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Besuch im GefängnisInhaltsverzeichnisDas Todesurteil

Mord aus Liebe

Erzählung zum Thema Tragik


von Mondsichel

Der Gefängniswärter rief mir zu: "Morgen und übermorgen ist Deine Verhandlung! Bereite Dich gut darauf vor." In meinem Kopf liefen die Gedanken kreuz und quer. Morgen war es also endlich soweit, die Erlösung war nahe...
Der Morgen kam und ich wurde in den Gerichtssaal geführt. Viele stumme Augen blickten auf mich und jeder schien sich zu fragen warum ich diesen Mann erschossen hatte, der mich doch retten wollte. Fast war es, als würde ich ihnen leid tun.
Zunächst wurde ich zu dem Mord befragt und ich sagte: "Ich habe aus Liebe gehandelt." Der Richter blickte mich recht ungläubig an.
"Aus Liebe sagen sie?“
„Ja ich habe den Mann aus Liebe zu Jo erschossen. Er hat das Leben meines Geliebten bedroht. So erschien mir dies die einzige Lösung zu sein, um ihn zu retten. Was hätten sie getan in meiner Situation?" Ein Raunen ging durch den Saal.
Ohne auf meine Frage einzugehen, fragte der Richter: "Jo? Ist das nicht der Hauptmann dieser Piratenbande?" Ich nickte und bejahte. Wieder raunte der Saal.
"Den werden wir ja morgen auch noch hören." In diesem Moment war ich doch recht erleichtert. Er lebte also noch, er war noch nicht gehängt worden. Da ging es mir gleich schon etwas besser, auch wenn ich wusste, das ich kaum die Chance hatte noch einmal in seinen Armen zu liegen, oder gar ihn zu küssen...

Die Befragung ging weiter, doch man beschränkte sich auf das Nötigste. Mir schien, als wolle man meinen Standpunkt gar nicht wissen, das Urteil lag eh schon unterschrieben und versiegelt in der Beratungskammer.
Dann wurde die Befragung der Zeugen angeordnet. Es wurden Menschen befragt aus meiner Vergangenheit, die mit mir in der Gastwirtschaft etwas zu tun hatten, oder mit meiner Familie. Meine Mutter und meine Schwestern saßen weinend im Saal, während das Gericht über Unwichtigkeiten aus meiner Vergangenheit tagte.
Dann wurden einige Zeugen von dem Schiff aufgerufen, von dem ich damals mit Jo in ein neues Leben geflüchtet bin. Auch Samuel machte seine Aussage und stellte dabei seinen Bruder und die Männer als mordgeifernde Bestien da, die nichts gescheiteres im Sinne hatten als eine unschuldige Frau zu entführen und sich an ihr zu vergreifen.
Als der Richter mich jedoch zitierte, dass ich "aus Liebe gehandelt hätte" und schließlich bemerkte, ob er sich "nicht vorstellen könne, dass ich freiwillig mit den Männern mitgegangen bin. Eben aus Liebe zu dem Hauptmann Jo", da verlor er die Fassung...
Er begann seinen Bruder mit noch wüsteren Beschimpfungen als Frauenschänder und Bastard zu bezeichnen. Dass es ihm eine Freude wäre ihm am Galgen baumeln zu sehen und das ich mich, als seine kleine billige Schlampe, noch gleich dazu gesellen könnte.
Der alte Brockheim war ebenfalls im Saal. Nach dem Auftritt von Samuel legte eine Hand auf die Stirn und schüttelte verzweifelt den Kopf. Dass dies alles mal so enden würde, das hätte er sich niemals erträumt.
Und er verfluchte sich selbst, dass er nie akzeptieren konnte, dass Jo nicht zum Geschäftsmann geboren war und diesen Beruf auch nicht ausüben wollte. Er machte sich den Vorwurf Schuld an dieser ganzen Misere zu sein...

Samuel wurde mit Gewalt aus dem Gerichtssaal entfernt, da er sich nicht mehr beruhigen konnte. Ein Arzt musste ihn mit Medikamenten schließlich ruhig stellen. Nach einigen weiteren Zeugenaussagen, wurde die Verhandlung dann auf den nächsten Tag verlegt. Ich kam wieder in meine Zelle, wo ich versuchte zu schlafen.
Am nächsten Morgen brachten sie Jo in den Gerichtssaal. Der Arm der angeschossen war, den hatten sie ihm amputiert, denn der Wundbrand war schon zu stark gewesen. Jo war noch immer sehr schwach und konnte daher auch nur spärlich Auskunft geben. Aber er antwortete mit seinem Herzen.
Jeder im Saal merkte, dass es zwischen uns eine tiefe Liebe gab. Dies verstärkte sich, als Jo erzählte wie unsere Liebe begann. Einige Leute schienen in der Geschichte geradezu versinken und sich vorzustellen, wie es wäre in einen Piraten verliebt zu sein. Eine romantische Vorstellung. Auch ich war wie verzaubert. Ich blickte ihn einfach nur an und es tat mir weh das er so leiden musste. Jo beteuerte ebenfalls, dass ich niemals an den Raubzügen beteiligt war und das er alleine die Verantwortung dafür übernehmen will. Doch das Gericht hatte dies bezüglich wenig Interesse...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Morgen gibt es das nächste Kapitel: "Das Todesurteil"


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (16.07.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 16.07.2006:
Ja warum denn nit @Piratenbraut ^^
Jeder kann das sein was er will, in seinen Träumen
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Besuch im GefängnisInhaltsverzeichnisDas Todesurteil
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Meer der Sehnsucht.
Veröffentlicht am 12.07.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.07.2006). Textlänge: 705 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.018 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2020.
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