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Der verborgene ZwillingInhaltsverzeichnisBunnys größte Angst

Andromedas Ich

Erzählung zum Thema Innenwelt


von Mondsichel

„Das ist nicht Mamoru! Los weg hier!“ Rei packte Bunny am Arm und zog sie rennend hinter sich her. „Nein, warte doch, bitte.“ Doch die Dunkelhaarige hörte nicht auf sie. Plötzlich jedoch blieb die Marskriegerin stehen und blickte der nebligen Gestalt, die vor ihr erschienen war, direkt in die Augen. Bunny rempelte sie an weil sie nicht so schnell abbremsen konnte, aber Rei beschwerte sich nicht. Nein, ihre Augen waren nur auf Nebula fixiert, die sie ebenfalls sehr überrascht anblickte. „Wer bist Du und wie kommst du hier her? Du bist kein Angel, ich spüre es.“ Nebulas Augen verzogen sich zu Schlitzen. Rei antwortete nicht. „Hey Rei, alles in Ordnung?“ Bunny war etwas mulmig zumute. „Mir scheint die Verbindung zwischen Körper und Seele bricht langsam zusammen“ stellte Nebula fest. „Wie? Was heißt das?“ Die Prinzessin war verwirrt. „Nun ja, diesen Ort hier zu erreichen, mit einem Abbild seiner Seele, das ist schon eine große Kraftaufwendung, die nur sehr mächtige Geister vollbringen können. Deine Freundin scheint ein sehr starkes Medium zu sein.“ Nebula lächelte. „Nichts desto trotz, warum seid ihr davongelaufen? Du weißt doch das Du Dich Deinen Ängsten stellen musst um den Weg hier hinaus zu finden.“ Bunny wollte etwas sagen doch Rei erhob plötzlich die Stimme. „Es ist meine Aufgabe als Sailorsenshi die Prinzessin und die Erde vor drohender Gefahr zu schützen. Und dieses Wesen war eine Gefahr. Unter allen Umständen muss das Leben der Prinzessin geschützt werden.“ Ihr ernster Blick entspannte sich ein wenig. „Außerdem werde ich meine Freundin nicht so einfach in den Tod gehen lassen.“ Nebula las in Reis Gedanken. „Ich spüre tiefen Schmerz in Deiner Seele Sailorsenshi. Du willst Deine Lieben um alles in der Welt beschützen, auch wenn Du weißt das Du alleine eigentlich nicht die Kraft dazu hast. Nicht wahr?“ Rei nickte ein wenig. „Mach Dir keine Gedanken. Jede Seele die einen Kosmoskristall besitzt wird nicht sterben wenn ihr Körper vernichtet ist. Sie schlafen nur für eine Weile, um neue Energie zu tanken. Doch niemand kann sagen, wann der richtige Moment gekommen ist, dass sie ihr Licht wieder erstrahlen lassen. Aber ich kann Dir sagen, Du hast Dein Herz nicht verloren. Es schlägt noch immer unbändig und wird das was es liebt bald wiedersehen. Ob es nun Deine Freundin, oder Derjenige ist, dem Dein Herz gehört.“ Rei stockte der Atem...

„Also gut Freunde. Es wird Zeit diesen Schatten zu zeigen, wie wir hier auf der Erde um unser Leben kämpfen können!“ Neflite war kampfbereit. Doch hinter seinen Augen lächelte nur das Antlitz von Makoto, die er unbedingt beschützen wollte. „Sie werden es bereuen das sie hier her gekommen sind.“ Zoisite blickte mit hasserfülltem Gesicht auf die Reihen der Schatten, die sich vor dem Feuer fürchteten, das noch immer heiß und lodernd brannte. Er dachte nur an Merkur, die ihm regelrecht aus dem Händen gerissen worden war. „Wenn wir schon sterben, dann wenigstens im Kampf“ zischte Kunzite. In seinem Herzen war nur Venus, deren Lächeln ihn beflügelte. „Für diese Welt, für unseren Herrn, für die Liebe!“ schrieen sie lauthals und kreuzten ihre Talismane. Eine unglaubliche Kraft stieg aus den drei Schwertern auf und hüllte die drei Kämpfer in ein grelles Licht. „Macht der Kosmoskristalle, entfacht die Kräfte der Naturgewalten!“ Damit stürzten sich die Krieger auf die Schatten...

