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Endymions NeugeburtInhaltsverzeichnisKassandra

Orions Erscheinen

Erzählung zum Thema Umbruch


von Mondsichel

„Ich werde bei Dir sein, wohin Du auch gehst. Ich bin der beschützende Stern in Deiner Seele. Ich bin Du und Du bist ich. Wir tragen dasselbe Blut in unseren Adern. Wir sind aus demselben Fleisch geformt. Wir sind Geliebte und doch Geschwister. Wir sind Kuss und Lächeln zugleich, Feuer und Wasser, Leidenschaft und Verlangen. Gefangen in einem Käfig aus Leben und Sterben, vergehend im Strahlen der Sonne, träumend im kühlen Licht des Mondes. Ich hasse und doch liebe ich Dich, verlange nach Deiner Nähe und Deiner Liebe. Ich kann nicht ohne Dich leben und Du nicht ohne mich. Will mit Dir verschmelzen im Kessel der Sehnsucht, und Hand in Hand durch die Felder der Hoffnungslosigkeit streifen. Will mit Dir zum Horizont fliegen und für immer den Boden unter den Füßen verlieren. Ich bin Du und Du bist ich. Wir gehören zusammen, wo immer unsere Seelen auch verweilen mögen“ flüsterte eine wohlbekannte Stimme durch die Dunkelheit. Und die kleine weiße Blüte leuchtete kurz auf, um im selben Moment wieder in Schwärze zu vergehen...

Andromeda reagierte nicht auf die Stimme des Angel of the Dark, der immer näher kam. Als würde sie ihn nicht bemerkt haben, wandte sie ihren Blick zum Erdenprinzen und sagte: „Jetzt wird Dir die Zerstörung Deines Planeten kein Leid mehr zufügen, bis Du stirbst oder dieser Kampf beendet ist. Das Leuchten Deines Sternes ist schwächer geworden, doch solange Du lebst, wirst Du seine Energie nutzen können.“ Ein schwaches Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. Endymion schaute sie dankbar an und drückte Bunny jetzt noch fester an sich, die verliebt und glücklich zu ihm aufsah. „Werdet glücklich und vor allem, seid stark, egal welche Gefahren noch auf Euch zukommen werden.“ Der junge Mann wollte etwas sagen, doch er spürte, dass jedes Wort überflüssig war. „Auf eines solltest Du jetzt jedoch acht geben: Die Erde ist zwar nicht mehr an Dich gebunden, doch wenn die Erde untergeht, werden die Schatten Deine Seele in Besitz nehmen können. Und Du wirst niemals mehr den Weg zurück in die Realität finden. Du bist dann Sklave der Dunkelheit und niemand kann Dir das Licht zurückgeben, nicht einmal ich.“ Saturn lief hinüber zu Andromeda und giftete sie an: „Jetzt ist die letzte Hoffnung des Sonnensystems dahin. Wie soll er jemals zurückkehren, wenn das Leben sein Ende gefunden hat? Wenn ein Neubeginn geschaffen wird, wie soll seine Seele in den Sternenkessel zurückkehren, der das Leben schenkt?“ Die Angelprinzessin schüttelte den Kopf. „Du verstehst nichts kleine Todeskriegerin. Das was ich getan habe, kann man nicht begreifen wenn man nicht einer von uns ist. Wie intelligent man auch sein mag, niemand von Euch wird es verstehen. Denn die Energie, die ich angewendet habe, geht über jegliche Logik hinaus, die ihr die Eure nennt.“ Hotaru sah die junge Frau nun etwas fragend an...

