbraucht hinter mir,
verbreitet einen Fuselgeruch.

Zweifelhafte Abendstunde.
Ziegengehörnte Finger zeigen nach mir.
Ich ergreife die Flucht mit beiden Händen,
schiebe sie unter meine Beine,
setze auf die weiteste Entfernung und gebe mich geschlagen.

*
© by F. J. Puschnik

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Kommentare zu diesem Text

Graeculus (69)
(15.05.14)
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