Cherubins Augen begannen grell zu leuchten, während seine Hände auf dem Gesicht von Andromeda lagen, die ihn noch immer flehend anschauten. Auch das Symbol auf seiner Stirn flackerte wie wild in einem grünlichen Feuer. Andromedas Augen begannen plötzlich ebenfalls in einem grellen grün aufzuleuchten, wenn auch ihr Blick weit in der Ferne verborgen schien. In ihren Gedanken hörte sie sich immer wieder wie in der Vergangenheit rufen: „Cherubin! Cherubin! Cherubin!“ Ihren Körper durchzuckten schmerzvolle Gefühle, als wäre Nereus Schwert auf ihr eigenes Seelenlicht niedergegangen. Der Mondkönig hatte seine Augen geschlossen und ließ noch immer eine unglaubliche Energie durch ihren Leib fahren. Um sie herum veränderte sich alles. Es war, als würden sie in eine Art Bannkreis gehüllt werden, so dass niemand sie entdecken konnte. Andromedas Körper begann nun in einem grellen Licht zu leuchten. Und als Cherubin seine Augen ruckartig öffnete, da schien es ihr, als würde ihr Körper in Millionen Stücke zerfetzt. Vor Schmerz schrie sie laut auf. Der König drang jedoch ohne Erbarmen in ihre innerste Welt ein. Er wurde zu einem grellen Licht und flog direkt in ihr Herz. Andromeda war nur noch wie eine leere Hülle, die seelenlos vor sich her starrte. Ihre Aura glühte noch immer und schien die Luft in flammende Infernos zu setzen. Doch niemand der Angel oder Krieger, die um sie verteilt waren, konnte diese Aura verspüren. Dafür hatte Cherubin gesorgt, indem er die Trennung zwischen Körper und Seele vorgenommen hatte. Er konnte es nicht riskieren, dass sie früher als nötig entdeckt wurden, auch wenn es sehr schmerzhaft für die Prinzessin geworden war. Der Mondkönig jedoch wusste, dass er nur diese eine Chance hatte...

Die Angel flogen direkt über Tokio, doch niemand wagte etwas zu sagen. Plötzlich spürten Blue und Angel einen tiefen Stich im Herzen. Gleichzeitig blieben beide in der Luft stehen. „Hast Du das auch gespürt?“ fragte Angel. Der Blue Moon Angel nickte. „Sie war es. Da stimmt irgendwas nicht.“ Die anderen Angel waren zurückgekommen. „Was ist denn los? Warum seid ihr zurückgeblieben?“ fragte Angelo. Doch die Beiden antworteten nicht, sie versuchten etwas zu spüren. Blue schaute in die Ferne, als könne er etwas nicht richtig erkennen. Automatisch wandelte sein Blick über die Stadt, wo in jeder Ecke finstere Schatten lauerten. Und auf einmal sah er in der Ferne das Feuer, welches noch immer hohe Flammen schlug. „Da! Da ist etwas!“ Er zeigte in die Richtung. Alle Blicke wendeten sich auf das Feuer. „Ich spüre dort eine fremdartige Macht. Und ich spüre... etwas seltsames... Für einen Moment dachte ich, das ich Andromedas Aura spüren konnte. Aber nun...“ Angel fügte hinzu: „Es ist, als würde ein Teil des Raumes fehlen in dieser Welt.“ Angelo vermutete: „Vielleicht hat jemand einen Bannkreis errichtet?“ Die Angel überlegten und versuchten auch etwas zu fühlen. „Mein Gott“ entfuhr es Red. Er hatte seine Augen weit aufgerissen. „Da hinten ist ja eine riesige Ansammlung von Energie. Aber es ist vormerklich dunkle Energie. Da muss eine ganze Horde Schatten anwesend sein.“ Er wurde von Star unterbrochen: „Nein! Es sind keine Schatten!“ alle blickten den Gold Moon Angel an. „Diese Energie ähnelt diesem Angel, dem wir vor kurzem begegnet sind.“ Sie hielten den Atem an. „Du meinst ein Angel of the Dark?“ Blacky schaute Star erschrocken an. „Nicht nur einer. Es müssen mindestens zehn von ihnen sein, wenn nicht noch mehr“ fiel Blue ihnen ins Wort. Die Gruppe war geschockt...

