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Alltagsgedicht zum Thema Lebenszeiten


von apocalyptica


Der Zug wird bald schon den Bahnhof erreichen
es geht nur hinein, doch nie wieder hinaus
Ein höherer Bahnwärter stellt dort die Weichen
und leitet die Züge nicht nur geradeaus

So viele Gebirge hat die Dampflok erklommen
so manche Höchstleistung schnaufend vollbracht
Die Schienen sieht sie nun nur noch verschwommen
die Kälte der Zeit hat sie blicklos gemacht

Sie hat in den Auen den Tau gern genossen
und sah, wie man dort Vertrauen gepflanzt
doch immer, wenn salzige Regen flossen
hat sie sich in Sehnsuchtshöhlen verschanzt

Die Sommer und Winter sah sie kommen und gehen
hat zahlreiche Täler unter Volldampf durchquert
Nun lässt sie noch einmal ihre Rauchschwaden wehen
bevor sie in Richtung Endstation fährt

Ein letztes Ächzen und ihr Stahlleib erzittert
mit Zischen und Pfeifen gelangt sie ans Ziel
Ihr Kessel erkaltet, sie denkt nur verbittert
an Hoffnung, die einstmals vom Himmel fiel

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (07.08.2006)
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apocalyptica meinte dazu am 07.08.2006:
Ännchen, Liebes, du hast ziemlich genau erkannt, woran ich bei diesem Text gedacht habe...sicher nicht an die wirkliche Dampflok!
Zum Hintergrund: als ich noch Kind war, besuchten wir oft eine Tante meines Vaters, die mich aufgrund ihrer enormen Körperfülle und der Töne, die sie bei der kleinsten Anstrengung von sich gab, immer an eine Lokomotive erinnerte. Sie pfiff aus der Lunge und sie ächzte und stöhnte, wenn sie ihre gewaltigen Körpermassen in Gang setzte. Und sie erzählte viel aus ihrer Vergangenheit, ihrer hoffnungsvollen Jugend, dann Krieg und Verschleppung, Gefangenschaft in Russland. Zurück in der alten Heimat hat sie sich für arme und kranke Menschen eingesetzt, hat vieles für sie erreicht, was unerreichbar schien, hat aber eben auch manche Niederlage erlitten. Nahrungsmäßig hat sie später die Butter mit Löffeln gefuttert und auch sonst nichts abgelehnt, was sie im Krieg alles entbehren musste, und da gab es einen ungeheuren Nachholbedarf! Und jeden Pfennig, den sie sparen konnte, hat sie kurz vor ihrem Tode einem Kinderheim vermacht, als letztes Zeichen. Gestorben ist sie an Lungenentzündung...zischend und pfeifend wie eine alte, ausrangierte Dampflok.
Du warst also mit deiner Interpretation ganz nahe, liebes Seelchen!
Ich danke dir und umarme dich,
deine -bea
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Kommentar von Néniel (07.08.2006)
oh die arme lok! ja aber so ist das wohl, irgendwann hat altes ausgedient und neue technik erobert die welt. da gibt es soviele dinge die täglich neu erfunden werden und altes kommt aufs abstellgleis. haste schön beschrieben, wenn es auch melancholisch und etwas traurig zu lesen ist.

ich grüß dich lieb meine große!
fühl dich umarmt, von deiner kleinen. *zwinker
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apocalyptica antwortete darauf am 07.08.2006:
Ja, mein Kleines, melancholisch und etwas traurig ist es wohl, was sich da in meiner Erinnerung mal wieder gemeldet hat! Lies bitte meine Antwort an Anne, dann wirst du verstehen!
Tante Martha starb übrigens in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts.
Fühl dich geknuddelt von deiner großen sis! ;)
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Néniel schrieb daraufhin am 07.08.2006:
oh, wie traurig, ich habs gelesen. ;)
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Traumreisende
Kommentar von Traumreisende (07.08.2006)
ich war erst stutzig und suchte ein römisches erkennen...
aber deine lok durchfährt andere gezeiten des lebens und ich wünsche ihr genügend puste...
lg silvi
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apocalyptica äußerte darauf am 07.08.2006:
ooops...da war mein Bild vor Augen wohl in erster Linie für mich zu erkennen, liebe Silvi ;) Damit auch du es sehen kannst, lies bitte meinen rekomm an Ännchen und wenn du magst, denk bitte nochmal drüber nach, ja?
Ich grüß dich von Herzen,
die -bea
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Traumreisende ergänzte dazu am 07.08.2006:
keine angst es war nur die erste zeile die in rom die besagte stazione suchte
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Kommentar von Herzwärmegefühl (53) (07.08.2006)
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apocalyptica meinte dazu am 07.08.2006:
Dankeschön, liebe Moni! Stimmt aber mit der Bitterkeit, in jeder Hinsicht, sie ist hart und muss sich (in diesem Falle) dem Reim beugen.
Und dennoch...ich hatte mal in einem anderen Text geschrieben: von allem, was du gibst an Glück, bekommst du wenig nur zurück....und das bezieh ich hier auch einfach mal auf die "alte Dame", die in ihrem Leben viel Liebe verschenkt hat, aber am Ende dann doch allein war...
Herzliche Grüße dir,
die -bea =)
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Kommentar von zackenbarsch† (74) (07.08.2006)
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apocalyptica meinte dazu am 07.08.2006:
Erst einmal dank ich dir von Herzen für dein Doppelt- und Dreifachlob, lieber Friedhelm!
Und selbst wenn die Endstation für viele oft da ist, wo man sie am allerwenigsten vermutet, wünsche ich dir persönlich bis dorthin noch einen langen und glücklichen Weg, den du bitte unter gewohntem Volldampf weiter verfolgen solltest. Gegen reichliche Umwege bis an dein Ziel habe ich auch nichts einzuwenden und ich denke, mit dieser Meinung und Bitte bin ich hier sicher nicht alleine!
Ganz liebe Grüße,
die -bea
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Kommentar von Einzigartig (42) (07.08.2006)
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apocalyptica meinte dazu am 08.08.2006:
Guten Abend, lieber Stefan, und ein herzliches Dankeschön für dein Lob! Nun, ich hoffe auch, dass wir noch so manchen Berg und auch so manche Ebene vor uns haben, bevor wir dann auch in den letzten Bahnhof einlaufen, aber wer weiß das schon....
Liebe Grüße,
die -bea
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GillSans
Kommentar von GillSans (07.08.2006)
nicht anders sind die menschen..nur wissen sie nie, wann sie das letzte mal in ihren Bahnhof fahren.
LG Gill
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apocalyptica meinte dazu am 08.08.2006:
Und ich denk mal, das ist auch besser so, sonst würden wir vielleicht nur noch in Ängsten leben! Hab lieben Dank für deine Zustimmung und den Schokoklick! ;)
Herzliche Grüße in deine Nacht,
die -bea
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Kommentar von Fidibus (47) (18.10.2006)
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apocalyptica meinte dazu am 19.10.2006:
Aspettarlo prego, io verrà immediatamente! Buona idea, grazie. Tanti saluti, -bea
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Veröffentlicht am 07.08.2006. Textlänge: 144 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.682 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 02.07.2021.
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