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Absurdes Theaterstück zum Thema Alles und Nichts...
von  michaelkoehn.

Das Haus, die Villa liegt zwischen drei Meeren und sieben Gebirgen im Grün. Und Now ist ein zerzauster Lockvogel - die schneller über mir, in mir und weiter weg von mir ist als ich denken kann; mich reizt ihr Geheimnis.
 
„Was meint Pik, was du für mich tun sollst?“
„Alles was du willst!“
„Und wenn ich mich in dich verliebe?
„Auch das!“ Lacht sie, wirft den Kopf zurück und lässt ihre weiß/weißen Zähne sehen. Und die sind (wie alles andere übrigens auch) bestimmt nicht zu Dumpingpreisen zu haben.
 
Ich gehe online, suche und finde das Imperium ’Pik’: Bars, Tanzpaläste, Kneipen, Hurenhäuser; was du willst. Und ich weiß, er hat Pläne. Auch mit mir. Deswegen Now ... 600 Euro pro Tag. Für Pik ein Taschengeld, wie er sagt. Für sehr viel mehr Geld will er mich kaufen, - als Manager, lautet sein Angebot; wofür immer.
 
„Und? – Machst du es?“
 
Während ich mich an der fantastischen Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit befinde. Sehnsucht nach Frieden spüre - nach der langen Zeit Krieg im eigenen Denken, Handeln und Fühlen; beim Film wollte ich immer den Killer spielen. Jetzt sind meine Gedanke Figuren auf einem Brettspiel, sind ein heißer Tanz auf das was kommt - doch dann nur noch eins: Flucht! - oder: wie komme ich an Schnaps und Zigaretten ohne das Haus zu verlassen?
 
„Ich gehe für dich!“ Sagt Now.
„Lieb von dir. Ich will aber nicht, dass du anschaffst!“
 
Doch nichts bleibt. Nicht mal die Zeit. Das Jetzt.
Weil ich sterben werde. An diesem goldgelben Strand irgendwo, wenn es Nacht wird.
 
’Er spürt den Schuss, fliegt, liegt rücklings im Laub, ist wach, und ohne Schmerzen. Erst stinkt es nach Phosphor. Danach riecht er den Herbst. Duftet es nach Laub. Eine Amsel leistet ihm Gesellschaft, kratzt in den Blättern, pickt in die Schönheit zeitloser Natur. Dann wird es Nacht. Einen Fuchs und eine Rotte Wildschweine bemerkt er trotz der Schmerzen, - die schneller und schneller wiederkehren. Während in seinem Hirn die filmische Übersetzung seines Lebens beginnt. Gut, es mag sein, dass die Natur der Dinge ihn vor dem Finalen- Leben bewahren will, als hätte dies alles gewusst und alles vergessen. Als gäbe es keinen Morgen. Als gäbe es nicht das Meer von Möglichkeiten, deren er gestern noch bewusst war. Doch der Schöpfung ist nichts peinlich. Nicht mal, dass er sich einpisst und sich kurze Zeit später verliert, weil er nichts mehr zu verlieren hat. Selbstmord, werden sie vermuten, während er vom Heute schon Lichtjahre entfernt ist.’
 
„Träumst du?“
„Nein. Ich sterbe am Leben.“
„Lass uns ficken!“
 
Ich stelle mir vor wie sie über Jahre hinweg missbraucht wurde, - gedemütigt, gezüchtigt, versklavt. Die unzähligen Schnitte an ihren Armen und Beinen lassen mir das Kontrastbild zur Hölle plastisch werden; das der Vater wegen Missbrauch an seinen Kindern im Knast sitzt, die Mutter als Barfrau...; auch ein schwarzes Geheimnis, das sie hartnäckig hütet. Exzessiv im Umfang und in unersättlicher Steigerung dazu ihre Sexualität -, eine Art Überwindung menschlichen Leidens in der Strategie psychischer Überwältigung, sollte es so was überhaupt geben.
 
„Hören Sie! - Ich bin strikt dagegen das Sie so etwas auf die Bühne bringen! Ich bin sogar sehr dafür, dass Sie so etwas an SCHUND nicht einmal denken! - Haben Sie mich verstanden?!“ Reckt Gutso seinen Kopf -, kantig, haltlos, aufgeschraubt - als kann er sich das Teil zum Haare/schneiden abnehmen.
 
„Sie haben vom modernen Theater überhaupt keine Ahnung, Bürgermeister; also halten Sie einfach die Schnauze!“
„Sie proben eine Revolution? Meinetwegen! - Die sollen Sie haben ...“
 
 
28.jan.2017 michaelkoehn
 
https://www.amazon.de/ICH-Rassist-ende-fahnenstange-Reloaded-ebook/dp/B01H1P56AU/ref=asap_bc?ie=UTF8

URL dieses Textes:  www.keinVerlag.de/401338.text

  

Veröffentlicht am 28.01.2017. Dieser Text wurde bereits 195 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 26.06.2017.
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