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Sternenglanz

Kurzgeschichte zum Thema Liebe und Sehnsucht


von Mondsichel

Im Licht der Kerzen streichle ich sanft über Dein Gesicht und sehe so viel verborgen hinter Deinen Augen. Wir sind uns, bis in diesem Leben, noch niemals zuvor begegnet und doch trägt uns beide diese Sehnsucht, von der wir nicht lassen können.
Dein Lachen, es lässt mein Herze lauter pochen und schenkt mir warme Schauer über das Herze. Fast erstickt mich meine eigene Verlegenheit, doch diese Faszination, lässt sich mit nichts beschreiben was ich einst sah.
Kein Wort durchbricht das Schweigen, das sich auf unsere flammenden Lippen gelegt hat. Und doch sprechen wir lauter als das Rauschen der Erde, die unter der Kälte ihrer Bewohner ächzt. Deine Hand legt sich in meine und ich weiß, dass die Zukunft uns einen gemeinsamen Weg gewählt hat...

Siehst Du nicht den Sternenglanz funkeln in meinen Augen? Er erzählt so oft von all den Dingen, die schon ewige Zeiten zurückliegen. Manchmal wünschte ich, Du könntest seine Stimme hören und verstehen, wohin mein Herze mich zieht.
Bin so viele Welten und Gezeiten ruhelos durchflogen, vielleicht nur um Dich zu finden. Doch wenn Du mich nicht wahrlich sehen und verstehen kannst, dann bist Du nicht das Licht nach dem ich suche. Dann werde ich eines Tages gehen und niemals mehr zurückkehren.
Aber bis dahin lass uns das Hier und Jetzt genießen, lass uns leben und lieben. In die Himmel fliegen und in den tiefsten Abgründen fallen. Ich bin bei Dir, wohin Deine Seele sich auch wenden mag.
Vielleicht geht morgen unsere Sonne auch schon wieder unter und erfüllt unsere Welt mit eisiger Kälte. Doch kälter als das Leben da draußen, kann es gar nicht werden...

Wir sind das Feuer im Tanz der Schneeflocken. Wir sind wie die unwirklichen Farben hinter einer 3-D Brille, die unsere Welt räumlicher gestaltet als sie ist. Niemals wirklich vereint und doch ohne einander nur eine verfärbte Realität.
Wir brauchen beide Augen, um zu sehen was uns das Schicksal, in Lettern aus Liebe auf die Körper malte. Du weißt wie ich fühle, Du weißt wie tief wir in die Leidenschaften fliehen können.
Feuchte Haut, die der Kälte strotzt und in elektrisierendem Atem sich dem Tod der Träume ergeben muss. Und die Leiber ergeben sich diesem Gefühl, das im Schmelzpunkt der Sehnsüchte explodiert.
Ich küsse Dir die Tränen aus der Seele und fange Deine Gedanken auf, die laut meinen Namen rufen. Ich will nicht anders fühlen, will ewig schwimmen mit den Wogen des Verlangens, die das Eismeer der Emotionen aufgetaut hat...

Will die Zeit einfach vergessen, will nicht daran denken, dass der Mond heute das letzte Mal für uns aufgegangen ist. Morgen lege ich Dir Blüten auf die Lippen, deren sündiger Kuss für immer verhaucht ist. Werde Deine Augen mit Tränenperlen schmücken, damit sie Dir auf ewig ein Schmuck sind.
Die Stimme wird immer lauter, ruft verlockender nach mir, entfacht die Sehnsucht immer stärker. Doch Du kannst sie nicht hören, wirst sie wohl auch niemals hören. Ich kann nicht verweilen an Deiner Seite, muss weiterziehen in die Unendlichkeit. Ein letztes Mal brennt Dir meine Liebe eine Hoffnung in die Seele, doch dann erlischt das Licht und ich mit ihm.

Dein Körper wird zu Eis und verweilt in dieser Welt, der ich mein Feuer nicht mehr schenken kann. Ich wusste das es so kommen würde, doch denke ich nicht mit Traurigkeit an Dich. Denn so kurzweilig das Leben ist, so schön war die Zeit, die wir am Horizonte verweilten und über die Gräber jener tanzten, die schon an der Kälte ihres Selbst erfroren waren. Nun musst Du wieder Deinem Wege folgen und ich muss mein Schicksal finden...
Ich fliehe hinfort mit den Sternschnuppen, die mir von dem einzigartigen Licht erzählen, das mich wirklich sehen und verstehen kann. Bilder vor meinen Augen, die mir das Gesicht meiner Sehnsüchte zeigen, zaubern mir die leuchtende Hoffnung in mein pochendes Herz.
Ich weiß, ich bin ihm schon begegnet, vor langer Zeit. Und ich weiß, ich werde die Inkarnation meiner Liebe wiederfinden, wohin der Seelenfluss mich auch tragen wird. Und bis ich sie gefunden habe, wird auch das Sternenleuchten in meinen Augen funkeln, die unendlich vielen Leben, die meine Erinnerung mir malt...

(c)by Arcana Moon

 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (15.01.2007)
Hallo liebe Arcy,
in deiner geschichte schweben so viele wunderschöne sterne aus unbeschreiblich tiefen gefühlen. sie werden dich immer wieder besuche, sie sind deine weggefährten und werden dir den weg bis zum ende beleuchten. es friert und doch ist die kälte das feuer, verbrennung und erfrierung lassen am körper die selben spuren zurück. auch eine seele kann mit feuer erfrieren und im eis verbrennen.
habe gestern von Tschaikovsky (Romeo und Julia) gehört; eine wunderschönes werk, es trägt die liebe und den tod in seinen klängen.
liebe herzliche grüsse
von Franky***
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Mondsichel meinte dazu am 15.01.2007:
Hallo lieber franky,
ich freu mich so sehr dass Dir die Geschichte gefallen hat. Ich fand es so schade dass bisher noch keiner was dazu geschrieben hatte, weil ich mich sehr tief mit ihr verbunden fühlte. Aber nun hast Du ein paar Worte gefunden und mich ein Lächeln auf das Gesicht gemalt. Lieben Dank!
Ich hoffe ihr beide hattet gestern einen schönen Abend, so wie Du von der Musik schwärmst muss es ja ein Genuss gewesen sein
Die letzten Teile sind noch nicht in der Sammlung, sondern als Einzeltexte zu finden... Auch ganz lieben Dank für Deine Empfehlung

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Der Wunsch IVInhaltsverzeichnisWeggefährten
Mondsichel
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 16.12.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2007). Textlänge: 688 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.196 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.06.2020.
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