„Nun, ganz einfach. Du musst es Dir wie eine physische Barriere vorstellen. Die Seele von Endymion ist auf der einen Seite, während auf der anderen die Seele der Erde ist. Diese beiden Seiten können die Barriere nicht überwinden. Doch wenn der Prinz die Seele der Erde anruft, dann strömt ihre Macht in seinen Körper und er kann sie nutzen, in jeglicher Art und Facette. Ich weiß, das geht gegen jegliches Verständnis, aber so ist es.“ Sämtliche Krieger schauten sich mit überraschten Gesichtern an. „Dann, dann ist das Gleichgewicht also nicht gestört?“ Die Todeskriegerin war sich noch immer nicht so ganz sicher. „Mach Dir keine Sorgen. Wenn Andromeda sagt, dass es so ist, dann wird es so sein“ erhob Angel seine Stimme. Auch wenn er nicht so recht wusste wie er ihr Verhalten zuordnen sollte, vertraute er dem Mädchen das er liebte. Blue trat nun auch zu ihr hin und schaute ihr tief in ihre Augen. „Lass sie schweigen“ sagte er zu ihr. „Sie kann nicht schweigen“ entgegnete sie. „Schon allein die Anwesenheit von denen“, dabei blickte sie auf Morlock, der nur noch wenige Schritte von ihnen entfernt war, „lässt das Feuer immer wieder aufflammen.“ Der Blue Moon Angel packte sie an den Schultern und mit ernstem Gesicht sagte er: „Deine Kraft reicht vollkommen aus. Lass sie schlafen!“ Angel verstand sehr gut was Blue meinte, nachdem er seine Erinnerungen gesehen hatte. „Ich stimme ihm zu. Du solltest Dich auf darauf konzentrieren Deine eigene Kraft zu nutzen, anstatt ihr zu vertrauen. Wie ich das verstanden habe, ist sie hier alles andere als willkommen.“ Sein Blick fiel auf Galaxia, die immer noch zerknirscht zu ihnen herüberblickte. „Es ist zu spät, sie ist bereits hier“ sagte Andromeda mit ersterbender Stimme...

Morlock stand ihnen nun direkt gegenüber. „Wie schön, dass wir uns endlich mal persönlich kennen lernen. Du ahnst nicht wie sehr ich diesen Moment herbeigesehnt habe.“ Seine Stimme klang mehr als abfällig. „Was willst Du von mir?“ Andromedas Blick und ihre Stimme konnten die Umgebung gefrieren lassen. „Als ob Du das nicht wüsstest kleine Prinzessin! Ich dachte Du kannst Gedanken lesen.“ Er grinste sie böse an. Immer mehr Angel of the Dark erschienen hinter ihm und stellten sich links und rechts in Position. Andromeda trat nun direkt vor Morlock hin. So nah, dass er ihren Atem im Gesicht spüren konnte. Sie blickte ihm direkt in die schwarzen Augen und so musste er unweigerlich in die Ihren blicken. Als er in der Tiefe ihrer Seelenspiegel versank, öffnete sich vor seinem inneren Auge ein großes Tor. Langsam schritt er hindurch, auch wenn auf der anderen Seite das Licht auf ihn wartete, dass er so verachtete. Auf einmal stand er inmitten einer großen grünen Wiese und sah sich selbst, wie er mit zehn verschiedenen kleinen Angeln durch die Gegend tobte. Zu seinem Erstaunen prangte auf seiner Stirn eine Mondsichel mit einer Sonne darüber...

