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Lyrischer Prosatext zum Thema Aufwachen
von  Teichhüpfer.

Es klingt doch irgendwie nach Deja-vu.
Ich bin schon ganz richtig, komplett zu sein.
 
Du bist mir wichtig, mein ganz besonderes Ei.
Ist alles bloß ein bißchen Spinnerei?

URL dieses Textes:  www.keinVerlag.de/401975.text

Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Isaban Kommentar von  Isaban (11.02.2017)    diesen Kommentar melden
Hallo Teichhüpfer!
 
Es klingt doch irgendwie na Dejavu.
Ich bin schon ganz richtig, komplett zu sein.
Du bist mir wichtig, mein ganz besonderes Ei.
Ist alles bloß ein bißchen Spinnerei?

 
Zuerst dachte ich, es handele sich um einen verfrühten Ostertext, dann aber wurde mir die ganze Tragik bewusst!
 
Ich bin schon ganz richtig, komplett zu sein.
 
Eine Aussage. Eine recht energische, wenn auch etwas unkonkrete Aussage. Man könnte hier philosophieren, ob jemals jemand ganz komplett, ganz vollständig, fertig und an einem Stück, ob jemals ein Mensch zu Lebenszeiten vollendet ist.
 
Man könnte diese Aussage sowohl auf die Entwicklung eines Menschen, auf den Werdegang, auf Selbstfindung, auf das Finden seiner "besseren Hälfte" als auch in Bezug auf Verlustängste, Angst vor Verletzungen, vor körperlichem Schmerz, Angst vor Krankheit oder Sehnsucht nach der Entdeckung aller seiner Seiten/Möglichkeiten/Persönlichkeiten, Angst vor Unvollkommenheit, davor, den Ansprüchen nicht genügen zu können - und - wegen des "besonderen Eis" insbesondere auf Angst vor Impotenz beziehen.
 
Betrachten wir zunächst den ersten Vers dieses Textes noch einmal genauer:
 
Es klingt doch irgendwie na Dejavu.
 
Dieser fast spielerisch hingeworfene Vers offenbart seine Bedeutung erst beim zweiten Hinsehen: Da fehlt was. Da fehlt ein kleines, ein beinahe unwichtiges "ch" und da steht „dejavu“ und nicht „ Déjà-vu“.
 
Der Satz klingt so leicht, beinahe lustig dahingeschmettert, aber er bebildert das im Text angesprochene Problem ausgezeichnet! Ein, zwei kleine Buchstaben und ein paar Strichlein fehlen und schon ist der Satz nicht mehr perfekt, nicht mehr vollkommen. Ein außergewöhnliches aber durchaus funktionstüchtiges Stilmittel!
 
Déjà-vu: schon mal gesehen, Wiederholung. Das Problem gab es schon einmal, das gab es anscheinend sogar schon öfter - wer weiß, wie oft! Alles hat funktioniert, da fehlte nur ein paar winzige, ganz winzige, fast nebensächliche Kleinigkeiten, da gab es kein Happy End.
 
Ohne diese fast nebensächlichen, winzigen Kleinigkeiten wirkt der ganze Vers auf all jene, die weniger genau hinschauen wie von einem Unfähigen geschrieben, wie von einem der will, aber nicht kann, wie von jemandem dahingekritzelt, der nur so tut, als wüsste er um die Möglichkeiten der Rechtschreibprüfung.
 
Der Vers ist nicht komplett - und so wenig "vollkommen" wie dieser wichtige allererste Vers fühlt sich auch das lyrische Ich.
 
Für mich lesen sich die nachfolgenden Verse so, als würde das lyrische Ich ganz besonders an einem seiner Hoden hängen. Ich zitiere noch einmal:
 
Ich bin schon ganz richtig, komplett zu sein.
 
Man könnte diesen Vers z.B. ganz schlicht auslegen als
 
„Scheiße, von wegen Spiel, Satz und Sieg - ich bin nicht mal fähig, einen einzigen Satz richtig zu formulieren!“
 
oder als:
 
„Es wäre so toll, wenn ich/wenn es endlich/irgendwann wieder richtig funktionieren würde.“
 
auslegen.
 
