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ovovivipare Hühner

Kurzgeschichte zum Thema Lieblosigkeit


von rebell91

Ich stehe allein in der Ecke und atme die liebesgeschwängerte Luft der neufundamentalgestörten Masse ein, die sich, außer mir, auch noch in diesem Café befindet, in dem ich - Gott weiß warum (aber auch nur er allein..) - arbeite.
Ich seufze laut und theatralisch, schüttele den Kopf, als ob ich so den Schwachsinn verstehen würde und mache mich weiter daran den liebesbedürftigen Volltrotteln Caffee auszuschenken, den am Ende nur eine Person bezahlt, während die andere vor sich hinkichert. Lächerlich.
Glauben an ewige Liebe, vorbildliche Treue und an anderen Pseudokram.
Ob ich nicht daran glaube?
Gott behüte! Wo kämen wir denn da hin? Ein paar normale Menschen braucht unser Planet dann doch auch noch.
Und warum nicht?
Erstens geht es Sie garnichts an, absolut nichts und nichts und wieder nichts und
zweitens, zweitens, weil er es mir immer verprochen hat. Immer, immer, immer. Und weil es dumm ist. Einfach nur dumm.      -      Ich war so dumm...
Ob ich mich jemals wieder verlieben möchte?
Sie meinen, den Verstand verlieren, Bauchschmerzen bekommen, keinen klaren Gedanken fassen können. Nein... ich will mich nicht mehr verlieben. Nie, niemals.
Wenn Hühner zu ovoviviparen Lebewesen werden. Dann, nur dann vielleicht. Dann ziehe ich es in Erwägung ernsthaft darüber nachzudenken.
Wenn die Küken nicht mehr aus dem Ei schlüpfen. Dann müsste man die ganze Biologie auf den Kopf stellen.
Ich lache laut auf,weil mir der Gedanke sehr gut gefällt. Meine Mitarbeiterin starrt mich skeptisch an. Ich blicke böse zurück. Pah, soll sie doch. Wenn nacher ihr chicer italiener kommt - Giovanni - und sie mit halbdeutschen Komplimenten und italienischem Charme bis oben hin abfüllt und ihr krankes Gehirn darin ertränkt. Pah.
Zwei Stunden später steht er wirklich schon wieder da. Hannah grinst und grinst und wird rot - komisch, dass sie nicht blau anläuft wo doch gerade ihr Gehirn ersäuft - und tritt von einem Fuß auf den nderen, währen Giovanni lässig grinsend in Pose à la italian guy im Türrahmen steht.
Die letzten Gäste wollen zahlen. Ein Junge gibt mir fünf Euro achzig und verschwindet danach mit seiner kichernden, dämlichen Freundin.
Kurz darauf stehe ich draußen in der Kälte vor dem dunklen Café und mache mich auf den Weg nach Hause. Verträumt blicke ich zielstrebig und gebannt auf den gepflasterten Boden unter meinen Füßen, sodass ich in eine Herrenmante, grau, Größe 44/46, laufe und eigentlich auf die Straße fallen, wenn mich nicht ein Arm, der zufällig in diesem Mantel steckte, gekonnt festhalten und meinen beinah geschehenen Tod verhindern würde. Und während er sich um mein Wohlergehen sorgt, ich jedoch nichts davon mitbekomme und ihn nur schweigsam anblicke, ertrinkt mein hilfloses Hirn, werde ich neufundamentalgestört, dämlich und Hühner werden ovovivipar.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von MellonCollie (24) (28.01.2007)
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rebell91 meinte dazu am 28.01.2007:
danke schanb! du hast wieder iiiiiiiiiiiinternet!!! häppy glückwunsch!
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MrDurden
Kommentar von MrDurden (01.03.2007)
BRAVO!!! Am geilsten find ich die Stelle mit der Mitarbeiterin, aber den Schluss find ich auch gut. Eigentlich find ich alles gut, aber bevor ich dein Gehirn in Schmalz ertränke sag ich einfag: Klasse Geschichte
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rebell91 antwortete darauf am 01.03.2007:
*lach* danke dir. ich find ich bessere mich in sachen satire immer mehr. aber muss ja so sein. besser verbessern als verschlechtern ;)
grüße!
rebellin
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