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Innerer Monolog zum Thema Ich


von RainerMScholz

Es gab da einen Fall …– als Klaus plötzlich das Ohr in der Hand hielt und der Menge präsentierte, waren alle verstummt und sahen auf das blutende häutige Stück Knorpel. Und der Mann am Tresen hielt sich das Loch am Kopf, wo sein Ohr einmal dran war. Ist ganz einfach: einmal kräftig ziehen und das Ohr ist ab. Das ist eindrucksvoller als der übliche Aufriss, wenn man jemanden zuschanden machen möchte, in Grund und Boden treten, zerstören und vaporisieren, was mit einer gewissen Anstrengung verbunden und auch nicht immer angebracht ist. Aber das blutige Ohr in der Hand, dessen ehemaliger Besitzer wimmernd und gedemütigt die Rechnung bezahlen wird (damit der Wirt nicht auch noch verprellt wird und mit einem Knüppel in der Hand hinter der Theke auftaucht), um sich und sein Ohr schnellstmöglichst in die Klinik zu expedieren, – das macht wirklich Eindruck und sorgt dafür, dass auf dem Weg zum Klo niemand dir in den Weg wird treten. Die Straße ist dein und vielleicht bist du auch in gewisser Weise ein angesehener Mann geworden, oder angesehener als vorher jedenfalls und besser beleumundet als dein Gegner ganz sicher.
Aber das ist bestimmt nicht die perfideste Art der Demütigung; wenn auch eine anschaulichere, als das intrigante Vorgehen von Feiglingen und Schwiegermüttern.
Bin ich nicht indigniert durch so viel boshafter Inkommensurabilität mit jeglichen zivilisierten Umgangsformen? Affektiert vielleicht in meiner großzügigen Allerweltsattitüde? (Stelle die dritte affirmativrhetorische Frage!) Liege ich da nicht völlig falsch: und genau das eben bedeutet doch, was man landläufig (in unseren warmkalten Breiten) unter Zivilisation verstehen muss und genau deswegen? (Das war die falsche Frage, du Idiot, die den kataklystischen Zirkel –oder katastrophischen? - gar nicht dialektisch zu schließen vermag).
Wir unterliegen doch alle der Demütigung, seitdem Blut- und Fehde- (Feme-?-)morde zu Verbrechen gestempelt und der zur Disposition stehende Streitwert von höheren Instanzen abgehandelt werden, die lediglich für einen materiellen Ausgleichsauswurf, nicht aber für einen emotionalen zu Sorgen vermögen, wenn überhaupt, und wenn nicht am Ende doch das Recht dessen siegt, der eben aus dieser Logik heraus gewinnt, weil er über die größeren materiellen Mittel, womöglich nicht aus seinem Zutun heraus, sondern durch simples Glück, Ausbeutung der Schwachen oder Laune des Schicksals (das hier zu berufen nicht glücklich ist), verfügt. Dem Geldbeutel wird Genüge getan, aber nicht dem Herz, seit den Tagen der Verwandlung von Brot zum Leib und Blut zu Wein (oder war`s umgekehrt?). Der Betrug ist das Gesetz, denn der Wein ist lediglich der Wein, das Brot nur das Brot. Die zweite Schöpfung durch den Sohn ist eine metaphysische, eine Geistesschöpfung, die den Krieg aus dem Staub der Realität in das Gespinst des Geistes transponiert hat, jedoch ohne die erste, wirkliche und tödliche Schöpfung, weil realiter zum physischen Ende führende, etwa zu eliminieren. Nein, zum Krieg in Dreck und Staub tritt jener Krieg in den Köpfen und Herzen, der durchaus es vermag, als hässlicher Dämon in die Realität zu treten, in die Realität hinzuzutreten. Was in unseren Gesetzbüchern steht, ist nicht, was in unseren Herzen steht. Das Gesetz zum Herz muss noch geschrieben werden, und diese Schrift darf nicht vernebelt werden durch den Wein und das Brot. Es muss Fleisch sein und nicht scheinen, es muss Blut sein und so fließen wie Blut und die selbe Farbe besitzen und so dick sein wie Blut, den Stoff, den unser aller Fleisch anfüllt zum Leben.
Es mag der Trug und die Lüge verrotten, verwelken und vergessen sein in den Grüften steinerner Kirchen alter Männer und Frauen. Amen.
