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Dr. Schmidt

Erzählung zum Thema Liebe, lieben


von Mondsichel

Eine ganze Weile standen wir wortlos auf dem Deck und blickten zu den Sternen hinauf, die nach und nach den Himmel säumten. Irgendwann setzten wir Anker und es wurde ein kleines Boot zu Wasser gelassen, mit dem wir landwärts setzten.
Es war Dunkelheit um mich herum, die Nacht war hereingebrochen als wir an Land gingen. Ich musste mich erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen. Wir liefen eine ganze Weile, einen Abhang hinauf und wieder hinunter in ein tiefes Tal. Schließlich kamen wir an eine Bergkette, die Ziel unserer Wanderung zu sein schien. Denn dort wurden wir schon von einem Fackelträger begrüßt, der uns zum Eingang einer Höhle führte.
Sie hatten sich dort sehr gut eingerichtet. Es war als würde man in ein Haus treten und doch war es eine unterirdische Höhle, die es schon seit vielen Jahrhunderten zu geben schien. Die Handwerker und Schmiede hatten ganze Arbeit hier unten geleistet und es war reges Treiben. Die Mannschaft wurde lautstark begrüßt.
Neben den 40 Mann auf dem Schiff waren nochmals 30 hier in der Höhle verblieben, die sich um die Wirtschaft kümmerten. An diesem Abend war einfach alles so aufregend gewesen, dass mich die Müdigkeit beim Abendbrot übermannte. Jo trug mich in seine Kammer, die ganz am Ende eines langen Ganges lag.
Es war ein kleiner aber angenehmer Raum. Er hatte ein riesiges Bett und was ich später erst sah, eine Art Fenster, durch welches am Morgen das Tageslicht schien. Behutsam legte er mich auf die Kissen und blies schließlich das Kerzenlicht aus. Sein warmer Körper kuschelte sich an den Meinen und ich fiel alsbald in tiefe Träume...

Am Morgen stellte mir Jo seine Mannschaft und die Wirtschafter einzeln vor. Der Koch, den sie alle nur Dr. Schmidt nannten, war schon an die 49 Jahre alt und recht besonnen. Er war nicht nur Koch sondern auch der Arzt vor Ort. Er hatte es, bevor er zur See ging, bis zum Chirurgen gebracht. Doch seine offene und ehrliche Ader brachte ihm nur Ärger ein und schließlich verlor er seine Arbeit. So fuhr er zur See, wo er Jo kennen lernte.
Mit Dr. Schmidt freundete ich mich als allererstes an. Ich half ihm von da ab auch in der Küche und der Wirtschaft, damit die Männer nicht hungrig bleiben mussten.

Die Mannschaft an sich bestand aus Männern zwischen 25 und 35 Jahren. Der Koch war hier der Älteste, ich mit meinen 25 eine der Jüngsten. Am Abend spielte ich oft mit einigen Männern Poker oder würfelte mit ihnen um die Wette. Ich integrierte mich sehr schnell in die Bande und hatte alsbald sogar so etwas wie einen Sonderstatus. Die wilde Luzie war wieder aus ihrem Schlaf erwacht. Jo war glücklich das die Männer mich akzeptierten und mich als Eine von ihnen ansahen. Das war ihm sehr wichtig, denn er konnte in der Mannschaft keine Querschläger gebrauchen. Das könnte ihm und seinen Leuten sehr schnell das Leben kosten...

Die Liebe zu Jo wuchs von Tag zu Tag. Es war ein leidenschaftliches Verlangen dem wir uns hingaben. Seine Küsse, seine nackte Haut, wie er mich streichelte und liebkoste, das machte mich halb verrückt und ich wollte immer mehr.
Ihn in meiner Seele zu spüren, mit ihm die höchsten Hügel der Lust zu besteigen und mich fallen zu lassen in den Wogen ungezügelten Triebe. Die verbotene Frucht schmeckte so süß und ich genoss jeden Augenblick, jede Verführung, jede völlige Aufgabe in seinem Selbst. Jedes Feuer, das uns wie Stahl miteinander verschmelzen ließ, in den Zuckungen der Sinnlichkeit und des unendlichen Verlangens. Die Erfüllung meiner tiefsten Sehnsüchte und meiner schmutzigsten Träume, die einst noch die Röte in meine Wangen schießen ließen. Doch nun spürte ich das ich frei war und das ich tun und lassen konnte was ich wollte. So lebte ich all meine Triebe, all meine Leidenschaft und küsste den Mond und die Sterne, so hoch wie ich mit den Flügeln der Lust flog...
Manche Nacht war ich jedoch allein, wenn Jo mit seinen Männern mal wieder auf Beutezug waren. Jedes Mal wenn sie wiederkamen brachte er mir ein neues Schmuckstück mit, ein neues Kleid, Kisten voller Nahrung und Wasser für die Mannschaft. Die einsamen Nächte verbrachte ich oft im plaudernd mit Dr. Schmidt, der mir von seinen Erlebnissen als Chirurg und als Seemann erzählte.
Als er Jo kennen lernte war er schon 44 Jahre alt und die Arbeit auf dem Schiff war ihm kein Leichtes mehr. So kam er gerne als Koch und Arzt mit in Jo's Bande...

Ich erzählte ihm wie ich Jo kennen lernte, wobei er immer wieder lächeln musste und an seine große Liebe dachte. Irgendwann hatte er mir einmal die tragische Geschichte erzählt: Ein junges Mädchen aus seiner Nachbarschaft, hatte sich in den jungen Doktor verliebt. Aber ihre Familie wollte sie zwingen einen Adligen zu heiraten, damit sie Titel und Wohlstand in die Familie bringen würde. Am Tag der geplanten Hochzeit, lief sie von zuhause weg und stürzte sich von den Klippen ins Meer...
Dr. Schmidt meinte immer, dass er sie singen hören könnte, wenn die Wellen an das Ufer schlagen. Sein Blick war traurig und ich spürte, dass er es niemals verwunden hatte. Fast fühlte ich mich schuldig das die Liebe zwischen mir und Jo so glücklich war. Aber dann meinte er immer zu mir: "Du bist jung Mädchen und der Kapitän ist ein guter Mann, der Beste den Du bekommen kannst! Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute auf dieser Welt. Die Liebe ist ein kostbares Gut, das man nicht verschwenden sollte. Lebt die Liebe, genießt die Zeit die ihr habt. Wer weiß wie lange das Glück uns noch hold ist." Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, wie schnell Glück vergehen und wie schmerzhaft das Ende sein kann.
Dr. Schmidt wusste es vielleicht nicht, aber mit seinen Worten war er dem Schicksal näher als er es glauben mochte. Er war mir wie ein Vater, so wie er es auch den Männern war. Der erfahrene Mann, der seine beschützenden Hände über uns hielt...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Kapitel 12, "Die Falle", gleich im Anschluss... :)


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (16.07.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 16.07.2006:
Na ick hetz Dir doch janich *tz*
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Der HandelInhaltsverzeichnisDie Falle
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Meer der Sehnsucht.
Veröffentlicht am 10.07.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 13.07.2006). Textlänge: 998 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.955 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.05.2019.
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