„Irgendwas stimmt hier nicht“ dachte Morlock bei sich. Und er wusste das auch die anderen es spürten. Doch er schwieg, nahm keinen Kontakt zu ihnen auf. Denn er wollte nicht wieder alle zusammenrufen. Damit könnten sie sich alle bemerkbar machen und das wollte er verhindern. Denn wenn Andromeda ihre Anwesenheit bemerken würde, dann käme sie ganz sicher nicht in die Nähe dieses Ortes. Aber genau das hatte er geplant. Dennoch befremdete ihn dieses seltsame Gefühl was ihn plötzlich beschlich. Also ob er es bereuen würde diesen Kampf zu schlagen. Doch er schüttelte den Gedanken ab. Nachdenklich schaute er hinüber zu den restlichen drei Shitenou, die sich mit großem Kampfgebrüll auf die Schatten stürzten, die sich nicht unweit von ihnen formiert hatten. Und irgendwie schien diese wilde Szenerie eine Erinnerung in ihm auszulösen. Es zog ihn immer tiefer und seine schwarzen Augen funkelten plötzlich auf. Er hörte Nefertos Stimme in seinen Gedanken rufen: „Los, Rückzug! Dieses Licht! Es ist zu mächtig für uns! Aaaaaargh...“ Vor seinen Augen glühte ein grelles Licht auf und er spürte heiße Flammen, die ihn innerlich verbrannten...

Es war alles hell erleuchtet, nachdenklich blickte Cherubin sich um. Ein weißer Raum hatte sich vor ihm eröffnet. Doch urplötzlich wandelte sich das Licht in tiefste Dunkelheit und es war, als würden tausend grauenvolle Gedanken auf ihn einstürzen. „Hör auf! Ich weiß das Du hier bist! Also zeig Dich! Andromeda!“ Cherubins Stimme sprach von Bestimmtheit. „Ich bin hier“ sagte eine Stimme hinter ihm. Er drehte sich um und blickte Andromeda in die Augen. Sie hatte weißes Haar und ihre weiße Kampfuniform an, mit einem langen Mantel, der sie umhüllte. Die Kristalle auf der Kleidung und in ihrem Haar leuchteten ihm wie Sterne entgegen. „Oder meinst Du mich?“ fragte eine weitere Stimme erneut direkt hinter ihm. Doch bevor er sich umdrehen konnte trat eine zweite Andromeda neben jene die schon vor ihm stand. Doch diese Andromeda war in ein langes schwarzes Kleid gehüllt und hatte wallendes rotes Haar. Auch ihre Kleidung und ihr Haar waren mit Kristallen verziert. Nachdenklich blickte Cherubin von der einen zur anderen und antwortete dann mit einem Lächeln auf den Lippen. „Ich meine Euch beide. Denn die eine kann ohne die andere Seite nicht leben. Oder?“ Die beiden Mädchen grinsten ihm entgegen. „Du weißt scheinbar viel über verborgene Zwillinge.“ Der Mondkönig nickte nur. „Du weißt das es hier für Dich gefährlich ist, nicht wahr?“ fragte die weiße Andromeda. „Ja das weiß ich. Aber ich weiß auch, dass dies die einzige Möglichkeit ist mit Euch zu reden.“ Die schwarze Andromeda sagte: „Ich könnte nur einmal mit der Wimper schlagen und Du wärst hier für immer gefangen.“ Der junge Mann seufzte: „Dieses Risiko muss ich wohl oder übel eingehen. „Was willst Du von uns?“ fragten sie nun gleichzeitig. Doch er antwortete nicht. Stattdessen begannen seine Augen und das Symbol auf seiner Stirn erneut in hellem Grün zu leuchten. „Was hast Du vor?“ die schwarze Andromeda war wütend. „Ich werde verhindern das Du jemals wieder erwachst, auch wenn es mir das Herz zerbricht.“ Die Düstere lachte. „Du bist so dumm! Dies hier ist unsere Welt. Du hast keine Chance gegen uns.“ Die beiden Andromedas berührten ihre Hände und blickten den Silberblonden an. „Du willst also wissen, wie Andromeda wirklich ist? Dann pass gut auf. Es könnte das letzte sein was Du in Deinem Leben siehst.“ Die beiden Mädchen lachten sich zu und verschmolzen miteinander...

