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Der verlorene Traum IIInhaltsverzeichnisDer Wunsch II

Der Wunsch I

Kurzgeschichte zum Thema Lebensweg


von Mondsichel

In ihren Augen schimmerte stets die Hoffnung. Ein kleiner Lichtstrahl in der ewigen Dunkelheit ihrer Gedanken. Fast nutzlos war ihr Streben im stetigen Sturm der Verachtung und der Grausamkeit dieser Welt. Nur ihre Träume waren ihr geblieben, die sie stärker machten, als die rohen und kalten Gefühle der Menschen.
Mit beschwingtem Flügelschlag war sie durch ihr Leben gestreift, das ihr so viele Kämpfe auferlegt hatte. Doch hatte ihr Herz stets das Schwert gehalten, von dem schon so viele Blutstropfen der Verzweiflung zu Boden gefallen waren.
Sie war niemals so gewesen wie die anderen, sie wollte auch nie so sein, denn es hätte ihre Welten zerbrochen. Mit glühendem Sternenlicht wollte sie sich vereinen, weit von allem Wirklichen, dass ihre Seele am Baum der Realität aufgehängt hatte...

Wie sehr hatte sie sich vor unendlich langer Zeit gewünscht einer von Ihnen zu sein, ein Mensch im Paradies namens Hölle. Doch die Gesichter hinter den Masken zeigten ihr das, was sie an der Oberfläche der Atmosphäre nie gesehen hatte.
Und sie wünschte sich zurückkehren zu können, dorthin, woher sie vor langer Zeit gekommen war. Doch sie durfte die Gesetze des Lebens nicht übertreten. Hatte sie erst einmal nach der Seelenflamme gegriffen, musste sie ausharren, bis sich die Tore zu ihrer Welt wieder öffnen würden.
Sie wusste nicht, wie lange es dauern würde. Ob es nur ein Leben oder Hunderte von ihnen werden würden. Dieser Gedanke zerschnitt ihr das Herz, immer tiefer fiel sie in das Nichts der Isolation.
Niemandem konnte sie sich öffnen, niemand hätte die Sprache ihres Herzen verstanden. Es wurde kälter und kälter um sie herum, so dass ihr äußerliches Leuchten schließlich erstarb. Schließlich fühlte sie auch irgendwann den Schmerz nicht mehr und verschloss sich tief in ihrem Innersten vor der Realität...

Nach außen hin war sie geworden wie die Menschen, doch im Innersten leuchtete, von Dunkelheit umgeben, das Licht ihres wahren Selbst. Unfähig das Licht nach außen zu tragen, war sie nur in ihren Gedanken noch die Blume des klaren Mondes, die niemand mehr zum Blühen bringen konnte.
Müde des Lebens geworden, war ihr alles egal. Die Welt rauschte an ihr vorbei, die Jahre, die Menschen, die Kämpfe. Es machte sie stark, doch auch kälter als Eis und härter als Stein. Sie vermisste keine Liebe, wusste sie doch gar nicht was sie bedeutete. Sie vermisste nur die Nähe zu jenen, die sie verlassen hatte, um zu werden, was sie heute verfluchte.
Manchmal klagte sie flüsternd dem Mond oder den Schatten ihr Leid, in der Hoffnung, dass man sie erhören würde, um ihr das Warten zu ersparen. Doch es blieb nur Stille, die kein Wort durchbrechen konnte. So verbrachte sie viel Zeit in einer selbst erschaffenen Welt aus Dunkelheit und blickte mit leeren Augen an den Menschen vorbei...

