Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
HiKee (14.05.), Sonic (14.05.), Lemonhead (12.05.), Antigonae (11.05.), AchterZwerg (11.05.), Kuki (30.04.), schopenhaueriswatchingyou (30.04.), cannon_foder (30.04.), Drimys (30.04.), Philostratos (26.04.), Katastera (25.04.), BabySolanas (23.04.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 703 Autoren* und 106 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.820 Mitglieder und 426.672 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 20.05.2019:
Tanka
Ein Tanka ist eine reimlose, japanische Gedichtform bestehend aus 31 Silben. Während in Japan durchweg geschrieben wird,... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  -------- von Didi.Costaire (21.11.18)
Recht lang:  Vorlage und Kopie ( mit genaueren Worten ) von idioma (208 Worte)
Wenig kommentiert:  Echte Freundschaft von Mondsichel (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  kreuz von wegen von harzgebirgler (nur 73 Aufrufe)
alle Tankas
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:
Sieben Eichen
von Borek
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil KV eine offene Kultur hat." (Blaumohn)
2Inhaltsverzeichnis4

3

Parodie zum Thema Fiktion


von Dart

3.

  Vielleicht ist das schon wieder so ein Naturgesetz, dass technische Geräte immer dann nicht funktionieren, wenn man sie am meisten braucht. Auf jeden Fall ließ sie Han's Ortungscomputer im Stich. Er fand keine ihm bekannte Position innerhalb des Sektors des Universums, in dem sie sich gerade befanden. Dafür zeigte er jetzt ständig SIE SIND JETZT IN EINER WEIT, WEIT ENTFERNTEN GALAXIE … an. Allerdings konnte keiner auf der Century Butterfly etwas damit anfangen. Glücklicherweise konnte der Navigationscomputer eine große Gravitationsballung entdecken, auf die Han das Schiff nun geradewegs zusteuerte.
    „Was meinst du?“, richtete Rod seine Frage an Han.
    „Sieht staubig aus.“
    „Und heiß.“
    „Und total versandet.“
    „Und trocken.“
  Gegenstand der Unterhaltung war ein riesiger Wüstenplanet, der sich als die Gravitationsballung entpuppte. Die Sensoren ermittelten eine ziemlich gute Atmosphäre – zumindest für Menschen. Der Xylat würde dort unten ziemlich schnell austrocknen und eingehen.
  Plötzlich meldete sich das kleine Fellvieh, in dem es wie verrückt anfing, auf und ab zuhüpfen. Han eilte zu ihm und schaute verblüfft auf einen Computermonitor an der Wand.
    „Da unten sind Bauten von zivilisierten Lebewesen!“
    „Echt jetzt? Auf dem Staubkrümel da unten?“
    „Der Krümel ist so groß wie der Jupiter in eurem Sonnensystem!“
    „…Aber … im Vergleich zur Größe … des Universums … Ach, vergiss es einfach.“
    „Toll. Aber weißt du, was mir Sorgen macht?"
    „Dass kleine Fleischfasern nach dem Essen immer zwischen den Zähnen stecken bleiben? Dass Batterien immer dann leer sind, wenn man seinen MP5-Player benutzen will? Dass ich einfach anfange, unkontrolliert mir selbst irgendwelche komischen Fragen stelle? Dass es dafür ein Naturgesetz geben könnte, was aber bisher kein Wissenschaftler herausfinden konnte? (Das habe ich nicht gesagt. Das war Rod.) Oder meinst du dieses riesige, kubische, stählerne Objekt, das noch größer ist als dieser Wüstenstaubfusel da unten ist und auf das wir langsam zufliegen?“
  Dabei deute Rod auf ein riesiges, kubisches, stählernes Objekt, das langsam hinter dem Wüstenplaneten schwebte.
  Egal, wer noch in diesem Cockpit gewesen wäre, er dürfte höchstwahrscheinlich genauso sprachlos sein, wie Han in diesem Augenblick. Das Pelzvieh auf seiner Schulter fiel herunter und knallte auf den Boden, wo es laut wimmernd liegen blieb. Nach einigen Minuten des Stillschweigens hatte Han langsam seine Fassung wiedergewonnen, schaute auf seinen Jammerflokati und fing an, auf Rod's verbale Attacke satzbaulich korrekt – ist satzbaulich überhaupt ein echtes Wort? Grammatikalisch war das Wort, das ich gesucht habe, genau! Han fing also auf jeden Fall an, grammatikalisch korrekt … Wenn ich so recht darüber nachdenke, hört sich satzbaulich aber viel schöner an. Hm. Auf jeden Fall antwortete der Xylat:
    „Hää?“
  Man muss dazu sagen, dass die xylatische Rasse ziemlich einfach aus dem Konzept zu bringen ist. Und zwar, wenn man ihnen zu viele Informationen auf einmal gibt. Dieses Experiment kann man auch zu Hause mal machen, mit einem eigenen Xylaten. Die gibt's mittlerweile in jedem Zoogeschäft (Wer nicht so viel Geld hat, kann sich auch einen asiatischen Kampffisch kaufen, das läuft aufs Selbe hinaus.).
    „Wovon zur Hölle hast du gerade geredet? Ich habe kein Wort verstanden," brummte Han:
    „Tatsache ist jedoch, dass es mir ziemliche Sorgen bereitet, dass wir auf dieses riesige, kubische, stählerne Objekt, das noch größer ist als dieser Wüstenstaubfusel da unten ist, zufliegen."
    „Wieso fliegen wir eigentlich darauf zu? Wir müssten doch eigentlich bloß das Steuer um 180° drehen oder haben wir ein Problem mit der Steuerung? Ist sie durchgebrannt, als der Hyperraumantrieb verrückt gespielt hat? Oh mein Gott, dann würden wir ja direkt in dieses riesige, kubische stählerne Objekt, das noch größer ist als dieser Wüstenstaubfusel da unten … ähh, was habe ich gesagt … hm. Ich habe mich irgendwie total verquatscht. Ahh, jetzt weiß ich es wieder: Wir würden dann ja direkt in diesen Riesenwürfel reinrasen und explodieren! Sag doch Han, sind wir verloren?"
  Natürlich waren sie nicht verloren. Han müsste theoretisch bloß ein paar Knöpfchen drücken, ein paar Hebel ziehen und schon wären sie wieder irgendwohin unterwegs. Leider hatte Rod den Fehler gemacht, den Xylaten schon wieder mit zu vielen Informationen zu füttern. So war Han überhaupt nicht in der Lage, irgendetwas zu drücken oder zu ziehen, da sich sein Gehirn in ein Stück undefinierbare Masse zurückentwickelt hatte. Dies zeigte Han auch, indem er doch eher unkonventionellere Laute von sich gab, bevor er in Ohnmacht fiel:
    „Blabb?“
  Mit einem lauten Scheppern klatschte er auf das Deck auf, direkt neben seinem Schoßtierchen und fing nach einer kurzen Pause an, vor sich hinzuschnarchen. Merkwürdige Rasse, dachte Rod:
    „Ähh … Han? Han? Ich weiß nicht, wie man dieses wahrscheinlich sehr, sehr große Schiff steuert. Ich könnte unter Umständen deine Hilfe gebrauchen. Han?“
  Da Han keinerlei Anzeichen dafür machte, mit Rod zu kommunizieren, setzte der sich einfach auf den mittleren der drei Sitze im Cockpit. Wahrscheinlich war es der Pilotensessel. Falls es einen Pilotensessel gab. Denn eigentlich müsste man zu diesem Sessel eher … na ja, man müsste ihn eigentlich als Kiste bezeichnen, die zu einem Sitzgegenstand ummodeliert worden war. Entweder war die Century Butterfly ein ziemlich billiges sehr, sehr großes Raumschiff oder ein sehr, sehr großes Raumschiff, das extrem alt war. Oder der eigentliche Pilotensessel war schon vor einer ganzen Weile kaputtgegangen und Han war einfach zu geizig, einen Neuen zu kaufen.
  Nach dem Rod sich ein wenig auf den Monitoren umgesehen hatte, stellte er fest, dass es sehr viele Monitore gab. Und sehr viele Displays. Und sehr viele Hebel. Und sehr viele Schalter. Und noch mehr kleine Lämpchen, die alle lustig vor sich hinblinkten. Rod entschied sich dafür, auch noch die anderen Sitze zu überprüfen, allerdings wurde es an Lichtern, Hebeln und Monitoren nicht weniger, geschweige denn verständlicher. Je mehr Rod vor den Anzeigen stand, umso größer wurde auch das riesige, kubische, stählerne und so weiter, sie wissen schon, was ich meine. Auf jeden Fall wurde es immer größer und füllte mittlerweile die gesamte Cockpitscheibe aus. Es war echt das Größte, was Rod je erlebt hatte. Abgesehen vielleicht von seiner Panik. Die sorgte dafür, dass Rod schon wie der Xylat vor ihm, anfing, unkontrolliert im Raum herumzurennen.
  Allerdings wurde er nicht durch eine Wand abgebremst, wie es bei Han der Fall gewesen war. Es war die Cockpitscheibe.