„Aber jetzt, muss sie sich ihrer Angst stellen. Oder sie wird immer wieder davonlaufen und niemals den richtigen Pfad finden.“ Die Göttin wies auf die Gestalt, die inzwischen aufgeholt hatte. Langsam drehte sich Bunny um und blickte dem falschen Mamoru in die Augen. Sie musste schlucken als er wie ein Zombie auf sie zugewankt kam. „Bleib zurück“ zischte Rei und wollte sich vor sie stellen. Doch die Prinzessin trat direkt auf das Wesen zu, welches Mamorus Gestalt angenommen hatte. Es öffnete erneut seinen Mund und schleimige Fangarme traten hinaus. Rei wollte ihr zur Hilfe kommen, doch Nebula hielt sie zurück. „Nein! Sie muss es ganz alleine schaffen.“ Mit sorgenvollem Blick schaute Rei auf ihre Freundin, die fast zitternd vor der unheimlichen Gestalt stand. „Du bist nicht Mamoru“ hauchte ihre Stimme dem Wesen entgegen. Eine tiefe Stimme entgegnete ihr: „Du gehörst mir. Genauso wie er mir gehört.“ Die Fangarme schnellten auf sie zu. Bunny schrie laut auf, als die Arme sie umschlagen und in eine wabernde Masse hüllten. Rei wollte ihren Kosmoskristall anrufen, doch ihre Stimme wollte ihr nicht gehorchen. „Bunny!!!“ schrie sie. „Du kannst nichts machen Sailorsenshi. Sei muss es alleine schaffen! Es ist ihre Angst!“ sagte Nebula bestimmt. „Aber ich... ich kann doch da nicht so einfach zuschauen“ Rei war wütend über die Untätigkeit die ihr aufgezwungen war. „Du musst. Es bleibt Dir keine andere Wahl!“ Nebula war sich sicher, dass die Prinzessin es schaffen würde. Jene war noch immer von der Masse umhüllt, die wild zu wabern begann und schließlich regelrecht von ihr abgesprengt wurde. Rei trat ein wenig überrascht einen Schritt nach hinten. Bunny hatte eine grünlich leuchtende Aura. Das Angelzeichen auf ihrer Stirn und ihre Augen glühten ebenfalls in einem grellen Grün. In Nebulas Augen blitzte etwas auf und sie lächelte. „Du bist mein nicht Mamoru! Verschwinde! Sonst werde ich Dich vernichten.“ Im nächsten Moment erschrak sie über sich selbst. Doch der Schatten ihrer Angst löste sich vor ihren Augen auf, bevor sie überhaupt verstand was geschehen war. Das Glühen um ihren Körper erlosch langsam wieder...

Galaktika war nervös und sie hatte ein sehr schlechtes Gefühl. Nachdenklich streifte sie durch den Palast. Plötzlich blieb sie stehen und drehte sich ruckartig um. Irgendetwas war hier anwesend, etwas was nicht hier her gehörte. Ihre Augen begannen zu glühen und rief in den hell erleuchteten Flur: „Wer ist da? Komm raus! Ich weiß das hier jemand ist!“ Zischelnde Stimmen kamen auf sie zu. In ihren Augen blitzte Erkenntnis. „Ach sieh an! Spione von Erebos. Was für eine Überraschung.“ Sie begann zu grinsen und ihre Eckzähne entblößten sich. „Na wartet!“ donnerte ihre Stimme. Im selben Augenblick lösten sich die Schatten aus den Wänden und kamen auf sie zugeschnellt. Doch Galaktika hielt eine Hand an ihr Herz und die andere direkt vor sich. Dann rief sie: „Angelherz, entfache das Licht meiner Hoffnung!“ Augenblicklich kam ein greller Lichtstrahl aus ihren Händen und erfasste die Schatten, die sehr nahe waren. Mit gequälten Schreien gingen sie unter und nur Staub blieb zurück. „Wagt Erebos es schon unseren königlichen Palast zu infiltrieren! Das ist ja wohl die Höhe! Er kann es wohl nicht mehr erwarten uns zu vernichten.“ In ihren Augen war Wut abzulesen. Plötzlich funkelte es wieder in ihnen und sie rief: „Ich weiß das Du hier bist. Geh zurück zu Deinem Herrn und richte ihm aus das wir uns ihm nicht ergeben werden! Niemals!“ Als der letzte Schatten flüchtete, musste Galaktika erneut grinsen...

