Loderfunke...

Kurzprosa zum Thema Selbsthass/verletzung/mord

von  SimpleSteffi

Dieser Text gehört zum Projekt    "Auf Messers Schneide" - Selbsthass/-mord Lyrik
düster schimmernd streicht
ein Funke über ihr Gesicht
der Regenbogen ihrer Augen
überzogen in zartem Perlenglanz
unberührbar kühl spiegeln sich
Empfindsamkeit und Verzweiflung
ein Moment völliger Ruhe
mitten in die bedrückende Stille
brüllt sie mit aller Kraft
der lodernde Hass
lang schwelendes Feuer der Wut
entfacht durch überspringenden Lichterglanz
Auf Warnung folgt Angriff
einzige Waffe ihr Körper
einziger Gegner sie selbst
zum zerreißen gespannt
schreiend brüllend
schluchzend weinend
wimmernd stöhnend
still
tot


Anmerkung von SimpleSteffi:

ist zwar schon fast 5 Jahre her, dass ich es geschrieben habe, aber ich glaube es ist noch genauso aussagekräftig.

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Kommentare zu diesem Text

zackenbarsch† (74)
(06.06.06)
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 SimpleSteffi meinte dazu am 06.06.06:
Danke für den Kommentar, lieber Friedhelm. "bombige" Grüße, Steffi ;))

 franky (06.06.06)
liebe steffi
in der tat ein knall!
wo sich ein mensch aus haßgefühlen zerstört hat.
eine klare, aber emotionsgeladene darstellung!
es fügt sich natlos zu deinen anderen werken, die auch weitere gefühle beschreiben.
mir gefällt deine kompromißlose art zu schreiben.
liebe grüsse franky

 SimpleSteffi antwortete darauf am 06.06.06:
Danke, Franky! Übrigens: es ist längst nicht alles autobiographisch. vieles reine Beobachtung. liebe Grüße, Steffi
Blackrose (16)
(06.06.06)
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 SimpleSteffi schrieb daraufhin am 06.06.06:
Danke, liebe Jule. Mir fehlen leider die technischen Möglichkeiten, hier Hörtexte einzustellen. Würde mich ja interessieren, wie du es hörst. bei mir im Kopf ist es ja vielleicht ganz anders...liebe Grüße auch dir, Steffi
Blackrose (16) äußerte darauf am 06.06.06:
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 Blutmond_Sangaluno (07.06.06)
im Dunkeln stehen
Nicht wissend was kommt
Leise erahnend
wird es zur Gewissheit
kommt zum Höhepunkt
...
und endet im Tod[align]

Arglos fing es an und steigerte sich immer mehr.
gut. schön. fantastisch, faszinierend!

Ich mag es, dass man am Anfang so ahnungslos ist
und nach und nach gezeigt wird, was passiert und an der Spitze des höchsten Punktes, am Höhepunkt des Gedichts, wird man in den Abgrund gestoßen, mit dem Tod konfrontiert.


Sanga

 SimpleSteffi ergänzte dazu am 07.06.06:
Dankeschön, liebe Sanga, für deine Meinung und Analyse! Das habe ich beabsichtigt, zeigen, wie harmlos manches anfängt und welche Gefahren doch lauern. Liebe Grüße, Steffi
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