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Blindlings

Kurzgeschichte zum Thema Liebe und Sehnsucht


von Mondsichel

Blindlings war sie durch ihr Leben gegangen, mit Scheuklappen und falschen Idealen vor Augen. Irrend durch das Dunkel der gestorbenen Gefühle, trat sie sehr oft auf die Gräber ihrer eigenen Träume. Es hatte ihr den Atem genommen und oft musste sie verweilen, um nicht an ihrer Sehnsucht zu ersticken.
Ihr bisheriges Leben war nur ein einziges Gefängnis gewesen. Tiefer hinab gezogen von denen, deren schuppige Haut eher derer der Schlangen glich, als der eines Menschen. Mit gespaltenen Zungen sprachen sie und mit kalten Augen, die scheinheilig Verständnis heuchelten, wurde sie angestarrt.
So wand sie sich ab um zu finden, wonach ihr Innerstes strebte. Denn irgendwo dort in der Ferne wartete das Unbekannte, von dem sie glaubte, dass es die Erfüllung all ihrer Hoffnungen war. So lief sie immer weiter, ließ die spottenden Stimmen hinter sich und suchte nach dem Licht, das ihre Seele heilen könnte…

Es war die Liebe, nach der sie begehrte. Es war die Hoffnung, die in ihrem Innersten schrie. Heiß-kalte Schauer umarmten sie und pflanzten ihr die kalte Einsamkeit in das Herz. So oft meinte sie gefunden zu haben wonach sie suchte und griff doch nur ins Leere. Immer mehr fror ihr Herz unter den Tränen und der Enttäuschung ein. Und es drängte sich der Gedanke auf, dass Träume eben doch nur Schäume sind.
Niemals wagte sie es sich einmal umzudrehen, hatte sie doch Angst wieder jenen in die Augen sehen zu müssen, die ihr Herze so verletzt hatten. Zitternd war ihr Atem, sie fror unter der Stille, die ihr das Dunkel der Gefühle eröffnete.
So verdunkelte sich ihr Blick, ihre Züge wurden müde, doch wollte sie nicht aufgeben. Selbst wenn ihr Haar schon längst im silbernen Glanze des Mondes erstrahlen sollte, würde sie nicht aufgeben…

Umgeben von Menschen, die nur den Kopf schüttelten, über ihre Fantasien und Träume, zerbrach sie innerlich an sich selbst.
Aber ihre Füße gingen weiter, wollten nicht ruhen, wollten nicht resignieren. Denn diese Flamme, die dort in der Ferne brannte, wollte nicht verlöschen. Und so lange sie dies nicht tat, würde auch sie selbst das Feuer begehren.
Aber war diese Flamme auch real? War sie nicht nur der Wunschtraum ihrer Seele, der in dieser Welt schon vor langer Zeit gestorben war? Oder war sie wie Schneewittchen, eingefroren in ihrem Selbst? Tot und doch lebendig, in einem gläsernen Sarg? Nun saß sie inmitten der Dunkelheit und dachte lange nach.
Noch immer flammte in der Ferne ihr Verlangen, doch je länger sie dort saß und wartete, desto weiter entfernte es sich von ihr. Ihre Tränen flossen nun ungehindert zu Boden und daraus erwuchsen kleine leuchtende Blumen.
Noch immer mit tränenden Augen blickte sie fasziniert auf die kleinen Blüten, die einen Duft verströmten, der ihr Herze warm erfüllte…
Sie versank in diesem Gefühl, das sich langsam um ihre Sinne wand. Plötzlich spürte sie, wie eine Hand sanft über ihre Schulter strich, wie ein Windhauch, der die Wangen küsst. Sie schreckte hoch und schaute nach vorne. Doch dort brannte nach wie vor das Feuer, welches niemals zu erlöschen schien.
Vorsichtig erhob sie sich wieder vom Boden, mit einer der leuchtenden Blumen in ihrer Hand. Sanft drückte sie die Blüte an ihr Herz, schloss die Augen und wandte sich von der Flamme ihres Verlangens ab.

In ihren Gedanken flüsterte leise eine Stimme: „Ich bin frei wie ein Vogel, der den Horizont streift. Du kannst mich nicht fangen, kannst mich nicht besitzen, kannst mich nicht in einen goldenen Käfig sperren. Ich komme und gehe wann ich will. Ich umarme Dich, oder ich lasse Dich los, wie ich es vermag. Du kannst mich nicht kontrollieren, ich kontrolliere Dich.“ Die kleine Blüte, die eben noch in ihren Händen glühte, erlosch und verband sich direkt mit ihrem pochenden Herzen.
Plötzlich fühlte sie eine aufsteigende Hitze in ihrem Leib. Zwei Arme legten sich sanft und beschützend um ihren Körper. Röte stieg ihr in die bleichen Wangen.
Eine tiefe Stimme flüsterte ihr sanft ins Ohr: „Du wirst mich niemals finden… Denn, ich finde Dich!“ Langsam öffnete sie ihre Augen, die einen sehr melancholischen Schimmer in sich trugen. In der Ferne war die lodernde Flamme ihres Verlangens erloschen. Sie fühlte wieder eine tiefe Einsamkeit in ihrem Körper aufsteigen, der gerade noch von warmer Sehnsucht erfüllt war…
Wieder wollten Tränen in ihren Augen aufsteigen, sie wollte laut schreien vor der Erkenntnis, sich im Grunde selbst vor der Welt verschlossen zu haben. Wie sollte sie auch Liebe im Eise finden, wenn sie selbst zu Eis geworden war?
Sie atmete zitternd aus und drehte sich mit gesenktem Blick um. Es tat ihr weh inmitten der Dunkelheit zu stehen und nicht zu wissen, welcher Weg am Ende der Richtige war. Plötzlich blickte sie erschrocken auf und direkt in zwei dunkle Augen, in denen das Feuer flammte, das am Ende des Weges erloschen war.
„Ich habe mich gefragt, wie lange Du noch vor mir weglaufen willst“, flüsterte es in ihren Gedanken. Sie wagte nichts zu sagen. „Bist Du schon so blind vor Liebe geworden, dass Du sie nicht einmal mehr erkennst, wenn sie direkt vor Dir steht?“, sprach die Stimme erneut. Ihr Herz bekam einen tiefen Stich und in ihrem Bauch begannen nie gespürte Gefühle wie Schmetterlinge zu flattern.
Als der junge Mann sanft über ihr Gesicht streichelte und ihr den Atem in einem flammenden Kuss raubte, da erfüllte das Feuer des Verlangens auch sie. Und es sollte sie niemals mehr verlassen…

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Und ein weiteres Kapitel aus der Welt des Eises... ;)


 
 

Kommentare zu diesem Text


Rebekka
Kommentar von Rebekka (02.07.2007)
schön =)
und sehr schöne Metaphern wie z.B. "Gräber ihrerTräume", wirklich toll.
Gefällt mir sehr, und vor allem: es bringt mich zum träumen!
liebe Grüße,
Rebekka
diesen Kommentar melden
Mondsichel meinte dazu am 10.07.2007:
*lächel* Freut mich das Dich dieser Text begeistert hat.
Liebe Grüßle
Arcy
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Der letzte TanzInhaltsverzeichnisEngel mit traurigen Augen
Mondsichel
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 20.12.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2007). Textlänge: 898 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.238 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.08.2019.
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