Da habe ich ein verzweifeltes männliches LyrI vor dem inneren Auge, das sich vor einer Kastration oder zumindest vor Hodenkrebsdiagnose bzw. einer Testis-OP fürchtet, ein Lyri, das Angst vor Impotenz, vor dem Versagen bei der wichtigsten Nebensache der Welt, Angst davor hat, als Versager, als Schlappschwanz, als Mann ohne Cojones dazustehen. Somit ist dann auch der Vers
 
"Du bist mir wichtig, mein ganz besonderes Ei."
 
sehr einleuchtend und auch der letzte Vers wird dann stimmig: Der Protagonist hofft, dass er sich unnötig Sorgen macht. Dieses eine Ei, sein Sorgen-Ei, ist ihm besonders wichtig. Wobei…
 
dejavu
 
… vielleicht hat er ja auch sowieso nur noch das eine, vielleicht ist es die zweite OP?
 
Ein äußerst beängstigender, schmerzender, tragischer Text, der zum Nachdenken anregt und bei dem man beinahe mit seinem Protagonisten leidet.
 
Liebe Grüße
 
Sabine
(Kommentar korrigiert am 11.02.2017)

 drmdswrt meinte dazu am 11.02.2017: Was für eine fantastische Interpretation! :D
Danke, ich hätte den Text sonst niemals verstanden.
Absolut empfehlenswert. :-)
 Teichhüpfer antwortete darauf am 11.02.2017: moin sabine, deine Interpretation widerspricht, wie kann sich jemand komplett fühlen, wenn die Impotenz ansteht?
 Teichhüpfer schrieb daraufhin am 11.02.2017: und dann noch zu deiner Kastration. Das stellt sich als Problem für dich dar, ich meine wenn der arme Mann Hodenkrebs hat, muss das sein.
 Teichhüpfer äußerte darauf am 11.02.2017: Leider hast Du den Text nicht kapiert.
 Lluviagata ergänzte dazu am 11.02.2017: Ich denke, es ist abstrakte Lyrik. Wa?
 Isaban meinte dazu am 11.02.2017: Hallo Jens!
 
 
moin sabine, deine Interpretation widerspricht, wie kann sich jemand komplett fühlen, wenn die Impotenz ansteht?
 
Aber genau darum geht es doch, lieber Jens, oder etwa nicht?
 
und dann noch zu deiner Kastration. Das stellt sich als Problem für dich dar, ich meine wenn der arme Mann Hodenkrebs hat, muss das sein.
 
Meine Kastration?
Und klar, wenn es medizinischer Sicht notwendig, müssen eventuell Körperteile amputiert werden. Da würde wohl niemand widersprechen. Daher ja wohl auch die Angst des LI - oder wovon reden wir grade?
 
 
 
Leider hast Du den Text nicht kapiert.
 
Ich dachte eigentlich, jeder Leser dürfte eine eigene Interpretation finden - und meine habe ich ausführlichst am Text belegt. Schade, wenn sie nicht die Intention des Autoren trifft. Sowas kann unterschiedliche Gründe haben. Manchmal liegen sie beim Leser, manchmal beim Text.
 
Liebe Grüße
 
Sabine
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Nein ihr Beiden, du sprichst hier im Kontext von mir, und ich von meinem Cousin und mir.
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: moin Sabine, es ist interessant wie Du das Deja-vu allgemein betrachtest. Ich habe in meinem Alter nicht die Angst vor Impotenz. Daß ich mehr Intuitiv auf meinen Cousin komme, hat seine Ursachen im Zusammenhang.
 Isaban meinte dazu am 11.02.2017: Nein Jens, du irrst, ich kommentierte weder dich noch dein Alter, deine Angst vor Impotenz oder deinen Cousin, ich äußerte mich einzig bezüglich deines Textes.
 
 
 
LG Sabine
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Ja, aber ich habe diese Ängste nicht. Vollständigkeit und Unvollständigkeit sind natürlich, der Umkehrschluß ist doch Logik. Deine Ansicht ist mehr eine allgemeine These zum Werk, und die schätze ich, obwohl ich nicht damit zufrieden bin. Die Meinung kann sich zu persönlichen Angriffen darstellen. Da bin ich sehr empfindlich, weil im ersten Kommentar von mir in der Zeit von kv hattest Du einen orientalisches Himmelsbild beschrieben, das änderte sich zu verqualmten Zimmerwänden. Mein Kommentar wurde dadurch in das Lächerliche gezogen.

