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Die zertanzten Schuhe

Verserzählung zum Thema Märchen


von Mondsichel

Einst hatte ein König zwölf muntere Töchterlein,
die Eine konnte nicht schöner als die Andere sein.
Deren größte Leidenschaft das Singen und der Tanz,
geschmückt und geputzt im prächtigstem Glanz.
Ihr Gemach war ein Saal, der des Nächtens verschlossen,
aber dennoch war der König alsbald sehr verdrossen.
Denn jeden Morgen waren die kostbaren Schuhe dahin,
und der Spaß ganz mächtig ins Gelde ging.

So dachte er bei sich: „Wie stell ich es nur an,
dass ich meine Weibsen überführen kann?“
Welche unschuldig stets beim Frühstück saßen,
und ziemlich übermüdet das Morgenbrot aßen.
Schließlich ließ er verkünden im ganzen Land,
dass er verspräche einer seiner Töchter Hand.
Wenn jemand herausfände, wie es sich träge zu,
dass ganz zertanzt, die Prinzessinnenschuh.

Es kamen viele und es ging leider keiner mehr,
denn bei drei Mal versagen, gab man die Rübe her.
Kaum einer getraute sich noch das Wagnis einzugehen,
denn wer wollte mit seinem Leben grade stehen?
Nachdem so viele Prinzen ihren Kopf schon verloren,
kam einem Soldaten das Mysterium der Schuhe zu Ohren.
Er dachte laut „So schwer kann’s doch nicht sein!“
„Recht hast Du mein Sohn“, rief ein altes Mütterlein.

„Trink nicht den Wein, den sie Dir zum Abend reichen,
mit diesem Mantel kannst Du ihnen hinterher schleichen!“
Sprach’s und ließ ihm einen alten Lumpen zurück,
„hör auf meine Worte und Du findest Dein Glück!“
Sie entschwand und der Soldat stellte am Hofe sich vor,
die Prinzessinnen tuschelten: „Da ist der nächste Tor!“
Nun wurde der arme Soldat aufs Kostbarste geputzt,
selbst das Haar wurde ihm vernünftig gestutzt.

Als die Schlafenszeit für die Prinzessinnen kam heran,
wurde er in das Vorzimmer des Saales geführt sodann.
Die Älteste reichte ihm noch einen großen Becher Wein,
er tat als ob er tränke und schlummere ganz fest ein.
Schließlich putzten sich die Mädchen und lachten vergnügt,
sie ahnten nicht einmal, wie sehr mancher Schein trügt.
Ganz arglos klopfte die Älteste an ihr Himmelbette,
im Boden eröffnete sich plötzlich eine Wendeltreppe.

Der Soldat nicht dumm, nahm seinen Mantel zur Hand,
und unsichtbar, wurde er nicht als anwesend erkannt.
Als Wahrzeichen brach er sich Zweige von Bäumen,
aus silbernen, goldenen und diamantenen Träumen.
Jedes Mal krachte es donnernd, die Jüngste schrie:
„Hört, das ist unser Unglück, wir schaffen es nie!“
Doch die Älteste sagte: „Hör endlich auf zu greinen,
bald sind sie erlöst, dann musst Du nimmer weinen!“

Schließlich kamen sie an einen See, der unterirdisch war,
es warteten Prinzen mit Booten, am Wasser so klar.
Der Soldat setzte sich ins Boot mit der Jüngsten hinein,
und der fremde Prinz legte sich mächtig ins Ruder rein.
An der Insel endlich angekommen, ging die Party los,
da war das Erstaunen des Soldaten mächtig groß.
Denn es wurde gesteppt, bis alle Schuhe waren entzwei,
dann wurde noch gepoppt und die Nacht war vorbei.

Der Soldat, von der Feier total angetrunken,
ist mit seinem Schleudergang noch glatt ertrunken.
Wenn nicht das Boot der Ältesten dort gestanden hätte,
wär’ der See geworden, seine letzte Ruhestätte.
Doch so kam auch er schließlich noch heile zurück,
gar schneller als die Mädchen, welch ein Glück.
Und dachte bei sich: „Dies Fest hat mir gefallen,
Der Wein ist viel besser, als die dummen Schnallen!“

Als es die nächsten Tage wieder zur Party ging,
der Soldat seinen Mantel an den Kleiderhaken hing.
Seine Beweise waren da oben schnell verschwunden,
er hatte sich ganz umsonst die Finger geschunden.
Wer würde ihm glauben, erzählte er von diesem Ort,
eher würde man ihn köpfen, so blieb er lieber dort.
Er ging hinüber zur Bar und ließ sich total vollaufen,
um sich den Frust von der Seele wegzusaufen.