„Was passiert hier?“ Cherubin war überrascht. Ein starkes Licht ging von den beiden Mädchen aus. Als das Licht langsam erlosch, stand Andromeda so vor ihm, wie er sie kannte. In ihren Augen war eine gefährliche Mischung aus Kampfbereitschaft und einem Lächeln, von dem man nicht wusste, welcher Art es war. „Warum bist Du hier her gekommen?“ fragte sie. Cherubin entgegnete: „Ich dachte Du freust Dich wenigstens ein wenig mich zu sehen.“ Er blickte sie traurig an. „Aber scheinbar ist Deine düstere Hälfte wohl doch stärker als wir alle dachten. Das muss ich unterbinden, das weißt Du!“ Andromeda blickte ihren Mondvater an und fast war es, als hätte er ihr mit seinen Worten ein Schwert in die Brust gestochen. „Warum sagst Du so was Cherubin? Du weißt genau das ich für Dich meine Seele gegeben habe. Das ich mich für Dich freiwillig in die Zwischenwelt verbannen ließ.“ In ihren Augen waren Tränen zu sehen. Cherubin stutzte. „Dass ich hier auf diese Welt zurückgekommen bin, das ist das Schlimmste was passieren konnte. Das Portal hat sich wieder geöffnet und die Schatten des Gmollochs dringen erneut in diese Welt. Ich sehe wie ein Haus nach dem anderen zusammenfällt. Ich sehe Zerstörung und Tod. Was meinst Du wie es mir in meiner Brust brennt! Glaubst du wirklich ich genieße meine neue Freiheit? Glaubst Du wirklich ich finde es toll andere zu zerstören? Für was für ein Monster hältst Du mich eigentlich?“ donnerte ihre Stimme ihm entgegen. „Ich kann es nicht ändern das es so gekommen ist. Ich wünschte ich könnte es rückgängig machen, doch dafür ist es zu spät. Mein größter Wunsch ist es, dass all das endlich aufhört! Doch um diesen Wunsch zu erfüllen, bedarf es einer Energie, zu der niemand stark genug ist.“ Der junge Mann blickte sie fragend an. „Weder Du, noch Angel, noch meine Schwester könnten mir helfen meinen Wunsch zu realisieren. Niemand von Euch allen hat die Macht dazu. Nur mein Vater wäre mächtig genug.“ Cherubin erschrak. „Dein Vater? Du hast doch nicht etwa vor zu ihm zu gehen und diese Welt ihrem Schicksal zu überlassen?“ Andromeda lachte. „Du verstehst es nicht. Denn wenn Du es verstehen würdest, dann wärst Du nicht hier.“ Ihre Augen glühten ihm enttäuscht entgegen...

Ein Inferno ging auf die Schatten hernieder, die sich vor den restlichen drei Shitenou versammelt hatten. Auch die anderen Krieger die noch übrig waren gesellten sich dazu. Nur Saturn und Pluto waren bei Mamoru geblieben, der inzwischen das Bewusstsein verloren hatte. „Es sieht sehr schlecht aus!“ sagte die kleine Todeskriegerin. „Ich weiß. An den Toren der Zeiten geschehen Veränderungen. Ich befürchte der Zeitablauf wird neu geschrieben.“ Hotaru erschrak. „Aber wie geht das? Wir haben doch Chibiusa bei uns gehabt! Wenn die Zukunft anders wird, warum ist sie dann zu uns gelangt?“ Pluto schaute nachdenklich zum bewölkten Himmel hinauf. „Weißt Du, das was wir sahen, das ist nur eine der vielen Möglichkeiten, wie sich die Zukunft gestalten könnte. Jede Tat die wir heute begehen, jedes Ereignis, jede Katastrophe, all das nimmt Einfluss auf die Zukunft. Das was gestern war, ist heute schon Vergangenheit.“ Saturns Gesicht wurde bleich. „Du kannst es mit einem Gedanken vergleichen, der in Deinem Kopf rumspukt. Man kann sich dazu entschließen dem Gedanken nachzugehen und die Zukunft wird danach geschrieben. Man kann aber auch etwas völlig anderes tun und so die Zukunft schreiben.“ Hotaru blickte nachdenklich auf den Prinzen. „Dann muss ich wohl diese Zeit beenden und einen Neubeginn schreiben...“