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Theseusel Kommentar von  Theseusel (11.02.2017)    diesen Kommentar melden
Ähm...ich schreib mal in einem eigenen Komm, dass ich schon vor Sabines Stellungnahme den Text gelesen habe. Den Rest schreibe ich bei Tom ab! Wirklich klasse!
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Ich meine, meine Morgensymphonie bedarf irgendwie künstlerisches Feingefühl :-)
 Teichhüpfer antwortete darauf am 11.02.2017: noch etwas, Du vergreifst dich gewaltig im Ton, oder solltest Änderungen in deinem Text anmelden.
 Lluviagata schrieb daraufhin am 11.02.2017: Wo vergreift sich Theseusel denn im Ton, Jens?
 Isaban äußerte darauf am 11.02.2017: Lieber Jens,
 
ich stimme dir unumwunden zu, deine Morgensymphonie bedarf des künsterlischen Feingefühls. Wobei ich dir allerdings nicht beipflichten kann ist dein Vorwurf in punkto Theseusels "Tonvergriff". Da gibt es keinen.
 
LG Sabine
 Teichhüpfer ergänzte dazu am 11.02.2017: Sabine, dann lese erst Mal, was du mir andichtest.
 Theseusel meinte dazu am 11.02.2017: Autorenprofil Teichhüpfer:
 
"Der Autor Jens W. Schulte entwirft impressionistische Bilder drogeninduzierter Psychosen und zeigt das Ineinanderfließen virtueller Welten mit der Realität."
(Antwort korrigiert am 11.02.2017)
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Es kann so sein, daß Unterbewußt schon der Ärger um Probleme dir deutlich wird, aber am Schluß geht das doch in eine Waagschale, oder?
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Ich meinte Sabine und nicht Theseusel, der Kommentar ist mir hier ausgerutscht.
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Im Deja-vu im ersten Vers ist man richtig so Tiefenpsychologisch.
Im zweiten Vers die Frage, ob mein Cousin von mir erzählt?
 
So Drogeninduziert ist mehr Zuspruch, FREI ist ein Antidrogen Roman...
 Isaban meinte dazu am 11.02.2017: Zitat: Es kann so sein, daß Unterbewußt schon der Ärger um Probleme dir deutlich wird, aber am Schluß geht das doch in eine Waagschale, oder?Zitatende
 
Versteh ich nicht, lieber Jens, erklär mal.
 
Zitat: Im Deja-vu im ersten Vers ist man richtig so Tiefenpsychologisch.
Im zweiten Vers die Frage, ob mein Cousin von mir erzählt?
Zitatende
 
Öhm - dein Cousin kommt also im Text vor? Verflixt, das muss mir irgendwie entgangen sein.
 
Liebe Grüße
 
Sabine
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: Du steht im zweiten Vers, und Deja-vu ist ein Erlebnis, das dir bekannt ist. Die Deutung dazu, man ist richtig.
 Isaban meinte dazu am 11.02.2017: Jens, das Deja-vu ist ausreichend besprochen, es ist ein Begriff aus dem Französischen und bedeutet - wie ich in meinem obigen Kommentar bereits erwähnte "schon einmal gesehen/schon einmal erlebt".
 
Aber da steht kein "du" im zweiten Vers. Im dritten Vers ist ein "Du" zu lesen, dieses "Du" bezieht sich allerdings eindeutig auf das im gleichen Vers erwähnte besondere Ei.
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: hi Sabine, den Titel und zwei Verse, damit der Sprung von mir zu Du klar ist.
 Isaban meinte dazu am 11.02.2017: Lassen wir mal die Rechenkünste. Und wo findet man in dem Eiervers deinen Cousin - ist er das besondere Ei?
 Teichhüpfer meinte dazu am 11.02.2017: So wie du das Werk in deinem Kommentar hast, 3. Zeile. Ich habe die dritte Zeile in den Anfang vom 2. Vers gesetzt.

 ...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?


  

Veröffentlicht am 11.02.2017, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.02.2017). Dieser Text wurde bereits 79 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 26.02.2017.
Empfohlen von:
 Theseusel.

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