Müde blickten seine Augen zu Boden, er kauerte noch immer vor der Tür, die sein Schicksal besiegelt hatte. Er wagte keinen Laut von sich zu geben und doch spürte man den Schmerz in der Luft, der seine Seele umschlang. „Maias... Maias...“ flüsterte es in seinen Gedanken. Er blickte langsam auf und im Klang der Stimme, die erneut „Maias... Maias...“ rief, wandelte sich das Leuchten seiner Augen und ward leer wie die Wüste. Stumm lief eine Träne an seinem Gesicht herab, das nun ebenso leer und starr wie seine Augen wirkte. Vorsichtig stand er auf und direkt vor ihm erschien es, als würde Nebel aus tiefen Abgründen steigen. Zwei rot glühende Augen öffneten sich in den Nebelschwaden und schienen zu dem jungen Angel zu sprechen. Doch was sie sagten, das blieb verborgen in den Tiefen seines Unterbewusstseins. Schließlich wisperte die Stimme dann doch fast hörbar: „Ich muss jetzt gehen. Du darfst den Orionnebel nicht verlassen, hörst Du? Das Gleichgewicht muss gewahrt bleiben.“ Im selben Moment glühten die Augen von Maias auf und er war schlagartig aus seiner Trance erwacht. „Nein! Das kannst Du nicht tun!“ sagte er fast atemlos. Die Stimme wisperte erneut ungehört in seinen Gedanken. „Du darfst nicht gehen! Es wäre Dein Tod!“ Die Stimme lachte und antwortete etwas lauter: „Mein Tod? Bin ich denn nicht schon tot? Ich kann ja nicht einmal mehr mein eigen Fleisch und Blut berühren!“ Ruckartig herrschte Stille im Flur. „Aber...“ seine Stimme brach. Die Augen im Nebel erloschen und die Wolke zog davon. „Verflucht! Bleib hier! Du kannst nicht erwarten, dass ich hier zurückbleibe!“ Die Stimme schallte ihm jetzt sehr wütend entgegen: „Du musst! Ich will Dich nicht auch noch verlieren! Versteh mich doch...“ Wie angewurzelt blieb der Royal Moon Angel stehen. „Er war für sein Tun selbst verantwortlich. Du kannst Dir nicht bis in die Ewigkeit die Schuld geben!“ erwiderte er zerknirscht, doch in seinem Herzen fühlte er anders. Ein tief verwurzelter Schmerz zuckte durch seine Seele. „Ich spüre seine Aura, wenn auch sehr weit entfernt. Und wenn Du gehst, dann werde ich ganz sicher nicht hier zurückbleiben!“ Ein Luftzug erfasste sein Gesicht und sein Haar begann zu wehen. „Verdammt noch mal! Du kannst nicht alleine gehen! Du wirst nicht verhindern können, dass ich Dir folge!“ Wütend rannte er dem namenlosen Wind hinterher, der ihm in die Ungewissheit voraus geflogen war...

Durch Morlocks Innerstes schienen scharfe Krallen zu fahren, als er sein eigenes Gesicht so glücklich im Licht lachen sah. Im nächsten Moment erschien wieder Andromedas Gesicht vor seinen Augen und er trat erschrocken einen Schritt zurück. „Verschwindet von hier! Oder ich werde persönlich dafür sorgen, dass ihr von hier verschwindet!“ Die Angelprinzessin gab zu verstehen, dass sie mit ihren Worten nicht zu scherzen beliebte. Die düsteren Engel nahmen etwas verwirrt Abstand von ihr, nur ihr Anführer blieb stehen. Morlock war so in seiner Eitelkeit verletzt, dass er für einen kurzen Moment blind vor Wut war. Er stellte sich Andromeda direkt gegenüber und blickte hasserfüllt auf die etwas kleinere Prinzessin herab. Seine schwarzen Augen begannen in einem grellen Rot aufzuglühen. „Meinst Du, damit könntest Du mich beeindrucken?“ Andromeda lachte herablassend. „Wir werden ja sehen wer von uns beiden am Ende lachen wird“ entgegnete Morlock wütend auf ihre Anspielung. Angel trat neben sie. „Lass Dich nicht von ihm provozieren. Das will er nur“ flüsterte er Andromeda zu. Auch Blue stand nun wieder direkt neben ihr. „Beruhige Dich, ich spüre die Energie Deiner Wut. Das ist kein gutes Zeichen.“ Doch Andromeda wollte sich nicht beruhigen. Angelo legte ihr seine Hand von hinten auf die Schulter. „Wir sind alle hier um Dich zu beschützen. Aber man kann Kämpfe auch vermeiden“ flüsterte er. Auch wenn er wusste, dass dieser Kampf früher oder später eh kommen würde. „Oh, mir scheint, ich komme gerade richtig zum Familientreffen“ rief jemand hinter ihnen. Alle drehten sich um und insbesondere die Krieger des Sonnensystems glaubten nicht was sie da sahen. „Was für finstere Gesichter ihr doch macht! Dabei dachte ich, ihr würdet Euch freuen mich zu sehen.“ Sailor Orion trat an das Licht...

