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Der letzte Tanz

Kurzgeschichte zum Thema Liebe & Schmerz


von Mondsichel

Es war die letzte Nacht, eine letzte Chance in diesem Leben, die uns nach weit auseinander führenden Wegen, endlich zusammenführte. Es war das letzte Funkeln der Sterne in Deinen Augen, das letzte Lächeln das Deine Lippen streichelte.
Ich erinnere mich mit tränendem Herzen an den bittersüßen Geschmack der Sehnsucht, die im letzten Augenblick der Leidenschaft entflammte.
Für einen kurzen Moment verweilten wir im Leuchten der Nacht, im Angesicht von Verlangen und Vergänglichkeit. Doch zu schnell flog die Zeit dahin und der letzte Tanz, in dem unsere Leiber sich wiegten
Ich sehe noch Deine leeren Augen, deren bleiche Mondsicheln mir das Herz zerbersten ließen. Und wie meine warmen Finger sanft Dein kaltes Gesicht streichelten, aus dem jegliche Wärme entflohen war...


Ich hatte die Hoffnung verloren jemals zu finden, was ich in meinen Träumen längst gefunden hatte. Dieses Gesicht, diese Augen, diese Stimme, ich kannte Dich längst, ich wusste wie Du fühltest, auch wenn ich Dich noch niemals gesehen hatte.
So lange habe ich Dich im realen Leben gesucht. Und egal wie trostlos die Tage an mir vorüberzogen, fühlte ich es tief in mir: Du bist real. Irgendwann würden wir uns begegnen. Immer suchte ich nur nach diesem Gefühl und fand es doch nicht.
So viele Augen habe ich bis auf den Grund abgesucht. So viele lächelnde Gesichter an den Himmel gemalt. So viele Tränen aus dem Meer der Verzweiflung getrunken...
Hab mein Herz an Dich verloren, deshalb nahmen sie mir Stück für Stück meine Seele. Wie die Wölfe haben sie mir hungrig ihre Zähne in mein Fleisch geschlagen und meine äußerliche Welt zerfetzt. Doch ertrug ich es nur für Dich.
Sollten sie an ihren kalten Gefühlen doch erfrieren, sollten sie doch lachen über meine Träume. Ich habe nur für den Moment gelebt, wo es zwischen uns keine Grenzen mehr aus Realität und Traum geben würde.
Aber niemals fand ich auch nur ein kleines Funkeln, das mir den richtigen Weg gewiesen hätte. So schrie ich meine Hoffnung in die Welt hinaus. Die Flammen meines Verlangens waren heiß und brannten sich in die Leiber der stummen Leere...

Eines Tages hast Du mich erhört, hast aus der Ferne ein Lied für mich gesungen, dass meine Seele mit warmen Händen umschlang. Mein Herze pochte lauter und schneller, flatterte wie ein kleiner Vogel um sein Nest. Und als ich Dir dann endlich gegenüberstand, glaubte ich sterben zu müssen in der Erfüllung meiner Träume.
Du warst wie das Porträt eines Malers, ein leuchtendes Antlitz im der Unwirklichkeit dieser Welten. Fast glaubte ich Deine Flügel zu sehen, die Dich sanft einhüllten und vor der Kälte der leeren Gefühle beschützten. Doch Du warst nicht allein.
An Deinen Händen klammerte sich der Tod meiner Träume, die bittere Realität, die mir den Atem nahm. Seine Augen blickten direkt auf mein Herz und lächelten das eisige Lächeln der Sterblichkeit...
Ich zog mich vor Dir zurück, um diesen Schmerz der Hoffnungslosigkeit zu vergessen. Aber ich konnte dennoch nicht den Blick von Dir wenden, zu tief hatte mich das Verlangen getroffen. Und als die letzten Klänge dieser Nacht durch die Gedanken hallten, erhob ich mich, um den letzten Schrei meiner Sehnsucht durch die Dunkelheit gellen zu lassen.
Da sah ich Dich tanzen im Schein des Mondes, Du bewegtest Dich versunken in den Wogen des Windes. In diesem Moment wusste ich, dass ich nicht schweigend von Dir gehen konnte. Und so trat ich Dir ein letztes Mal gegenüber, damit mein Innerstes Dir erzählen konnte, wie ich für Dich fühlte...

