Wie weit würdest Du gehn...

Brief zum Thema Liebe und Vertrauen

von  Eumel

Wie weit würdest Du gehn,
um Liebe zu beweisen?


Um Deine Gefühle greifbar zu machen?

Einen Kuss nicht einfach nur einen Kuss sein zu lassen?
Eine Berührung nicht einfach nur eine Berührung sein zu lassen?

Wie weit würdest Du gehn,
um Liebe zu beweisen?


Gehst Du an die Grenzen des Dir möglichen? Ans Ende der Welt?

Legst Du Deine Hand ins Feuer und behältst Deine Angst, dass es gefährlich ist und das Du Dir die Finger verbrennen könntest?

Du könntest getäuscht werden.
Du könntest Dich irren und nichts ist so wie Du es Dir wünschst.

Bis Du verletzt wirst.
Bis Du doch irgendwann aufgibst,
weil Du keinen Sinn mehr siehst.

Wie weit würdest Du gehn,
um Liebe zu beweisen?


Wie weit?
Wie weit würdest Du gehn um DeineLiebe sichtbar, greifbar und fühlbar zu machen?

Wie weit?

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Kommentare zu diesem Text

sterbenderschwan (48)
(21.12.06)
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 AndreasG (22.12.06)
Drei Schritte auf den Anderen zu, solange er/sie sich nicht rührt. Das ist das Maximum (im Grunde ist der dritte Schritt schon zuviel).
Das Problem mit der Liebe ist, dass sie nur im eigenen Kopf existiert und kein Mensch sagen kann, wie es im Kopf der anderen Menschen aussieht. Ist da Liebe? Ist da etwas, das ich als Liebe erkennen würde, auch wenn kein Schild daran steht?
Darum kann Liebe und Gegenliebe nur miteinander wachsen, sich gegenseitig kennen lernen. Verliebtheit allein hingegen ... die wird schnell zu einer Schwärmerei, die neurotische Züge annehmen kann. Darum braucht sie Selbstkontrolle: den Blick auf das Ziel der Begierde und dessen Empfindungen. Nur so kann sicher gestellt werden, dass sich niemand hineinsteigert und auch niemand über Gebühr ausgenutzt und enttäuscht wird.
Wir sind unseren Gefühlen ausgeliefert, ja, aber wir können versuchen die schlimmsten Gefahren zu minimieren. Beweise sollten mit Liebe nichts zu tun haben (finde ich).

Ein sehr inspirierender Text. Gut geschrieben, interessant aufgebaut und fesselnd. Inhaltlich hätte ich ein anderes Ende begrüßt, aber das ist meine Erwartungshaltung ...
Liebe Grüße,
Andreas
mmazzurro (51)
(02.02.07)
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 Eumel meinte dazu am 08.02.07:
Hallo Werner...Wenn sie grenzenlos ist, die liebe Liebe, dann ists klar, aber was wenn nicht und man zu spät bemerkt....Ich mag des, wenn Du das sagst:
"Ich plädiere sowieso für die Einheit von Körper, Geist, Gefühl und Seele ..."
Darin liegt eine weise, kluge Wahrheit, mein Lieber.
Ganz lieben Gruß an Dich, Jess

 tulpenrot (02.02.07)
Hallo Eumel,
dein Text rührt mich sehr an. Ich stelle mir selbst die Frage, wie weit würde ICH gehen?
Und ich weiß die Antwort nicht.
Man sagt mir, dass ich viel zu weit gehe - eben nicht nur 3 Schritte. Aber ich komme immer wieder mit meinen eigenen Ansprüchen ins Gehege - aber scheitere an dem, was mir (nicht) entgegenkommt.
Ich finde aber den Kommentar von Andreas sehr weise...
Dein Text als Text gefällt auch mir. Und du siehst, er berührt mich.

tulpenrot
P.S. Wie kann man das mit der Formatierung so geschickt hinbekommen wie du?
(Kommentar korrigiert am 03.02.2007)

 Eumel antwortete darauf am 08.02.07:
Hallo tulpenrot,(toller Nick, den Du da hast)
Ich glaube, dass es in Wirklichkeit keine Antwort auf diese Frage gibt, zumindest hat es den Anschein, als wäre es so. Irgendwo gehn wir irgendwann mal alle zu weit, nur bleibt dann wieder die Frage bestehen, finde ich.
*g*Andis Komm ist weise, jupp, Recht hast Du..
Danke für deine lieben Worte.
Jess

P.S. Das mit der Formatierung ist reine Übung, um so öfter man das ausprobiert um so mehr macht man sich damit vertraut und irgendwann ist das dann eine Kleinigkeit, alles so hinzubekommen, wie man möchte....
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