Galaktika konnte nicht schlafen. Sie wusste, er war da draußen, direkt vor der Tür. So nah und doch so unglaublich fern. Wie einfach wäre es aufzustehen und die Tür zu öffnen. Aber sie konnte es einfach nicht tun, sie konnte ihm nicht noch einmal direkt in die Augen blicken. Erschöpft fiel sie in die Kissen und schaute zur Decke ihres Himmelbettes. Tränen liefen stumm an ihrem Gesicht herab, ihre Gedanken waren immer nur bei ihm. Maias hatte ihr Herz gefangen genommen und hatte etwas in ihr geweckt, das niemals sein durfte. Aber sie wollte ihre Gefühle leben und malte sich vor Augen aus, wie es sein könnte. Plötzlich wurde sie aus ihrem Sinnen gerissen, denn sie vernahm Stimmen direkt vor der Tür. Ruckartig richtete sie sich auf und versuchte zu verstehen was gesagt wurde. „Es ist seine Stimme, aber mit wem spricht er da nur?“ Galaktika konnte die andere Stimme, die fast unhörbar sprach, nicht eindeutig zuordnen. Unruhe beschlich ihr Herz, Nervosität ergriff ihre Gedanken. Sie hielt es im Bett nicht mehr aus und ging auf Zehenspitzen zur Tür. Ihr Herz pochte mit jedem Schritt lauter und fast hatte sie Angst, das Pochen ihres Herzen würde sie verraten. Sie spürte die Anwesenheit von Maias und noch jemandem, doch die Aura der anderen Person war verschleiert. Trotz dessen, dass Galaktika ein Angel of the Light war, konnte sie die physische Barriere nicht überwinden. Vorsichtig legte sie ihr Ohr an die Tür, doch sie hörte nur noch wie er sagte: „Verdammt noch mal! Du kannst nicht alleine gehen! Du wirst nicht verhindern können, dass ich Dir folge!“ Dann ertönten plötzlich Schritte im Flur, die sich schnell entfernten. Galaktika riss die Tür auf, doch von Maias und der Person mit der er geredet hatte, war nichts mehr zu sehen...

„Wie ist das möglich?“ Galaxia war wie vor den Kopf getreten. Bisher hatten sie alle geglaubt, dass Andromeda die Kriegerin des Orionnebels war. Doch nun standen sie beide zur selben Zeit direkt vor ihnen. Auf dem Gesicht der Angelprinzessin wurde ein spöttisches Grinsen sichtbar. Morlock war ebenfalls völlig überrascht. Dennoch hatte er die Stimme von Orion erkannt. In seinem Herzen sammelte sich wieder seine Art der Überheblichkeit. „Du bist doch die Stimme von eben, die uns versuchte aufzuhalten! Du hast Syrtia erwähnt, was weißt Du von ihr? Los, rede!“ Orions Gesicht verfinsterte sich zu einem dämonischen Blick. „Deine Arroganz stinkt zum Himmel! Eigentlich dachte ich, dass ihr nach ihrem großen Opfer wieder zu Sinnen gekommen wärt. Doch stattdessen habt ihr wieder auf die dunkle Seite gewechselt! Ihr seid eine Schande für unser Volk! Und ihr habt Syrtias Gefühle und Überzeugungen mit Füßen getreten!“ Nun begriffen die Umstehenden gar nichts mehr. Auch die Angel of the Dark schauten sich völlig verwirrt gegenseitig an. Nur die Gruppe um Angel wusste genau, wovon die Sailorkriegerin sprach. „Warst nicht Du es, mein lieber Morlock, der vor unendlichen Äonen gesagt hatte, dass die Angel von nun an in ewigem Frieden leben sollen? Fern von jeglichem Kampf und Schmerz? Fern von jeglicher düsterer Erinnerung, die das Leben unerträglich macht? Diese, Deine Worte, stehen im Buch der Weisen niedergeschrieben! Jedem Angel wurden sie gelehrt, jeder kennt das Gesetz unserer Freiheit! Aber Du hast Deine eigenen Überzeugungen schändlich verraten!“ Sailor Orion packte den noch immer völlig sprachlosen Morlock am Kragen und zog sein Gesicht ganz nah an das Ihre. Sie grinste ihn hämisch an...