Cherubin war nun doch etwas persönlich angegriffen. Seine Augen glühten ihr wieder entgegen. „Ich habe Dich wie ein Freund geliebt. Du warst mir wichtig und ich habe Dich in meine Familie aufgenommen! Trotz dessen das ich wusste das es Ärger geben würde, wenn man Dich als das siehst was Du bist.“ Sie unterbrach ihn. „Du weißt doch überhaupt nicht was ich bin! Ich mag wie Du ein Angel sein, doch bin ich genauso gut der Abgrund der alle anderen verschlingen kann. Mein Vater wäre glücklich wenn ich für ihn kämpfen würde!“ Cherubin wurde sehr wütend. Er schrie sie an: „Ich werde Deine Seele in Deinem Innersten versiegeln und werde auf ewig ihr Bewacher sein. Damit Du niemals wieder Schaden anrichten kannst! Auch wenn es mich zerbricht und ich diesen Gedanken kaum ertrage.“ Andromeda schaute ihn mit einem teuflischen Blick an. „Versuch es. Aber glaube nicht das es Dir gelingt! Und was meinen Vater betrifft, er hat mir mehr vererbt als Du glauben magst.“ Cherubin sah rot. „Aber trotz allem will ich keine ewige Dunkelheit. Dann doch lieber...“ murmelte sie. Cherubin sammelte all seine Kräfte im Herzen und brüllte, während er die Hände auf sie richtete: „Verbannt sei Deine Seele an diesem Ort! Für die Unendlichkeit gefesselt in Deinem Selbst. Bei den Kräften der achtzehn Monde, Angelherz flieg und lass ihre Seele nie mehr an die Oberfläche treten!“ Eine gewaltige Energiewolke flog auf Andromeda zu, die jedoch keine Anstalten machte sich zu wehren. Sie flüsterte zu sich: „Vielleicht ist der Schmerz jetzt endlich zuende.“ Mit einem liebevollen Lächeln empfing sie die Energie. Sie wurde vollkommen davon eingehüllt. Cherubin ließ schluchzend die Hände sinken und ging vor Verzweiflung auf seine Knie...

„Was habe ich getan? Ich... ich verstehe das nicht... Ich... ich wollte das nicht...“ Die Prinzessin blickte nachdenklich auf ihre Hände, die vor ihren Augen wieder voller Blut waren. „Blut, überall Blut...“ zitterte ihre Stimme. „Da ist überall Blut. Ich... Ich will das alles nicht mehr. Nein... ich...“ Als sie ein Geräusch hörte, blickte sie langsam wieder auf. Sie war umzingelt von den Schatten aller Feinde, die sie in ihren ewigen Kämpfen schon vernichtet hatte. Sie hielt den Atem vor Schreck an, als sie in die dämonischen Augen der Schatten blickte. Ein großes Stimmengewirr kam auf sie zu, es war als wollten sich all ihre Feinde im selben Augenblick auf sie stürzen. Um sie herum versank die Welt in Blut und hässlichem Gelächter. „Blut... überall Blut...“ flüsterte sie vor sich hin. Das Murmeln der Schatten schien aufzuhören. Doch Bunny war noch immer wie paralysiert. Ihre Augen begannen erneut grell aufzuglühen. „Ich habe Blut an den Händen... ich...“ Weiter kam sie nicht, denn sie wurde von einer anderen Stimme unterbrochen. „Du bist ein Feigling!“ Bunny schreckte auf und hob ihren Blick. Doch was sie dann sah, das ließ sie fast vor Angst erstarren. Denn sie schaute in ihr eigenes Gesicht, das sie mit einem abfälligen Lächeln ansah. „Aber wie...“ sie trat einen Schritt zurück. „Das ist unmöglich!“ hauchte sie ihrem Spiegelbild entgegen. „Hier ist alles möglich“ antwortete ihr Ebenbild, das genauso gekleidet war wie sie selbst. „Wer... wer bist Du?“ fragte die Prinzessin. „Ich bin Du.“ Bunny erschrak. „Aber... Nein... das geht doch nicht...“ Das Spiegelbild schüttelte lachend den Kopf. „Du kannst nicht Dein Leben lang vor Dir selbst davonlaufen, Prinzessin. Lerne endlich auch Deine dunkle Seite zu akzeptieren. Sonst wirst Du niemals die wahre Kraft Deines Innersten entfachen können!“ Bunny musste schlucken...