Gehen sie jeden Tag zur Kreuzigung eines Übermenschen; die blonde Bestie will nicht gleich sterben; das Schauspiel ist wahrhaft abscheulich und artifziell ergreulich. Er stirbt im Namen ihres wahren Ich, ihrer Seele, ihres Herzens oder welchen Namen sie auch immer der Essenz ihres Daseins geben wollen, das brach liegt und abzusterben droht, sobald sie in die Welt des Scheins, der Idee und des falschen Optimismus´ eintreten. Es wird keine Erlösung geben. Es gibt nur das Innen und das Außen, und die, die neben sich stehen und dem – im besten Fall aus tiefster Überzeugung - zusehen. Zu welcher Art von Mensch möchten sie gehören?
Dennoch: eine rhetorische Kontemplation, dialektisch hinfällig, nichtsnutzig geradezu in ihrer unverfrorenen Hyperbolie, hermeneutisch zur Fraktur verdammt. Verdammte dieser Erde verhöllt euch nicht im eigenen Saft. Lest mehr Betriebsanleitungen!
Im Grunde wissen wir doch, worum es wirklich geht: Fortpflanzung und den Akt derselben.
Ficken. Gefickt werden. Verfickt noch mal sei der heilige Fick und seine Fickfickereien. Eure Verficktheit sei mit uns, und unsere Fickung ein Wohlergehen vor dem Fick( dem letzten).
Und – um le petit mort einmal außeracht zu lassen – le mort gruel und aus so titulierten niederen Motiven. Der Gott der Morde der Kleinen Dinge, der Gott willkürlicher Grausamkeit und unkalkulierbarer innerer Motivation, jedenfalls für den, der in die civil rights bill vertraut (oder dem, was wir Zivilisation nennen, oder irgendetwas anderes). Wie sonst ließe sich erklären, daß der Mann nicht damit rechnete zu sterben, als er mich auf einer x-beliebigen Landstraße überholte, um eine Wagenlänge schneller dem Tod an der roten Ampel ins Auge zu sehen. Denn bin ich nicht der Gott des willkürlichen gerechten Zornes, der mörderischen verfolgenden Grausamkeit und des irrationalen plötzlichen Todes? All so starb er: Starb, als ich seinen Wagen rammte, zurücksetzte und nochmal rammte, die komplette rechte Seite demolierte und Teile der Wagentür blechkreischend in seinen Unterkörper trieb; starb hinter seinem Lenkrad eingekeilt, denn ich stieg aus, ging zu seinem Auto und schlug ihm den Schädel durch das zerborstene Seitenfenster mit dem Wagenkreuz ein. Ungläubig sah er mich an, um mit gebrochenen Augen nichtssagend in den Novemberabendhimmel zu erbrechen sein Wein-zu-Blut und so erlosch ein weiteres Licht in diesem dunklen Glühwürmchenmeer hirnloser und seelentauber Lemminge.
Aber was beweist das schon, außer eine paranoide elitäre Attitüde im Hinblick auf meine Person (als Autor)(versteht sich). Irgendwie soziopathisch, aber das ist ja auch nur ein Modewort für etwas viel tiefergehendes. Es ist ein bisschen wie bei den Pawlow`schen Hunden (und niemand weiß, wie weitgehend diese Experimente wirklich waren): Ein Mensch – ein Mord. Aber das Problem wird so in Wahrheit nicht widergespiegelt. Denn die Definition, was ein Mensch sei, ist hier noch nicht getroffen. Was du nicht fressen oder ficken kannst, bring´ um. Das Menschtier läuft in Freiheit und nicht nur das: das Menschtier denkt (nicht alle -welch wohltuend gnädige und sanfte, marginale Einschränkung ), es sei der Herr der Welt vor Gott: - Herr der Fliegen wär´ noch zu gut (und Blasphemie womöglich). Geleitet von biochemischen elektrischen Reaktionen, sind wir im Grunde nicht mehr als ein großes Geiseltierchen auf Beinen, wehr- und schutzlos ohne Hilfsmittel, gedankenlos zumeist und unbewusst auch besser dran. Jetzt führe den Gedanken einmal aus, mein Schatz: Denn wie wäre die Demütigung eines Geiseltierchen wohl zu bewerkstelligen, vorausgesetzt, dass dieser Frage nicht bereits eine ungeheure Arroganz implizit ist – aber gehe ruhig einmal davon aus, dass dem Tierchen de facto das gleichgültig sei, wenn es so in freier Natur dahinlebt; denn dem anderen Tierchen scheint das keineswegs gleichgültig zu sein, wer auf es drauftritt, `mal abgesehen von der Tatsache – die auf geheimnisvolle Weise zweitrangig zu sein scheint -, dass es geschieht. Weshalb ist es dem Geiseltierchen nicht egal, von wem es drangsaliert wird, bzw., weshalb erträgt es Drangsal von manchen Zeitgenossen weniger stoisch als von anderen. Verrat wird aus den eigenen Reihen immer härter bestraft, als von den gegnerischen, ausgeblendet die Verwerfungswürdigkeit der Tat schlechthin. Jemand der mir in die Augen