„Bleib stehen! Bitte! Warum tust Du mir so weh?“ Maias versuchte einen Schatten einzuholen, der ihm schon vor lange Zeit aus dem Herzen gerissen worden war. Er rannte, als ginge es um sein Leben, hinter seiner Vergangenheit hinterher. „Du kannst mich nicht zurücklassen, das weißt Du!“ Schließlich glühten seine Augen vor Verzweiflung auf und er blieb stehen. „Verdammt!“ Mit geballten Händen stierte er zu Boden. „Mach Dir nicht so viele Gedanken. Dieses besorgte Gesicht steht Dir überhaupt nicht.“ Der Royal Moon Angel blickte überrascht auf und sah Nebula direkt in die Augen. „Sag kein Wort! Denn jedes weitere Wort würde nur den Schmerz tiefer säen, der in Deinem Herzen wohnt.“ Langsam strich ihre Nebelhand über sein Gesicht. Ein sanftes Lächeln legte sich auf das Ihre. „Wenn Du nicht vergessen kannst, dann lerne zu akzeptieren! Dein Leben ist unendlich! Lass davonziehen was gehen muss. Bleib hier, tu Deine Pflicht. Egal wie schwer es Dir auch fallen mag.“ Maias schaute ihr direkt in die vernebelten Augen. „Ich kann nicht. Ich kann einfach nicht.“ Die Göttin ließ langsam ihre Hand sinken, trat mit traurigem Blick zurück und verband sich mit der Dunkelheit. „Warte!“ Mehr konnte er nicht sagen. Langsam sank der junge Angel in die Knie und fühlte sich so unendlich leer. Tränen fielen zu Boden. „Tu wonach Dein Herz verlangt“ flüsterte es in seinen Gedanken. Er wusste, dies war die einzige Möglichkeit. Von neuem Mut erfüllt stand der junge Mann auf und seine Füße führten ihn an einen Ort, den nur sehr wenige Eingeweihte kannten. Und je näher er diesem Ort kam, desto mehr spürte er ihre Anwesenheit. „Also hierhin hat Dich Dein Weg geführt. Ein sehr riskanter Ort“ murmelte Maias vor sich hin. „Der einzige Weg aus dem Orionnebel zu entfliehen, ohne das es jemand merkt.“ Er lächelte...

„Ihr werdet es bitter bereuen, wenn ihr Eure Mächte gegen uns erhebt. Ihr werdet lernen, wie es ist, ein zweites Mal zu verlieren“ flüsterte sie ihm entgegen. Überrascht von dieser Drohung riss sich Morlock aus Orions Griff. Mit großen Augen blickte er sie an. Von seiner Arroganz war nichts mehr übrig geblieben. Vor allem aber verstand er nicht, was sie sagte. Er konnte sich nicht erinnern jemals einen Kampf verloren zu haben. Morlock wusste nicht wovor ihm plötzlich graute, er spürte nur wie etwas aus der Tiefe an die Oberfläche seines Bewusstseins drang. Langsam trat er vor der mächtigen Sailorkriegerin zurück, als wolle er davonlaufen. Doch er kam nicht weit. Ihm war schwindlig und auf seiner Stirn begann es zu brennen, als würde man ihm ein heißes Eisen auf die Haut drücken. Rasende Kopfschmerzen durchzuckten seinen Kopf und er fasste sich schmerzerfüllt an die Schläfen. Schließlich zwangen ihn die starken Schmerzen in die Knie. Mit tränenden Augen blickte der Angel of the Dark zu Andromeda auf, die zu ihm getreten war. „Verdammt, was ist das?“ stammelte seine Stimme der Angelprinzessin entgegen. „Das ist der Schmerz der Erinnerung“ schallte es in seinen Gedanken. „Du hast Dich selbst und Dein Volk verleugnet und dafür musst Du nun büßen!“ Er versuchte aufzusehen. Doch alles was er erblickte waren verschwommene Bilder, die ihm noch mehr Schmerzen bescherten. „Was geht da vor?“ Bunny schaute ihren Mamoru fragend an. „Ich weiß es nicht“ sagte er, mit einem ratlosen Blick auf Andromeda, die mit glühenden Augen auf den am Boden knienden Angel of the Dark herab sah. Langsam ging Sailor Orion auf den düsteren Engel zu. Die anderen Sailorkrieger schauten skeptisch auf das Geschehen...

