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Der Wunsch IV

Kurzgeschichte zum Thema Lebensweg


von Mondsichel

Langsam öffnete sie wieder ihre Augen, in denen gerade noch der Tod geglänzt hatte. Irgendetwas in ihr hatte sich verändert. Sie fühlte ihr Herz, das beständig in ihrer Brust pochte. Eine Last schien von ihr abgefallen zu sein und sie hatte das Gefühl fliegen zu können, wenn sie es nur wollte.
In ihr brannte nun ein Feuer, von dem sie noch nicht verstand wie sie es nutzen konnte. Das Ende hatte ihr einen neuen Anfang eingehaucht. Doch der neue Anfang bedeutete auch einen neuen Weg, neue Erfahrungen und neue Kämpfe.
Sie zögerte lange, doch dann erinnerte sie sich an die Dinge, die ihr der Tod im Schlafe noch geflüstert hatte: „Du kannst nicht verlieren, sondern nur gewinnen. Egal was dort auf Dich warten wird. Die Flamme in Dir, sie wird Dir den richtigen Weg weisen.“ Sie atmete noch einmal tief durch und ging mit pochendem Herzen voran...
Noch immer spürte sie die Kälte ihres Innersten, denn auch wenn das Eis langsam taute, so blieb doch noch immer ein Teil der Vergangenheit in ihr zurück. Ein Lächeln wie das Licht des klaren Mondes, die weiße Haut funkelnd vom Frost und gläserne Augen, in denen die Melancholie nach wie vor leuchtete.

So begann sie das Leben neu zu erforschen. Und nach einiger Zeit fand sie Wesen, die wie sie, auf der Suche waren. Sie hatten nicht dasselbe Ziel, nicht dasselbe Bestreben, doch fühlte sie sich zu jenen zugehörig.
Verschlungen von der Leere dieser Welt, beschritten sie gemeinsame Pfade, um nicht in Einsamkeit zu vergehen. Doch die Liebe fand sie auch im Kreise jener nicht, die sie wenigstens zu verstehen schienen.
So malte ihr die Traurigkeit immer mehr Eisblumen auf die roten Wangen. Aber sie blieb stark, egal was auch geschah. Denn sie wusste, wenn sie wieder in ihren Traumwelten versinken würde, fände sie wohl niemals den richtigen Weg...
Die Wesen, in dessen Kreise sie sich bewegte, mochten ihre Wahrheit vielleicht so zu nehmen wie sie war. Doch konnten sie ihr nicht geben wonach sie innig verlangte, dafür waren sie selber viel zu sehr damit beschäftigt ihr Ziel zu finden.
Die Gesellschaft schenkte ihr Wärme, auch wenn sie noch immer einsam war. Aber wenigstens erfror sie nicht, im Atem jener, die sie mit gierigen Augen anstarrten und doch niemals ihre Grenzen übertreten konnten.
Sie hatte oft das Gefühl, dass ihr die Menschen das Leben aus dem Leibe saugen würden, wenn sie nur ein einziges Mal unvorsichtig wäre. Und so wandelte sie weiter wie ein Schatten im Dunkel ihrer Selbst. Verträumt und verloren, in einer Welt, die niemals die Ihre sein konnte...

Eines Tages war sie dann doch unvorsichtig geworden und geriet in den Strudel tiefer Leere. Jene, die sie bis jetzt geschützt hatten, waren nun weiter fort als das Ende des Universums. Aber bevor sie in der Leere erstickte, bot ihr jemand im letzten Moment die rettende Hand. Auch er war ein Engel, jedoch nicht Jener, den sie auf ihrem Wege finden musste. Dennoch träumte sie alsbald in seinen Armen, die sie vor der Welt beschützen konnten. Sie ergab sich dem, was sie glaubte, dass es Liebe sei.
Das Feuer loderte lichterloh in ihr auf, führte sie an Horizonte, die weit ab von ihrer Welt war. Er malte ihr die Mondsichel auf die Stirn und küsste ihr die Sterne von den Lippen. So brannte sich ein Bild in ihr Herz, welches sie mit den schönsten Farben ausfüllte, um noch ewig davon träumen zu können. Doch war die Liebe ihr ferner als jemals zuvor, denn Träume die allzu bunt sind, täuschen das Herz...
Sie war auf ihre Art und Weise glücklich, auch wenn die Dunkelheit noch immer nicht von ihrer Seite gewichen war. Und aus dem Rest der Kälte in ihrem Innersten, formte sich eine Rose, dessen Schönheit kein Auge jemals ertragen könnte. Denn so strahlend wie sie war, würde sie jeden verblenden, der sich von ihrem Lächeln verführen ließe. So schlief sie wohl ewig im Meer ihrer Sehnsüchte und wollte niemals mehr erwachen.