zu sehen vermag, um mich zu schlagen, ist um ein Vielfaches furchterregender als der Fuß, der mich auf den Kopf tritt. Das erstere ist die Demütigung, das zweite Gott oder eine Naturgewalt, die ich hinzunehmen habe. Das erste ist der Hass, den animalisch reflexiv ich erwidere jetzt oder kalt genossen und in Ewigkeit – die Vertilgung, der alle folgen, ist stoische Aufgabe allen Lebens, Karma, Schicksal oder Gott. Und deshalb habe ich ihn gegessen, ihn zu einem von uns gemacht, sein Leib und sein Blut, ihn hinunter in unseren Staub gezerrt, um ihn vor der ganzen Welt zu demütigen, dass ich ihm in die Augen sähe und sah nur Schmerz, den Dreck der Welt - und dass wir einen Gott getötet haben, dass wir die Herren der Welt seien. Le Roi est mort, vive le Roi! Rex mortale. Alle Napoleons und Hitlers und Karoli Magni die folgten und folgen in mehr oder weniger verkleinerter Ausgabe, deformierter, perverser, psychopathischer und -… spießiger. Kleine Menschen ganz groß. Jeder kann alles – bereits bei A. Crowley artikuliert: Alles geht, nichts geht mehr oder: Was ist erlaubt, wenn alles erlaubt ist. Wo ist ein Ende absehbar, wo die Grenze. Wenn nichts mich stoppen kann in meinem irrwitzigen Lauf durch Zeit und Raum, ist das nicht dann die Grenze? Weshalb sollte ich weiterlaufen und zu welchem Zweck. Wo ist die Herausforderung? Durch wen? Wo ist dasjenige Ding, das in sich selber ruht, der Mensch, gesetzt den Fall, er sei so konzipiert, der sich selbst genüge. Und weil das so nicht zu sein scheint: Nichts geht mehr – alles geht.
Also guten Tag,
Guten Tag liebe Schwiegermutter,
also versuchen wir eine Stellungnahme zum Desaster an besagtem Sonntag.
An erster Stelle möchte ich mich aufrichtig für die Bierflasche im Baum und das darauffolgende unsägliche Gebrüll entschuldigen. Wie es dazu kam? Ich versuche eine Erklärung, die keineswegs zu meiner Entlastung, aber zu einer Erhellung der entstandenen Situation dienen soll:
Denn ich weiß, oder besser: hätte mich selbst so gut kennen müssen, dass ich auf Situationen, in denen ich mich angegriffen fühle, exorbitant reagiere. Und nachdem wir dann beide heftig, im übrigen wegen einer Lappalie, auf den Tisch gehauen haben, beide unter Einfluss von Sekt und Bier, und vielleicht lief der Sonntag auch nicht so, wie es der darauffolgende Arbeitstag erfordert hätte, - also habe ich dann so reagiert, wie ich reagiert habe. Es ist niemand verletzt worden, ich habe niemanden beleidigt und, so banal und blöd das auch klingen mag, wenn alle auf ihren Stühlen sitzen geblieben wären, hätte ich diese Blödheit auch sofort und auf der Stelle eingesehen. Ich denke, die nachfolgenden Jagdszenen, und ich will das keineswegs verniedlichen, kamen aus einem Missverständnis heraus zustande. Denn ich finde es wirklich nicht fair gegenüber meiner Frau, Deine Tochter, zu glauben, sie wäre so bescheuert, 10 Jahre mit jemanden zusammen zu leben, den zu heiraten und ein Kind mit ihm zu zeugen, der sie schlägt oder sonst anderweitig malträtiert. Aber ich will das nicht als ehrenrührig annehmen, dass Du das von mir denkst, sondern als Fehlinterpretation und Missverständnis einer besorgten Mutter verstehen. Für C. ist ihr Zuhause nicht die Hölle und wir arbeiten für unser Kind partnerschaftlich Hand in Hand. Es ist also nicht so, wie es zuweilen wirken mag, wenn wir bei euch sein dürfen, dass C. die Arbeit mit Clara hat und ich sitze den lieben langen Tag auf der Couch und strecke die Beine aus. Vielmehr habe ich eher selten dann die Gelegenheit etwas um das Kind zu tun, weil mir als Vater irgendwie alles aus der Hand gerissen zu werden scheint und ich mir schon wie das fünfte Rad am Wagen vorkommen könnte, wenn wir euch besuchen. Als Vater bin ich schließlich Anfänger und um jeden Rat dankbar, um den ich nachgesucht habe. Aber ich würde auch gerne derjenige sein, der die Geschicke unseres Kindes zusammen mit meiner Frau bestimmt und da bin ich nicht nur der Hansel, der den Chauffeur spielt und einmal in der Woche den Großeinkauf tätigt. Ich weiß schon, dass ich mit meinen Eindrücken aus dem letzten halben Jahr falsch liegen kann und lasse mich gerne von deren Unrichtigkeit überzeugen. Dennoch hat sich dieser Eindruck bei mir bis dato verfestigt, und vielleicht dient das ein wenig zu meiner Entlastung oder wenigstens zu einer hinreichenden Erklärung.