Galaktika schloss nachdenklich die Tür und ging zurück zu ihrem Bett. Auch wenn ihr Herz ihr sagen wollte, dass sie ihm folgen müsste. Sie wusste, dass dies nichts bringen würde. Egal wohin er auch gegangen sein mochte, es war gut so. Sie würde ihn eh nicht aufhalten können und müsste am Ende nur noch mehr Schmerz ertragen. Die junge Frau griff nach der Decke und wollte sich wieder hinlegen, doch sie verharrte. „Vielleicht siehst Du ihn niemals wieder“ sprachen ihre Gedanken zu ihr. Fester krallten sich ihre Nägel in die Decke und ihr Körper begann zu zittern. „Hör auf“ flüsterte sie mit brechender Stimme zu sich selbst. „Ich kann nicht aufhören, denn Du weißt, dass ich recht habe“ antworteten ihr ihre Gedanken. „Verflucht, schweig endlich!“ Wütend warf sie sich auf das Bett und zog sich die Decke über den Kopf, in der Hoffnung ihre Gedanken würden verstummen. Sie fühlte sich so alleingelassen. Niemand war da, der ihr beistand oder ihr zuhörte. „Du weißt, dass Du mit niemandem darüber reden kannst, außer mit mir“ flüsterten erneut ihre Gedanken. „Du bist ein Angel of the Light und Deine Bestimmung ist die Einsamkeit. Nur so kannst Du die wahre Kraft in Dir finden und Deine Aufgaben erfüllen.“ Galaktika schrie innerlich. Sie wollte das alles nicht so akzeptieren. Von einem Moment auf dem Nächsten hatte sich alles geändert. Sie war nicht mehr frei, sie war eine Gefangene ihres Selbst geworden. Und niemand konnte ihr helfen, konnte ihr die Angst nehmen, oder sie verstehen. Denn die Angel of the Light, das wusste sie, waren dazu bestimmt die Geheimnisse dieser Welt zu bewahren. Dies benötigte die vollkommene Aufmerksamkeit und Kraft des Angels. So war ihr die Liebe und gar ein normales Leben mit anderen versagt. Diese Erkenntnis stach tausendfach in ihr liebendes Herz...

