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Koma

Kurzgeschichte zum Thema Tod


von rebell91

Ella öffnete behutsam die schwere weiße Tür zum Krankenzimmer ihrer Tochter. Sophie lag seit Monaten im Koma. Am Anfang hatte Ella jeden Tag geweint. Jeden Tag und jede Nacht. Sie wollte die Hoffung das Leben ihrer Tochter zu retten nicht aufgeben. Gestern hatten die Ärzte mit ihr gesprochen. Im Grunde ging es darum Ella klarzumachen, dass ihre Tochter nicht mehr erwachen würde und sie endlich loslassen sollten. Am Anfang hatte Ella noch darauf bestanden ihre Tochter am Leben zu lassen, doch die Ärzte blieben ruhig und holten zu Schlägen unter der Gürtellinie aus. Dass anderen Kranken hier ein Platz genommen wird, Kranken, deren Leben noch gerettet werden konnten. Sie sollte doch an die Familien denken. Ihrer Tochter konnte nichtmehr geholfen werden, die Situation war aussichtslos und sie solle sich noicht so anstellen. Ihre Tochter konnte nun gehen. Sie sollte loslassen. LOS-LASSEN.
Am Ende war Ella nur noch am Weinen, fand keine konternden Argumente, stimmte schließlich zu, die lebensrettenden Geräte abzustellen. Morgen.
Ella blickte in das ordentliche Zimmer in dem ihre Tochter lag. Auf dem Nachttisch standen Blumen und lagen Bilder von Sophies Familie und ihren Freunden.
Ihre Tochter war ganz bleich und hatte die Augen geschlossen als schliefe sie.
Auf der weißen Decke lag der Oberkörper eines Jungen, der ein Jahr älter war als Sophie. Sophie fiel nach einem Autounfall ins Koma als sie Jan besuchen wollte. Der Junge hatte schreckliche Schuldgefühle und verbrachte fast jeden Nachmittag und jeden Abend im Krankenhaus.
Er wusste noch nichts von Ellas Entscheidung, doch sie wusste, dass er sie nicht so einfach hinnehmen würde. Aber er hatte nicht in diesem kleinen Zimmer sitzen müssen mit dem Arzt und den Schwestern, die Sophie seit Monaten betreuten.
Ella schloss leise die Tür und Tränen schossen ihr in die Augen, als sie sah wie der Junge Sophies Hand hielt. Er hatte noch nicht aufgegeben. Und sie? Die eigene Mutter..
Sie schlich zu Jan und stupste sanft auf seine Schulter. Der Junge hob langsam den Kopf. Ella wusste nicht wie lange er schon schlief.
Er musste damit gerechnet haben, denn als er Ellas feuchte Augen und den traurigen Blick sah war er sofort wach und schüttelte panisch den Kopf."Nein, Ella, nein!", flüsterte er autoritär. "Das können sie nicht machen. Sie lebt doch noch! Wir sind doch keine Mörder!"
Ella sagte nichts. Sie schluchzte laut auf und setzte sich auf den kalten Boden.
"Ella, Ella.." Der Junge versuchte sie zu beruhigen. "So hab ich das nicht gemeint. Du bist nicht... Ich.. Das war dumm von mir, aber ich will nicht, dass sie stirbt, Ella..... Ja.. ich weiß.. du willst das alles auch nicht... "
Ein Arzt betrat das Zimmer.
"Wir wären nun soweit... Beruhigen sie sich doch. Gleich ist alles vorbei... kommen sie.."
Der Arzt versuchte Ella aufzuhelfen, aber sie schlug um sich. Sie ließ sich nicht beruhigen. Sie weinte und schluchzte laut.
"Sie wissen doch was wir gestern besprochen haben."
Schließlich ließ Ella sich hochziehen und aus dem Raum schieben.
Jan stand erschrocken neben dem Krankenbett. Langsam beugte er sich zu Sophie herunter und küsste sanft ihre kühlen Lippen. Dann nahm er ihre kalte Hand und legte sich so hin wie zuvor. Den Rücken zur Tür den Kopf auf der Decke, die Augen geschlossen.
Er hörte wie die Geräte abgeschalten wurden.
Fest drückte er die Hand des Mädchens.
Eine Träne lief über seine Wange und er wusste : Bevor diese den Boden berühte war Sophie bereits gestorben.

Anmerkung von rebell91:

Und sie riefen den schwarzen Hund. Er hatte schon lange vor den Toren gewartet. Voller Freude sprang er auf das Krankenbett..


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Selene (29) (06.11.2006)
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rebell91 meinte dazu am 07.11.2006:
Sowas muss man eben auch ansprechen... man kann nicht so tun, als ob wir in einer heilen Welt leben.
Danke für den Komentar, LG
rebellin
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