Eines Tages wandelte sich der verschlossene Horizont und ein geflügeltes Wesen öffnete langsam die Tore in ihre Welt.
Stumm musterte sie das Leuchten, das von diesem Engel ausging. Sie hatte schon lange vergessen, wie hell sie selbst einmal geleuchtet hatte. Deshalb wand sie sich ab und ging schweigend an ihm vorbei.
Der Engel konnte nicht glauben, dass sie ihn nicht erkannte.
Leise sprach er in ihren Gedanken zu ihr: „Warum hast Du Dich selbst verloren? Erinnerst Du Dich denn nicht mehr warum Du das Zwischenreich verlassen hast, um ein Mensch zu werden?
Du hast immer gesagt, dass Du das Paradies und dieses Gefühl namens Liebe kennen lernen willst, das uns immer so fern war. Du wolltest die Natur und all ihre Wunder nur einmal sehen und Dich mit dem Klang ihres Lebens verbinden. Doch jetzt hast nicht Du die Welt verändert, sondern sie hat Dir alles genommen was Du warst.
Ich bin hier um Dich zurück in unsere Welt zu geleiten. Nimm meine Hand und ich werde Dir Deinen Traum erfüllen.“ Doch sie ging schweigend weiter, als hätte sie seine Worte nicht gehört.
Der Engel verstand nicht was geschehen war. Schnell flog er ihr hinterher und als seine Hand ihre Schulter berührte, zuckte er von tiefem Schmerz getroffen zurück. Denn er musste erkennen, dass sie innerlich fast tot war.
Deshalb hauchte er ihr die Flamme der Seele erneut ein, auch wenn es bedeutete, dass sich die Tore schließen würden...

Die kleine Mondblume in ihrem Innersten, begann erneut zu blühen, im Angesichte des Lichtes, das nun in ihre Welt gedrungen war.
Der Engel entschwand, doch ein Teil von ihm war zurückgeblieben und hatte sie erweckt. Im selben Augenblick blieb sie stehen.
Wie aus einem langen Schlafe erwachend, öffnete sie verwundert die Augen. Und alles was die ganze Zeit vor Nebelschleiern gehangen hatte, wurde wieder klar. Sie drehte sich um, vielleicht um den Engel noch zurückzuhalten, doch er war fort.
Tränen füllten ihre Augen, hatte sie doch begriffen, dass ihre Chance zurückzukehren für dieses Leben vergeben war. Nun musste sie warten, bis der Kreislauf von vorne begann. Sie sank zu Boden und konnte ihr Herz nicht beruhigen, welches ihr den Schmerz schenkte, der so lange stumm in ihrer Seele geschlafen hatte...
Plötzlich legte sich erneut eine Hand auf ihre Schulter. Sie drehte sich um und blickte in die Augen des Engels, der ihr lächelnd zu verstehen gab, dass er auf sie warten würde. Egal wie lange es noch dauern sollte, egal, wie oft er sie in den folgenden Leben noch wecken müsste.
„Irgendwann werden wir uns finden“, flüsterte er und küsste ihr sanft auf die Stirn. „Du bist nicht allein. Denn Engel sind niemals allein.“ Damit verflüchtigten sich seine Schemen und sie musste das Schicksal akzeptieren, das ihr in diesem Leben bestimmt war.
Mit neuem Mute erfüllt, nahm sie ihr Schwert erneut zur Hand. Denn sie wusste, dieser Kampf würde nicht enden, bis sie den Engel wieder sehen würde. Dann würde sie endlich wieder zurückkehren können.
Doch bis dahin, war es noch ein sehr langer Weg...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Teil zwei folgt. Es knistert schon in der Luft... ;)


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Nunny (73) (11.12.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 12.12.2006:
*lächel* Lieben Dank für Deine Worte. Und ja, Du hast erkannt, was mein Herze ausdrücken wollte. Ich hoffe das wir irgendwann nach Hause kommen
Teil Zwei ist jetzt übrigens schon online...

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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franky
Kommentar von franky (13.12.2006)
Hallo liebe Arcy.
wieder zauberhaft erzählt, mit allen blutigen spuren und flammenden sehnsüchten; wenn engel auf dich warten um dich zu retten, mußt du keine angst haben, du landest ganz bestimm in deinem paradies. dein herz mit den donnerschlägen kommt immer wieder in das licht und ergreift das schwert von hoffender liebe zum glück.
sei liebevoll umarmt
von Franky mit hellen gedanken an dich
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Mondsichel antwortete darauf am 14.12.2006:
*lächel* Danke für Deine lieben Worte
Mehr wage ich nicht zu sagen...
*liebdrück*
Arcy
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 11.12.2006, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2007). Textlänge: 964 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.963 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.05.2019.
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