Neptun und Uranus hielten Galaxia mit Gewalt zurück, die ihren Argwohn einfach nicht zügeln wollte. Die Blicke von Orion und Andromeda trafen sich und die Symbole auf ihren Stirnen begannen zeitgleich grell aufzuleuchten. Im nächsten Augenblick kniete sich Orion nieder und sprach in einer seltsamen Sprache zu Morlock. Dieser schien sich nun unter immer mehr Schmerzen regelrecht zu krümmen. Die Mondprinzessin klammerte sich hilfesuchend an ihren Liebsten und alle anderen blickten vollkommen erstarrt auf das Geschehen. Jetzt stimmte auch Andromeda in die seltsame Beschwörung ein. Vorsichtig kniete sie hernieder zu Morlock. Sanft berührte sie mit ihren Händen seine Schultern, worauf er aufschaute und sie mit aufgerissenen Augen ängstlich anstarrte. „Was habt ihr jetzt vor?“ flüsterte er mit schmerzverzerrter Stimme. Doch Andromeda, die jetzt wie ein dämonischer Schatten wirkte, schwieg nur und blickte mit leeren Seelenspiegeln in seine Augen. „Du bist wirklich seine Tochter und jetzt weiß ich auch warum er uns geschickt hat“ presste er kraftlos hervor und dann senkte sich sein Blick wieder unter den Schmerzen, die ihn erfüllten. Keinerlei Regung ging von Andromeda aus, als wären die Worte ungehört an ihr vorbeigegangen. Aber ihr Griff um seine Schultern wurde kraftvoll und ihre Nägel bohrten sich in seine Schultern. Als würden sie von fremden Gedanken gelenkt, bildeten die restlichen Krieger des Angelteams nun einen Kreis um Orion, die Prinzessin und den am Boden kauernden Angel of the Dark. Und dann begannen auch sie die seltsamen Worte zu sprechen. Als auch ihre Stirnsymbole zu leuchten begannen, da zeichnete sich am Boden, direkt unter Morlock, das Zeichen der Angel in einer grellgrünen Farbe ab und strahlte durch die Nacht. Im selben Moment schrie der Angel of the Dark regelrecht vor Schmerzen auf. Sein Körper wurde von Krämpfen geschüttelt und das grünliche Licht hüllte ihn vollkommen ein...

Vorsichtig trat Maias durch die Tür, hinter der sich das Labyrinth der Angst befand. Er war früher schon öfter dort gewesen, nur um zu sehen ob er seine Ängste besiegen konnte. Es war auch der perfekte Ort zum Trainieren für ihn. Dort hatte er sich über die Jahre hinweg vorbereitet. In ihm war eine Kraft gewachsen, die ihm helfen sollte, seine Aufgabe zu erfüllen und der Zukunft nicht machtlos gegenüber zu stehen. Langsam schloss sich die Tür hinter ihm und sofort merkte er, dass eine neue Angst sich in seinem Innersten gefunden hatte. Zum Umkehren war es zu spät, nun musste er sich seinen neuen Gefühlen stellen. Und Maias ahnte schon was auf ihn warten würde. „Wenn ich das jetzt nicht schaffe, dann war all das Training in den letzten Jahren umsonst. Dann brauch ich erst gar nicht mehr aus diesem Labyrinth hinaustreten“ murmelte er verkniffen zu sich selbst. Nachdenklich blickte er auf die drei vernebelten Gänge, die sich vor ihm erstreckten. Entschlossen nahm er den Gang nach rechts. Er spürte ihre Anwesenheit, doch für wie lange noch? Der Royal Moon Angel hetzte durch die verschlungenen Gänge. Fast verwunderte es ihn schon, dass er auf keine Schatten seiner Angst traf. Doch gerade, als er das Labyrinth hinter sich glaubte, passierte es. Er sah noch aus dem rechten Augenwinkel eine große Nebelwolke durch einen großen Spiegel schreiten. Da stoppte eine unsichtbare Wand seinen Lauf. Maias wurde regelrecht zu Boden geschleudert und vor seinen Augen zersplitterte der Raum wie ein Spiegel. Um ihn herum ward plötzlich nur noch Dunkelheit...