„Wie kannst du Dir da so sicher sein?“ fuhr Blacky ihn an. „Ich kann es spüren! Ich habe lange Zeit auf diesem Planeten verbracht und kenne seine Form und seine Aura sehr genau. Außerdem, falls Du Dich erinnerst, in unserem Team war ich damals im Krieg auf die Ortung von Feinden spezialisiert.“ Blue blickte den Dark Moon Angel ein wenig entnervt an. „Hört auf Euch zu streiten“ fuhr Angel dazwischen. „Wir haben andere Dinge zu tun, als uns sinnlos Dinge an den Kopf zu schmeißen! Es sind dort also Angels of the Dark, das ist ein Problem.“ Red mischte sich ein. „Warum? Wenn sie schon auf einem Haufen sind, dann sollten wir die Gelegenheit nutzen!“ Der junge Anführer runzelte die Stirn. „Red! Denk doch mal nach! Was hat diese Orion...“ Blue fuhr dazwischen: „Du meinst Andromeda.“ Angel verbesserte sich. „Ja genau, ich meinte Andromeda. Was hat sie vorhin noch zu diesem Nefertos gesagt?“ Er schloss die Augen und in den Gedanken der Angel wiederholten sich die Worte von Andromeda: „Wir sind jene, die ihr vor langer Zeit allein zurückgelassen habt. Wir sind jene, die niemals ihren wirklichen Namen an das Volk der Angel preisgeben dürfen. Wir sind die Inkarnation Eurer tiefsten Dunkelheit und die Verkünder des hellsten Lichtes. Wir... sind Eure Kinder!“ Die Angel blickten sich verstört an. „Was hat das zu bedeuten?“ Wind wusste es längst, sie spürte es. Doch sie hatte Angst diesen Gedanken auszusprechen. Doch Angel hatte den Mut. „Das heißt das wir gegen unsere Eltern kämpfen müssen.“ Seine Stimme klang verbittert. Angelo mischte sich ein: „Wir wussten von Anfang an das wir die Kinder jener waren die diese Welt erschaffen haben. Also warum seid ihr alle so überrascht das es die Angel of the Dark sind.“ Blue meinte daraufhin: „Ich denke, um die ganze Wahrheit zu erfahren, müssen wir wohl oder übel Andromeda fragen.“ Alle wussten das Blue die Wahrheit sprach...