Der Schatten ihrer Sehnsüchte streichelte ihr Angesicht, hielt sie an seinem Herze warm und ließ ihre Träume wahr werden. Gemeinsam verbrachten sie eine lange Zeit im Strudel zwischen Leben und Tod, gefangen in ihren Illusionen, gefangen in sich selbst. Bis eines Tages eine ferne Stimme ihren längst vergessenen Namen rief und sie wachrüttelte.
Die schöne Welt um sie herum zerfiel. Im selben Moment fuhr die Eisrose ihre Stacheln aus und traf sie tief in die Seele. Augenblicklich starben die Farben, die Wärme wurde zu Kälte und ließ sie frieren.
Sie musste erkennen, dass der Schatten ihrer Sehnsüchte zu Eis geworden war. Ihr Herz hatte seine Flügel sterben lassen und hatte ihm den Atem genommen. Der Traum war zu schön gewesen. Doch noch immer klammerten sie aneinander, um nicht noch den letzten Funken Leben in ihren Leibern zu verlieren...
Plötzlich hörte sie erneut die Stimme, die ihren Namen rief.
Langsam drehte sie sich um und musste verwirrt feststellen, dass die Dunkelheit es war, die scheinbar ihr wahres Ich erkannte. Verführerisch war ihr Ruf. Und die Augen, die dort im Dunkel funkelten, faszinierten sie.
Gemeinsam beschritten die beiden Seelen den Weg, der sich nun vor ihnen aufgetan hatte. Sie spürte, dass dort in der Schwärze ihr Schicksal lag. Auch wenn es vermutlich bedeuten würde, dass die Liebe, die sie so sehr gesucht hatte, nur eine Illusion war. Und das jeglicher Kampf, den sie geschlagen hatte, umsonst Tränen und Blut gekostet hatte.
In jenem Moment, als das Dunkel sie umhüllte, spürte sie die Hände fremder Sehnsucht auf ihrer Haut. Unbekannte Feuer flammten auf ihrem Leibe, sanfter Atem hauchte sich auf ihre Träume. Zitternd ward ihr Körper genommen, immer tiefer geführt in das Reich der Leidenschaften.
Der feste Griff um die Hand des Schattens ihrer Sehnsüchte wurde sanfter und schließlich glitten die Seelen auseinander, um niemals wieder vereint zu sein...

Eine Träne fiel zu Boden, als sie erkennen musste, dass der Engel den sie suchte, die Dunkelheit war, aus der sie immer entfliehen wollte. Das eisige Schwert gehorchte ihren Händen nicht mehr und zersprang am Ursprung der Schwärze in unzählige Splitter. Sich dem Schicksal ergebend brannte die Flamme so heiß wie noch niemals in ihrem Innersten auf und ließ sie mit dem Engel der Dunkelheit verschmelzen
Ein Schrei aus Verlangen und Befreiung durchhallte die Zeiten, als die wahre Liebe ihr Herze umschlang. So verging sie mit der Dunkelheit, in deren Augen sie lodernd erbebte.
Und als sie die Augen wieder öffnete, standen sie und ihr Engel Hand in Hand vor den Toren ihrer Welten. Ihre mächtigen Schwingen trugen sie in eine neue Zeit, in einen neuen Beginn. Denn auch wenn das Schicksal ihnen die ewige Suche wohl niemals ersparen würde, hatte sich ihr größter Wunsch am Ende doch erfüllt...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Damit wäre "Der Wunsch" am Ende. Diese Geschichte ist zwar länger geworden als ich ursprünglich dachte, aber ich glaube, sie hat ein würdiges Ende gefunden...
Sie hat auch mehr preisgegeben, als sie eigentlich sollte. Aber so ist das eben. Worte tragen selten unerkennbare Geheimnisse in sich... :)


 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (15.12.2006)
Hallo liebe Arcy,
dort wo die einzige träne zur erde fiel, wächst eine schwertlilie, als denkmal deiner sehnsüchte. sie behütet den eingang zum palast der dunkelheit, der nur mit dem schlüssel eines herzens zu öffnen geht welches in einem engel von welten der schweigenden gräber geführt wird, er bringt die kraft des lichtes mit wo mit die eisrose wieder ihre blätter zur blühte bringen kann und die sehnsucht in der dämmerstunden auflodern läßt, wo neue wünsche wie morgentau über die lippen der engelsgestalten
den glücksstern aus dem himmel küßt.
sei bereit zu fallen und zu fliegen!
zu sterben und zu siegen!

vielen dank für deine wunderschöne geschichte.
liebe grüsse von deinen freund Franky
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Mondsichel meinte dazu am 15.12.2006:
*lächel* Nein ich habe zu danken...
Darum fühl Dich lieb gedrückt

Hattest Du den dritten Teil eigentlich gelesen?
Habe jetzt auch noch eine neue Geschichte geschrieben, die sich "Sternenfunkeln" nennt. Sie wird morgen online kommen ^^

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Mondsichel
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 15.12.2006, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2007). Textlänge: 1.119 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.067 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 30.11.2019.
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