Sinnlos am Rande des Tages

Alltagsgedicht zum Thema Sinn/ Sinnlosigkeit

von  RainerMScholz

Sinnlos am Rande des Tages



Licht
am Ende des Tunnels
wie eine
fluoreszierende Vulva
so dornig rot
und
die dicken Titten
des beginnenden Morgens
fallen mir als
bleichblaugeäderte Milch-
tüten in den Schoß.

Alles ist verloren,
doch ein Loch im Kopf
wäre wie Verrat.
Also
mache ich weiter, so
als wäre nicht das
Nicht geschehen. 
Die Blindwütige Verlogenheit
alter Männer
raubt mir den Schlaf und
sägt
mein Herz entzwei.

Ich wollte
sein wie weinende Kinder
im Gewitterregen so klar,
doch mit dem Messer
des Weltenbrandes
im Rücken schreie ich
nun gegen die Nacht,
die Stille flieht.

Wo war das alles,
als das Bier an die Wand
krachte
und in den
Scherben
ich nichts weiter sah

als

den Preis eines Lebens
an grauen Wühltischen
am Ende eines
sengenden
Glutsommers.
Ich krepiere,
umklammert von dicken Frauenarmen
im Sommerschlußverkauf.




© Rainer M. Scholz

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