Nichtsdestotrotz muss ich mich nochmals entschuldigen und versichere, dass es zu einer solchen emotionalen Fehleinschätzung nicht mehr kommen wird.
Ich hoffe auf ein weiteres, klärendes Gespräch und verbleibe,
Dein lieber
beschissener Schwiegersohn und leck mich am Arsch.
Die Hand an der Wiege regiert die Welt: die Kirche, die Wirtschaft, die Macht - zu lenken, zu manipulieren, zu nehmen und zu geben. Vergessen zu machen oder himmelhochjauchzend, zu demontieren, destruieren und desillusionieren. Politik ist scheiße, das Geld regiert den Schein – aber die Macht der Veränderung liegt in den Herzen der Menschen begründet. Wer diesen Schlüssel besitzt hat Zugang zum Heiligen Gral, das Universum in seinem Innersten zu erschüttern oder zu manifestieren.
Paranoid? Oder bin ich wirklich der gefährliche Irre? Habe ich in Wahrheit nicht immer recht, keine seherischen Fähigkeiten, keinen analytischen Geist, sondern bloß Wahnvorstellungen?
War ich nicht eigentlich der Betrogene oder weshalb sonst wurde nur über die Fehler gesprochen, die ich angeblich beging? Hatte niemand ‚Hölle’ gesagt, hat mein Gehirn das konstruiert aus der Selbsterkenntnis und meiner inneren Verfassung heraus? Ach es tut mir alles so schrecklich leid, alles ein einziges Missverständnis und eine beschämende Orgie an Affektiertheit und Egozentrik und Attitüde – leck mich doch am Arsch, dabei habe ich mich noch zurückgehalten, sonst wäre einer massakriert worden, das wäre in Wirklichkeit passiert, wenn ich nicht so verfickt zurückhaltend und konziliant wäre selbst in meinem Zorn noch.
Das Werk der Illuminaten, die Verschwörung von Zion, schmutziges Geld intriganter Ölmagnaten oder Naziideologie in Ärztekitteln – alles erfundener Quatsch, von Wichtigtuern, die in Hollywood ihre infantilen Phantasien auf Zelluloid bannen, bestenfalls um mit der Dummheit von Hillbillies Geld zu machen, Traumgespinste, die hierzulande von Halbintellektuellen durch Ineinssetzung mit der Realität sakralisiert werden.
Und es wird geredet und geredet und geredet. Aber wer redet denn, wessen Bilder flimmern denn ständig über alle Bildschirme; doch nicht die Bilder derer, die wirklich wichtig sind, sondern ausschließlich von Personen, die sich selbst eine verbrecherisch hohe Wichtigkeit beimessen. Das Stampfen der Clowns auf dem Brettern der Arena übertönt das Flüstern aus der Sufflage. Das bunte Geflimmer verstellt den Blick auf die Schatten, und der Moderator ist nicht im entferntesten der, der die Fäden in der Hand hält. Wer sind die, die hinter der Bühne stehen, die das Drehbuch schreiben lassen, die die Hand an der Wiege der Gedanken und Ideen der Menschen haben. Wer, wenn nicht – und hier bricht der Gedanke ab. Das Ich taucht wieder auf aus der fiktiven Realität und substantialisiert sich in Form des im übrigen maskulinen Autors, der sich hingegen wiederum verbirgt hinter Buchstaben, Text, Geschichte und Struktur (im glücklichsten Fall).
Deshalb ist es so wichtig, dass … - und als ich ihm die zertrümmerte Bierflasche `reinjagte fühlte ich mich wie ein wirklicher Mensch. Weil er es verdient hatte, und weil es mein Gerechtigkeitsgefühl bestätigte, wenigstens dieses eine Mal. Keine obstruierte Kultur, keine verlogene Realität, keine Politik, keine Ränke, keine Kunst. Das volle Maß gleich in die Fresse: ehrlich, direkt und weil ich es kann. Weil ich es will!
Da hast du versagt. Danke Mutter!






© Rainer M. Scholz


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RainerMScholz
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Veröffentlicht am 03.11.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.09.2012). Textlänge: 2.434 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.268 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.07.2020.
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