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Veröffentlicht am 29.05.2004, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.06.2005). Dieser Text wurde bereits 3116 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.09.2010.
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Rämouns Alive

Text zum Thema Musik
von hier klicken JackPsychowitz.

RÄMOUNS ALIVE!

Howdi Leute! Am 24.01.2003 hatte ich das Vernügen Butsch Rämoun, seines Zeichens Sänger der Ramones-Cover-Band Rämouns, zu interviewen, was in vielerlei Hinsicht interessant war. Allem voran das Gespräch natürlich. Und Düsseldorf. Bei Nacht quasi. Unglaublich. Diese Stadt hat einfach alles. Insbesondere drei Straßenbahnen, die alle unter derselben Liniennummer in verschiedene Richtungen fahren, was dem Safari-Touri leicht zum Verhängnis wird. Oder ich hatte schlichtweg zuviel Bud intus, was durchaus sein kann. Nee, und ich krieg von dem Scheißbier noch nichmals Kohle für die Werbung hier. Sauerei.
Zurück vom Bud zu Butsch.
Der saß nämlich am Abend des erwähnten Tages mit uns in einer Düsseldorfer (ach nee) Kneipe und antwortete geduldig auf einen chaotisch zusammengewürfelten Fragenkatalog. Nix Planung eben. Quasi.
Erstmal zur Band: Die besteht aus Butsch Rämoun (Vocals, aka Joey Ramone); Lemmy Rämoun (Gitarre, aka Johnny Ramone); Micky Rämoun (Bass, aka Dee Dee oder CJ Ramone) und Fitty Rämoun (Drums, aka Marky Ramone) und wurde 1999 von Lemmy und Butsch gegründet, die schon Anfang der 90er die Idee gehabt haben. Natürlich wurde sofort mit dem Proben angefangen, nachdem man sich ohne Ende Ramones-Livevideos sozusagen mit der Lupe angeschaut hatte, jede Geste und die MImik, die Haltung, die Bewegungen, die Art zu spielen die Klamotten, das Logo.....alles haben sie ohne Ende studiert und tun es immer noch, denn ”irgendetwas kann man immer noch besser machen”.
Die 4 Rämouns sind zwischen 31 und 36 Jahren alt, Butsch ist der Jüngste (er sah aber erst wie Mitte Zwanzig aus). Auf meine Frage, ob sie den Ghouls bei einem ihrer gemeinsamen Gigs mal ins Bier gepisst hätten, wie es die Ramones mit dem Bier der Sex Pistols getan haben, antwortete Butsch,das sei eine gute Idee, aber noch nie passiert und wohl auch ne Sache des Alkoholpegels.
Butschs Lieblingslivesongs sind ”I wanna live”, ”I believe in miracles”, ”Commando” und bestimmt noch ein paar mehr.
Lemmy ist, laut Butsch, der Künstler der Band. ”Er weiß es nur noch nicht.”
Stellt euch mal vor Leute, ihr müsstest euch ne E-Gitarre bauen. Geht nicht ohne weiteres, oder? Kein Problem für Lemmy, der übrigens von Beruf Bademeister ist.
Er war auch derjenige, der das Logo der Rämouns malte, welches auf Konzerten immer über der Bühne hängt.
Die E-Gitarre hat er sich GEBAUT und nicht gekauft, weil er eine wollte, die haargenau wie die Mosrite Gitarre von Johnny Ramone aussieht. Und diese sind nun mal extrem selten und wie Butsch meinte, wohl auch nicht so ganz billig.
Eine weitere Sache, die mich brennend interessierte, war die Performance der Rämouns. Wollen sie auf der Bühne lediglich so gut wie es geht Ramones Lieder nachspielen und eben auch so aussehen, oder hat das ganze schauspielerische Qualitäten?
Schlüpft man in die Persönlichkeiten der vier Ramones? Darauf Butsch:” Die Fans wollen die Ramones sehen. Für 70 Minuten bin ich dann auch wirklich Joey.”
Als ich wissen wollte, wie er denn zur Punk-Szene steht, überlegt er kurz und meint dann, dass er natürlich auch ne Phase mit bunten Haaren, zerfetzten Klamotten und den ganzen Tag besoffen in der Ecke liegen gehabt hätte, diese aber beendet sei.
Die Ramones hatten eine strikte Arbeitsmoral und haben alles für ihre Fans gegeben. Auch die Rämouns machen sich die größte Mühe, um ihr erklärtes Ziel, nämlich die Erinnerung an die Ramones wachhalten und ihnen Respekt zollen zu erreichen.
Auch ihnen danken es die Fans...................
Das Berliner K17 (Liveclub) war in seiner Geschichte noch nie ausverkauft. Es wartete noch auf die Band, die dafür Anlass sein würde.
Und diese Band kam. Um genau zu sein am 18. Januar dieses Jahres.
”Neben den Rämouns hat keine andere Band ne Chance. Gegen diese Songs kommt eben niemand an.”
Der Berliner Gig sei auch eines ihrer besten gewesen. Absoluter Wahnsinn. Und welche Scheibe hat Butsch so dermaßen auf den Ramones-Geschmack gebracht?
Die heißt ”It’s alive” (übrigens absolut empfehlenswert, gehört laut Rolling Stone zu den wichtigsten Rocklivealben aller Zeiten. Selbiges Magazin wählte die Ramones auch zur zweiteinflussreichsten Band, nach den Beatles), welche er eines Tages von einem Kumpel bekam.
Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die Rämouns planen, in naher Zukunft die Ramonesplatten ”Subterrean Jungle” und ”Pleasant Dreams” zu covern, denn: ”Diese Platten sind von den Songs her gut, aber leider nicht optimal produziert.”
Auf das Ergebnis freue ich mich jetzt schon, danke Butsch für das Interview und hoffe, dass ihr euch alle demnächst auf nem Konzert der vier herumtreibt um mal einen richtig geilen Abend  zu verbringen. So long.

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/4755.text

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Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von Artur (28) (24.11.2004)    diesen Kommentar melden
Toller Text. Macht direkt Lust auf ein Konzert der Ramones, oder der Rämouns, die anscheinend gleich gut sind.

Nur müßte es im zweitletzten Abschnitt nicht Ramones anstelle Rämouns heißen?

Butsch (33) meinte dazu am 30.05.2005: Absolut richtig!
hier klicken JackPsychowitz antwortete darauf am 15.06.2005: Hey Butsch...danke für den Hinweis, ich habe es korrigiert! Finde es übrigens auch super, dass ihr auf eurer Webseite einen Link zu dem Interview eingebaut habt... :-)
Sedated (34) schrieb daraufhin am 19.07.2005: Wow! Ich war beim "historischen Gig" in Berlin dabei (und bei bisher 6 weiteren)! :-DrnR.Ä.M.O.U.N.S., Rämouns!
Butsch (34) äußerte darauf am 23.08.2005: Der Satz, ”Neben den Rämouns hat keine andere Band ne Chance" muss ebenfalls lauten: "”Neben den RAMONES hat keine andere Band ne Chance". Aber das kommt davon, wenn man den Namen "Ramones" phonetisch eindeutscht.

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