  Als er erwachte, fand er sich in einem engen, mit schwarzem Metall ausgekleideten Raum wieder. Sein Kopf hämmerte ziemlich. Schon wieder war er in irgendeinem Raum aufgewacht, ohne jegliche Ahnung, wie er überhaupt hineingekommen war. Von irgendwoher kam ein tiefes Dröhnen, vielleicht von einer Maschine. War er immer noch an Bord der Century Butterfly? Rod blickte sich um. Die Kabine war ziemlich klein und roch irgendwie nach Gülle. Ein paar Neonröhren an der Decke erhellten den Raum in hellem Blau. Rod saß auf einer Pritsche, die an einer der vier Wände angeschraubt schien. Gegenüber war eine trapezförmige Stahltür, allerdings konnte Rodney keinerlei Öffnungsmechanismus entdecken. Ein Bewegungsmelder vielleicht? Er erhob sich und wankte zur Tür. Nichts tat sich. Entweder war die Tür defekt oder Rodney war Gefangener. Letzteres war wohl wahrscheinlicher. Die Frage war jedoch, wo er dann eigentlich gefangen war. Ihm fiel der planetengroße Stahlkubus wieder ein. War er dort? Aber wer hatte ihn dann gefangen? Menschen? Außerirdische? Maschinen?
  Rod's Gedankengang wurde plötzlich von einem Zischen der Tür unterbrochen und er blickte auf. Durch die Tür schritt ein hagerer Mann mit grauen Haaren, der eine weiße Weste mit gelben Leuchtstreifen trug. Er trug außerdem eine dunkelblaue Pudelmütze auf seinen ziemlich entzündet aussehenden Ohren. Rod stand auf, keine Ahnung, wie er sich verhalten sollte. Hinter dem Fremden standen zwei gefährlich aussehende, ein Meter große bärtige Menschen, die rote Zipfelmützen mit den Ziffern drei und vier trugen. Sie hatten jeweils einen lila Gummiknüppel in der Hand, offensichtlich bereit, jederzeit zuzuschlagen, wenn sich irgendetwas bewegte. Der hagere Fremde taxierte Rod noch ein wenig und richtete dann endlich das Wort an ihn:
    „Wer sind sie und was haben sie hier im Sperrgebiet zu suchen, sie und ihre komischen Haustiere?“
    „Mein Name ist Rodney McCoy, manche nennen mich aber auch die Brille.“
    „…“
    „Und ich habe keine Ahnung, wie ich hierher gekommen bin.“
    „…“
    „Und wo bin ich gerade? Also, wenn die Frage gestattet ist?"
Der Hagere legte seine rechte Hand an sein Ohr:
    „… HÄÄ?“
    „Ich sagte, dass mein Name Rodney McCoy ist und ich keine Ahnung habe, wie ich hierher gekommen bin!“
    „HÄÄ? Was haben sie gesagt? Sie müssten etwas lauter sprechen, ich bin wegen einer Entzündung auf beiden Ohren taub! Aber ich stelle mich erst mal kurz vor. Mein Name ist Later. Zi Ju Later. Ich bin Stellvertreter des Kommandanten der Einrichtung PX-035-798-AB025, Abteilung 3. Und wer sind sie?“
    „MEIN NAME IST RODNEY McCOY UND ICH HABE KEINE AHNUNG, WIE ICH HIERHERGEKOMMEN BIN!!!“
    „HÄÄ? Könnten sie das noch mal etwas lauter sagen?“
    „MEEEIIIN NAAAMEEE IIIST ROOODNEEEYY McCOOOYY UUUND IIICH HAAABEEE KEEEIINEEE AAAHNUUUNG, WIIIEE IIICH HIIIEERHEEERGEEE- KOOOMMEEEN BIIIN!!!“
    „Ah, jetzt habe ich sie verstanden!“
    „Wurde auch Zeit!“
  Later wandte sich an den Zwerg mit der Nummer vier und brabbelte irgendetwas in seine Richtung. Als Later seinen Redeschwall beendete, nickte der Zwerg kurz und betrat mit seinem Kollegen den Raum.
    „Die beiden werden sie jetzt zum Kommandanten eskortieren, der sie zum Abteilungskommandanten bringen wird. Der wird veranlassen, dass sie Admiral Blues vorgestellt werden. Der unterschreibt dann die nötigen Formulare, damit sie beim Großkommandanten vorsprechen können. Und wenn sie dem gefallen, dürfen sie den Leiter dieser Raumstation sprechen. Der entscheidet dann, ob wir sie und ihren Tierpark am Leben lassen oder nicht."
    „Oh. Wie lange wird das dauern?“
    „Hää?“
    „WIIIE LAANGEE WIIRD DAAS DAAUEERN???“
    „Bei ihnen müsste es schnell gehen – also ungefähr vier Wochen. Offiziere haben schließlich nicht immer Zeit! Aber das wissen sie ja - von dem trepp'schen Naturgesetz."
    „Wahnsinnig toll."
    „Ach ja, versuchen sie erst recht keine Mätzchen. Sie werden von zwei Soldaten unserer absoluten Elitetruppe bewacht, den sieben Zwergen!“
  Die Zwerge fingen an, mit ihren Knüppeln herumzufuchteln und Rod in ziemlich unangenehme Stellen zu schlagen. Allerdings schafften sie das gerade mal in Kniehöhe und auch nicht mit sehr viel Kraft. Trotzdem folgte Rod ihnen, immer noch völlig verwirrt. Wie es wohl Han und dem Zotteltier ging?