Erschrocken über die Qualen, die der junge Mann scheinbar litt, hielt Jupiter sich die Ohren zu und drückte ihr Gesicht an Neflites Brust, der sie beschützend an sich drückte. „Warum sind sie nur so grausam?“ flüsterte sie ihm zu, aber er wusste keine Antwort auf diese Frage. Auch die anderen schienen sich über diese Frage den Kopf zu zerbrechen. Denn wo war da die Grenze zwischen dem was gut und was böse war? Sie wussten ja nicht einmal, was die Angel mit dieser Energieentfesslung bezweckten. Auf jeden Fall erlitt dieser Fremde schreckliche Schmerzen. Doch er wurde weder vernichtet, noch von einer bösen Macht erlöst, so wie man es bisher von Sailor Moon kannte. Da war nur Leid und Grausamkeit, die sich in die Gedanken bohrte. Aber sie alle wurden aus ihren Gedanken gerissen, als Endymion seine Stimme erhob: „Bunny? Bunny, was hast Du? Sag doch was!” Sämtliche Blicke richteten sich auf die Mondprinzessin, deren Stirnsymbol und Augen nun auch zu glühen begonnen hatten. Ihre weißen Haare wehten im aufkommenden Wind, den die Beschwörungen der Angel verursachten. Schlaff hingen ihre Arme an ihrem Körper herab und sie reagierte nicht einmal darauf, als Mamoru sie wachzurütteln versuchte. Im selben Moment sah der junge Mann, dass Andromeda ihren Blick auf seine Liebste gerichtet hatte. Er erschrak über den Ausdruck in ihrem Gesicht und trat unsicher zurück. Wie in Trance gesellte sich nun auch die Mondprinzessin in den Kreis. Sie begann nun ebenfalls die fremden Beschwörungen zu murmeln, die nur die Angel verstehen konnten. Und dann entfesselte sich eine riesige grüne Lichtsäule aus dem Zeichen am Boden. Ein gewaltiges Tosen erfüllte die Umgebung und Morlocks Schreien wurde zu einer fast unendlich erscheinenden Seelenqual. Die Erde bebte und die Umstehenden klammerten sich fest aneinander. „Das ist das Ende, ich habe es geahnt“ stöhnte Galaxia. Und auch Saturn war sich sicher, dass nun alles vorbei war. Wortlos zückte sie unter den erschrockenen Augen der Sailorkrieger ihre Sense und ließ sie kraftvoll hernieder fahren, damit das Ende einen Neubeginn erschaffen konnte. Doch zum Entsetzen aller, wurde die Wucht ihres Angriffes, von der grellgrünen Lichtsäule absorbiert...

Die restlichen Angel of the Dark blickten ebenfalls entsetzt auf das Geschehen, doch sie besannen sich sehr schnell. „Wir können Morlock wohl nicht mehr retten, dann wird es Zeit wenigstens unsere Leben zu bewahren!“ sprach Gysine in den Gedanken der anderen, welche ihr zustimmten. „Ich glaube nicht, dass sie ihn töten. Ich glaube eher, dass sie ihm eine Gehirnwäsche verpassen, damit er uns angreift. Sie selbst sind zu schwach um gegen uns zu siegen!“ ertönte nun Volgons Stimme. „Egal was dort jetzt immer geschieht, ich kann keinen Kontakt zu Morlock aufnehmen. Er steht vollkommen unter ihrem Bann. Wir müssen sofort angreifen! Und dann werden wir ihn wieder zurückholen! Er würde genau das Selbe für jeden von uns tun!“ Hestion wollte alles andere als aufgeben. „Dann lasst uns keine Minute mehr warten!“ Dragonias Blick ließ keine Verzögerung mehr zu. Damit wandten sich die Angel of the Dark direkt den Kriegern, und dem Geschehen zu, das sich vor ihren Augen abspielte. „Es ist Zeit für Euch zu sterben!“ schrie Binia durch die Nacht. „Lasst den Kampf beginnen!“ brüllte Turkeses und die Augen der Angel of the Dark begannen in einem gefährlichen Rot aufzuglühen. Im selben Augenblick entfesselten sie eine düstere Macht, deren vernichtender Kraft sich noch niemand entziehen konnte...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Also da hätten wir Kapitel 24 von "Orion" nun endlich fertig. Ich hoffe es gefällt Euch genauso wie die anderen. Das nächste wird demnächst erscheinen. Es trägt den Titel "Kassandra" :)


Endymions NeugeburtInhaltsverzeichnisKassandra
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes ORION.
Veröffentlicht am 16.08.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.08.2006). Textlänge: 4.158 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.994 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.08.2019.
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