„Was ist das?“ sprach Morlock stockend zu sich selbst. Er wollte fast vor Schmerz aufschreien. Auf seiner Stirn wurde es unendlich heiß, als würde man ihm ein flammendes Mal einbrennen. Seine Hände ballte er zu Fäusten, Blut tropfte zu Boden. Vor seinem geistigen Auge sah er, wie einer seiner Kampfkameraden nach dem anderen in Brand gesetzt wurde. Ihre Schreie gellten in seinen Gedanken. „Mein Gott, was geschieht hier?“ flüsterte er unterdrückend. Tränen traten aus seinen Augen. Sein Herz wurde von einem zerquetschenden Gefühl umklammert. Die Erinnerung kehrte langsam zurück, auch wenn er nicht verstand was er da sah. Er wusste nicht ob es die Zukunft bedeuten sollte, oder was es überhaupt war. An Erinnerungen dachte er nicht. Erebos hatte jegliche Erinnerung an die Reinigung der Angel of the Dark ausgelöscht. Denn er wollte gewissenlose Krieger haben. Morlock spürte nur eine aufkeimende Angst in seinem Inneren. Angst, die ihm bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen unbekannt gewesen war. Nun erfasst das grelle Licht auch seinen Körper und er hörte sich selbst schreien, auch wenn der Schrei nicht aus seinem Mund drang. Im nächsten Moment war alles wie vorher. Das feurige Inferno vor seinen Augen, die Krieger die verzweifelt gegen die Schatten kämpften, seine Leute, die rings um das Geschehen verteilt waren. Aber jetzt drängte sich noch etwas anderes in sein Empfinden. Sein Blick richtete sich auf die Innenstadt, wo er die Anwesenheit von jemandem spüren konnte, deren Aura ihm sehr bekannt vorkam. Doch es war nicht nur einer, es waren mehrere Leute. Er wusste, er kannte diese Energie, wenn auch nicht woher...

„Es nützt nichts“ sprach eine ihm wohlbekannte Stimme. Erschrocken blickte er mit tränenüberströmten Gesicht auf. Seine Augen weiteten sich vor Schreck. Andromeda stand noch immer unversehrt wie zuvor da. „Ich habe es Dir doch gesagt“ zitterte ihre Stimme ihm entgegen. Und fast war ihm, als hätte sie Tränen in den Augen. „Aber... das ist unmöglich! Wie geht das? Noch niemand hat sich dem Zauber eines Torwächters entziehen können!“ Andromeda setzte sich auf den Boden und umfasste ihre Beine. Nachdenklich blickte sie Cherubin an. „Du kannst mir nichts anhaben, weil Deine Kräfte zu schwach sind. Du weißt doch das niemand mich vernichten kann. Auch Deine Mächte als Torwächter sind nicht ausreichend.“ Es klang fast so als würde sie es bedauern. „Was hast Du nun vor?“ zitterte Cherubins Stimme ihr vorsichtig entgegen. Er wusste das sie ihn jetzt ganz leicht vernichten konnte. „Einen neuen Weg finden meinen größten Wunsch Wahrheit werden zu lassen. Aber vorher...“ Er schluckte, als sie ihn mit einem stechenden Blick ansah. „Vorher haben wir beide noch etwas zu besprechen. Du bist in meine Welt eingedrungen und hast mich angegriffen.“ Der junge Mann wusste augenblicklich das es schlecht um ihn bestellt war. Sie stand auf und ging zu ihm hinüber. Müde schloss er seine Augen und erwartete, dass sie ihn vernichten würde. Stattdessen kniete sie sich zu ihm hinunter. Überrascht blickte er sie an. „Gute Nacht“ flüsterte sie. Er war starr vor Schreck. Sanft küsste sie ihn auf die Stirn und er wurde von einer unglaublichen Energie ergriffen. Sein Körper glühte auf und wurde immer heller. Eine letzte Träne aus seinen Augen fiel zu Boden...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Kapitel 20 meiner Fanfiction "Orion". Kapitel 21 "Bunnys größte Angst" bereits in Arbeit, Veröffentlichung allerdings erst nach Ostern. :)


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (10.04.2006)
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Mondsichel meinte dazu am 17.04.2006:
Hehe, lieben dank Anne. Lies sie wenn Du Zeit hast, ich gedenke sie nicht hier zu löschen. Und es wird ja auch noch weiter gehen :)
Ich bin gespannt ob sie Dir gefällt ;)
Nächster Teil im Laufe der Woche ^^
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Kommentar von nehegeb (21) (10.04.2006)
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Mondsichel antwortete darauf am 17.04.2006:
Hehe, freut mich das es Dir gefallen hat ^^
Na mal schauen, ein paar Kapitel wird es wohl noch geben. Es wird auch noch ein wenig düsterer werden, wenn erst einmal der wirkliche Kampf beginnt :D
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes ORION.
Veröffentlicht am 10.04.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.04.2006). Dieser Text wurde bereits 2.150 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 05.12.2018.
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