„Hab einst gekämpft für den König, in der Schlacht,
doch hat’s mir nur diese Huren eingebracht!
Sie schmeißen sich gleich an jeden Kerl heran,
der nach Prinz aussieht und gut ficken kann!
So vergänglich ist Schönheit, so dumm das Weib,
das nur locken kann mit seinem weißen Leib.
Hauptsache es knallt und die Möpse fliegen,
was soll ich bloß mit solchen Ziegen?“

Als die Prinzessinnen wieder in ihr Gemache traten,
bekamen sie gleich eins vom König übergebraten.
Das magische Tor, es verschloss sich für alle Zeiten,
nie wieder konnten die Mädels zur Party schreiten.
Doch auch im Lande wollte keiner sie heiraten mehr,
als entjungferte Prinzessin hat man’s ziemlich schwer.
Alle Prinzen hatten eh schon ihr Haupt verloren,
so versauerten sie hinter verschlossenen Toren.

Und die Moral von der Geschicht’,
poppen ist vor Heirat nicht!

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

So da wären "Die zertanzten Schuhe". Irgendwie kann ich nit aufhören zu grinsen, warum wohl? ;)


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Woschanova_one (53) (19.11.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Woschanova_one (53) meinte dazu am 19.11.2006:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel antwortete darauf am 20.11.2006:
Ganz lieben Dank an Dich Wolfgang. Ja längere Texte sind halt schwieriger an den Mann oder die Frau zu bringen. Aber schön das es wenigstens ein paar gibt die bis zum Ende lesen. Ganz lieben Dank auch für die Empfehlung

Liebe Grüßle
Arcy
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Butterblume
Kommentar von Butterblume (19.11.2006)
Hahahaha, geniales Märchen. Gefällt mir super gut!
LG Yvonne
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Mondsichel schrieb daraufhin am 20.11.2006:
*lächel* Lieben Dank ^^
Grüßle
Arcy
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SimpleSteffi
Kommentar von SimpleSteffi (19.11.2006)
Klasse gemacht! Da rufst du mir ein fast vergessenes Märchen in Erinnerung. Das werd ich mir gleich noch als Gute-Nacht-Lektüre suchen.
Liebe Grüße, Steffi
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Mondsichel äußerte darauf am 20.11.2006:
Hehe, vielen Dank *verneig* ^^
Es hat mir großen Spaß gemacht. Gibt noch so viele Märchen die man verschaukeln kann, muss ja nit immer dat sein, wat jedermann kennt. So isses viel interessanter
Liebe Grüßle
Arcy
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Maya_Gähler
Kommentar von Maya_Gähler (20.11.2006)
danke dir herzlich fürs vorlesen, so ist es sogar noch akustisch ein genuss geworden, nicht nur visuell
grüessli von der maya
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Mondsichel ergänzte dazu am 22.11.2006:
Ich glaub eher ich habe zu danke, für die lieben Worte
Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Isaban
Kommentar von Isaban (25.11.2006)
Ein richtiger Lesegenuss. Das hast du wunderbar hinbekommen. Ich mag das Märchen sehr. Das Orginal und deins fast noch mehr. ;)

LG
Isaban
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Mondsichel meinte dazu am 08.12.2006:
*lächel* Vielen Dank fürs Lob
*verneig* ^^
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Kommentar von Symphonie (73) (06.12.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 08.12.2006:
Hehe, tjo, das kann ich auch. Mal geschmacklose Satire liefern. Aber das Thema wollte es ja auch nit anners ^^
Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Kommentar von The_black_Death (31) (14.03.2007)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 14.03.2007:
Recht herzlichen Dank sag ich da doch mal ;D
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Märchenhafte Parodien.
Veröffentlicht am 19.11.2006, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.03.2007). Textlänge: 742 Wörter; dieser Text wurde bereits 3.850 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.03.2020.
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