UND AUS WEIN WIRD BLUT

Erlebnisgedicht

von  lilly-rose

Es ist kein Schrei.

Es ist der dumpfe Schlag
wenn trocknes Blut den Bambus füllt.

Halt mich in die Sonne.
Ich biete dir  keinen Schutz.

Denn wenn du verdurstet,
leckst du  keine Wunden.

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Kommentare zu diesem Text


 Isaban (23.02.07)
Was für eine beängstigende, bedrückende Stimmung!
Im Hörtext kommt dieses Zornige, Hasserfüllte, Bedrohliche noch besser rüber, klingt mit den Hintergrundtönen nach. *Grusel*

Liebe Grüße (noch einen schönen Tee werd ich mir aufsetzen, bin plötzlich durstig), Sabine

 lilly-rose meinte dazu am 23.02.07:
Würde ich es heute, JETZT, aufnehmen, und nicht gestern abend, kein Lautsprecher würde es überleben... KEINER

Ich weiß nicht wer oder was mir dieses Schwarz in die Augen presst (Ich ?????), doch ich lecke es auf... wie Honig.

Dein Tee dürfte kalt sein, mittlerweile... Trink.

LG
Thomas
jaccolo (44)
(23.02.07)
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 lilly-rose antwortete darauf am 23.02.07:
Ja... die Sichtweisen sind es. Welches Hemd bügle ich morgen früh????
Keines. Wenn ich nackt ins Büro gehe, muss ich auch keinen Spiegel umdrehen....

Danke Dir, ich glaube Du hast es sehr gut verstanden.
LG
Thomas

 Füllertintentanz (25.02.07)
Dieser Text ist ungewöhnlich für dich. Ich meine bezogen auf den Aufbau. Er schmerzt mit jeder Silbe. Aus dem Schwarz der Zeichen scheint Wut, Enttäuschung, Resignation, Verständnislosigkeit oder was auch immer zu bluten. Das Bild mit der Sonne gefällt mir. Die Ursache der selbst geschlitzten Wunde kann keinen Schatten/ Schutz gewähren... So lese ich die Zeilen, mit einem Nicken im Blick.
Liebe Nachtgrüße, Sandra

 lilly-rose schrieb daraufhin am 26.02.07:
Da hast Du recht, das der Aufbau ungewöhnlich ist

Das Bild mit der Sonne, war allerdings anders gemeint...

Dennoch hast Du den Schmerz, die Wut und die Enttäuschung völlig richtig erkannt, es war wie ein Ausbruch, ausbrechen...

Liebe Grüße Dir
Thomas

 Bellis (26.02.07)
Mit den Textzeilen konnte ich erstmal gar nichts anfangen. Doch beim Lesen der Kommentare (und Deiner eigenen Erläuterungen) kroch mir ein ahnungsvolles Lächeln ins Gesicht. Na, und die Hörversion gabs mir richtig: Da war sie, die Mordlust, die "Grundwut", wie ich dieses schwarze Gefühl nenne, das ich vor allem Montags habe: Alles ist mir lästig, der ganze Mist passiert nur mir, und ich weiß schon morgens, weil es mal wieder regnet, daß der Tag grau bleibt. Und daß mich Kollegen und Chefs unsäglich nerven werden - so sehr, daß ich Blut riechen möchte... Und wenn ich alles falsch verstanden habe, dann sieh´s mir bitte nach und verrat´s mir nicht - ich fände es schön, wenn ich mich verstanden fühlen könnte. ;o))) LG, Bellis.

 lilly-rose äußerte darauf am 26.02.07:
Ich finde es sehr schön, dass Du Dich über die Kommentare und über das Hören an die Worte genähert hast. Die Worte haben viele Facetten, und ihre Farbe liegt immer im Auge des Betrachters... also in Deinen

Liebe Grüße Dir
Thomas
Gedankenstaub (35)
(27.02.07)
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 lilly-rose ergänzte dazu am 27.02.07:
Wieder einmal interpretierst Du sehr sehr präzise, toll. Vielen Dank dafür!!

Stell Dir diesen Schlag vor, in einem hohlen Bambusstab...

Oh ja, es schwingt eine gehörige Portion Warnung darin, im Genuss der Wärme und Geborgenheit.. nicht ohne Preis.

Du hast es gut erkannt, sehr gut ))

LG
Thomas
SamanthaLarson (25)
(28.02.07)
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 lilly-rose meinte dazu am 28.02.07:
Wow,
das, dieser Umstand der wechselnden Motivation, ist ein wunderbares Lob und Verstehen der Worte. Danke Dir dafür!

Ich hoffe es macht Dir kein Kopfzerbrechen

Liebe Grüße
Thomas
SamanthaLarson (25) meinte dazu am 01.03.07:
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 lilly-rose meinte dazu am 01.03.07:
Das freut mich ))
Danke Dir

LG
Thomas
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