Die Sterne in Deinen Augen lächelten mich Millionenfach an, war auch so viel Traurigkeit in ihnen, die so unergründlich war wie Du selbst. Für eine Weile war die Welt um uns herum gefroren, die Zeit blieb stehen, die Menschen waren fort. Da waren nur wir zwei, nur diese Gefühle, die in unseren Gedanken flammten. Und bevor ich realisierte was geschah, schlangen sich meine Arme um Deinen Leib.
Ich spürte das Verstummen unseres Atems, das Zittern Deiner Seele und hörte das wilde Pochen Deines Herzens. Wie scharfe Schwerter schnitt uns die Leidenschaft in die Körper und wir vergaßen alles was sich hinter der Zeitenstille befand.
Enger wiegten wir uns im Gesang der Bäume, heißer wurde das Feuer des Verlangens und brannte sich tiefer in unsere Gefühlswelten. Ich konnte einfach nicht mehr anders als Dir meine tiefe Liebe auf Deine süßen Lippen zu hauchen.
Es war mir egal welche Augen uns sahen. Es war mir egal wohin uns dieser Weg noch führen würde. Denn in diesen Moment erfüllten sich alle meine Träume...
Mit heißem Beben erfüllten sich unsere Seelen und strebten noch enger zusammen, um im Schmelztiegel der Lust zu vergehen. Doch so schnell wie Träume sich erfüllen, werden sie einem auch genommen. Geblieben ist mir nur der Atem, der Deinen Nacken sanft gestreichelt hatte.
Die Erinnerung an Dein Lächeln, an die Sterne in Deinen Augen und an das Feuer unserer Liebe, dass ich niemals wieder erlöschen lassen kann, egal wie weit fort Du nun von mir bist. Im Augenblick der größten Erfüllung, hat das Ende Dir Dein Herz geraubt. Ich konnte nur schreiend das Schicksal akzeptieren, konnte nicht verhindern, dass der Tod das Spiel erneut gewann...

Ich hielt Dich weinend in meinen Armen, als Du plötzlich den Boden unter Deinen Füßen verloren hattest. Von einem Moment auf den nächsten wurde mir genommen, was ich so lange gesucht hatte. Dein Herz war im Taumel der Leidenschaft einfach stehen geblieben und ließ mich hier allein zurück.
Kalt und leer wirkten Deine Augen, der Verzweiflung zum Opfer gefallen. Der Atem war Dir entflohen und das letzte Funkeln Deiner Seele schlang sich schreiend um mein Herz. So lange hatten wir gewartet auf ein Zeichen, so lange gesucht und endlich gefunden. Doch war uns nur ein Moment der Erfüllung vergönnt und ich wusste, dass dies nicht das erste Mal gewesen war und wohl auch nicht das letzte Mal sein würde. So leben wir scheinbar nur, bis wir uns gefunden haben...

Ich stehe an Deinem Grabe, das schmucklos in den kalten Novembertagen mir die Trostlosigkeit schenkt. Noch immer begreife ich nicht was geschehen ist und noch immer scheint mein Herze taub zu sein. Ich fühle keinen Schmerz, fühle nur Kälte und Eis in mir aufsteigen. So werde ich zum Antlitz dieser Welt, in dessen Himmel uns der Tanz unserer Flügel getragen hat.
Mein Engel, ich weiß Du wartest. Bis ich vergehe an dieser Einsamkeit und Dir folge, damit wir einen neuen Anfang finden. In einer neuen Zeit, einer neuen Welt, einem neuen Leben, einer neuen Nacht.
Ich bin bereit für diese Reise. Das war ich schon immer...


(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Und wieder ein neuer Teil für die Welt aus Eis... :)


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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 18.12.2006, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2007). Textlänge: 1.088 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.042 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 30.11.2019.
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