2Inhaltsverzeichnis4
Dart
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes War Stars - Rein zufällig im Weltraum.
Veröffentlicht am 30.06.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 30.06.2006). Textlänge: 1.647 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.317 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.05.2019.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Science-Fiction
Mehr über Dart
Mehr von Dart
Mail an Dart
Blättern:
voriger Text
nächster Text
Weitere 10 neue Parodien von Dart:
War Stars - Rein zufällig im Weltraum 7 Der Schlüssel zum Sieg liegt in dem Entwerfen von Plänen oder How I stopped worrying and love the game 15 1 12 11 13 5 Ein etwas anderer Horrorfilmanfang
Mehr zum Thema "Fiktion" von Dart:
16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 1 2 4
Was schreiben andere zum Thema "Fiktion"?
Sommer Sonnen Regenbogen (Teichhüpfer) Der Kohl macht auch nicht fett (Teichhüpfer) Das mit uns (Teichhüpfer) Tornado (Teichhüpfer) Pinne - Mädchen (Teichhüpfer) two takt (Teichhüpfer) Wegesrand (Teichhüpfer) Alle (Teichhüpfer) Die Seele der Musik (Teichhüpfer) Im Schaumbad der Gefühle (Teichhüpfer) und 82 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2019 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2019 keinVerlag.de