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InhaltsverzeichnisWeihnachtstrost

In memoriam

Gedicht


von Beaver

»Auf treuer Wacht in welschem Land,
wo Völker, die uns hassen,
habt ihr fürs teure Vaterland
das Leben müssen lassen.
«

Das Wirtshaus war zum Bersten voll,
ein Lachen, Feiern, Leben.
Das Brautpaar war ganz liebestoll,
es schien beinah zu schweben.

Die Eltern strahlten mächtig stolz,
die Gäste waren trunken.
Sie tanzten auf dem Dielenholz,
bisweilen stoben Funken.

Und zwischen all dem Bier und Schnaps,
Musik und vielen Essen,
dem Sommer, Mohn und gelben Raps,
schien jeder zu vergessen:

Sie wollten auch, wie du und ich,
im Junimondlicht tanzen.
Sie wollten Torte, Bienenstich,
ein Apfelbäumchen pflanzen.

Sie wollten auch zu Hause sein,
die Kinder wachsen sehen,
mit Freunden, spät im Abendschein,
auf Sommerfeste gehen.

Sie wollten nicht in welschem Land,
wo Völker, die sie hassen,
allein und fern dem Vaterland
das junge Leben lassen.

Anmerkung von Beaver:

Der Gedenkspruch befindet sich auf einer Tafel mitsamt Namen von Gefallenen des 1.Weltkrieges. Die Tafel wiederum befindet sich in einem Wirtshaus, in dem neulich eine Hochzeitsfeier stattfand, zu der ich eingeladen war. ich fand es "seltsam", die Tafel inmitten von Konfetti und Luftschlangen und lauter lachenden Menschen zu wissen.


 
 

Kommentare zu diesem Text


GillSans
Kommentar von GillSans (21.06.2007)
mal abgesehen von dem bisschen vielen "wollten" im Text ist das mal wieder totall krass......ich mags und habs gern gelesen.........die gill
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Beaver meinte dazu am 21.06.2007:
Die vielen "Woltons" sind Absicht, Gill. Ihre Aufdringlichkeit soll dem unterstellten Heldentod widersprechen. Denn ich glaube, kaum jemand von ihnen ist gerne dort gestorben.

Krass, ja. *müdelächelobsovielPerversionunterdenMenschen*

Danke und liebe Grüße,
Manuel
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souldeep
Kommentar von souldeep (21.06.2007)
deine feine alte seele sei an dieser stelle mal echt
zurück geehrt...


es ist ein schatz, so eine reine grundhaltung den wahren werten gegenüber zu haben...
sagt eine alte idealistin zum grossen meister der gitarre und
der weisen worte mit altvertrautem klang...


von herzen
kirsten
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Beaver antwortete darauf am 21.06.2007:
Ja, manchmal muss man inne halten, sich die Details des Lebens anschauen. Und schweigen...

Liebe Grüße und vielen Dank für Deine Wertschätzung, Kirsten!

Manuel
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Kommentar von Thor (30) (21.06.2007)
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zackenbarsch† (74) schrieb daraufhin am 21.06.2007:
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Beaver äußerte darauf am 21.06.2007:
Englisch vs. Latein wäre hiermit geklärt :o) Da Latein die wohl geeigneteste Sprache ist, um Heldenhaftes auszudrücken, passt sie meiner Meinung nach hervorragend zum Gedicht, bzw. zu der Tafel. Und klar, um die Perversion auf den Punkt zu bringen, musste die erste Strophe noch mal ans Ende. Es freut mich, dass Dir das positiv auf- und gefällt.

Liebe Grüße,
Manuel
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Thor (30) ergänzte dazu am 22.06.2007:
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Kommentar von Ottilie (66) (21.06.2007)
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Thor (30) meinte dazu am 21.06.2007:
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Ottilie (66) meinte dazu am 21.06.2007:
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Beaver meinte dazu am 21.06.2007:
Ich finde es gar nicht schlimm, dass es (nicht nur auf dem Dorf) überall Kriegsdenkmäler oder jene Gedenktafeln gibt. Innehalten und Besinnen hat noch niemandem geschadet. Aber die meisten gehen acht- und gedankenlos daran vorbei. So selbstverständlich ist der Frieden geworden, der Lebensstandard. Nur: wer denkt an die Großväter, an die Nachbarn, an die Freunde und Verwandten, die nach diesen Kriegen nie wieder die Sonne an einem Märzmorgen den Frühling grüßen sahen? Wer denkt an jene, die nicht erleben durften, wie ihre Kinder groß wurden? Wer legt heute Blumen an die Gedenkstätten derer, die nie wieder Kirschblüten, den Schnee, Tau auf den Wiesen, das Lächeln ihrer Frau, ... sahen? Die nie wieder atmeten, die Lippen der Liebsten spürten?

Nein, Kriegsdenkmäler sollen nicht an Heldentaten erinnern. Aber an Menschen, die seitdem von ihren Liebsten vermisst werden!

Nachdenklicher Gruß,
Manuel
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Ottilie (66) meinte dazu am 22.06.2007:
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Kommentar von UtaS. (41) (21.06.2007)
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Beaver meinte dazu am 21.06.2007:
Ich habe ein paar Gedanken dazu weiter oben in einem Kommentar geschrieben. Wenn Du magst...

Erzählungen festhalten ist eine wichtige Aufgabe, der wir uns annehmen können. Mach es, Uta!

Liebe Grüße, und Danke!

Manuel
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Kommentar von janna (60) (21.06.2007)
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Beaver meinte dazu am 21.06.2007:
Dank, Janna! Manchmal könnte ich schreien ob dieser Kriege. Der Mensch ist sooo krank!! Aber wem nützte es? Dann lieber sich sammeln und ein Gedicht schreiben...

Nachdenkgruß,
Manu
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Kommentar von SuseChrist (33) (21.06.2007)
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Beaver meinte dazu am 21.06.2007:
Ach, Suse

...






(zu Ottilie habe ich noch einiges geschrieben dazu.)
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Kommentar von zackenbarsch† (74) (21.06.2007)
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Beaver meinte dazu am 21.06.2007:
Ich finde es schön und toll gleichermaßen, Dich hier zu lesen, Friedhelm. Ich frage mich oft, ob ich den passenden Ton für solche Gedanken finde (wenn es den überhaupt gibt). Eine Bestätigung von Dir tut da sehr gut!

Zu Ottilies Kommentar habe ich noch ein paar Gedanken zum Thema aufgeschrieben.

Liebe Grüße,
Manuel
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Kommentar von Balu (57) (26.06.2007)
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Beaver meinte dazu am 26.06.2007:
Ein grundsätzliches Problem: wir lernen nicht zu sterben - weil wir nicht lernen zu leben. Man könnte ein Buch drüber schreiben, wenn es das nicht schon gäbe. ("Dienstags bei Morrie", Mitch Albom)

Danke für Deine Worte, Balu. Manchmal könnte ich heulen, wenn ich an all die Familien denke, die jemanden vermissen, zu Grabe tragen mussten, ... und nur, weil es Grenzen in den Köpfen gibt. Der Mensch ist so verdammt krank. Manchmal widert er mich an.

Gruß zu später, dunkler Stunde
Manuel
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Kommentar von mischwAld (23) (01.07.2007)
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Beaver meinte dazu am 01.07.2007:
Nein, der Ort war nicht komisch, Coco. Die Tafel war es. Also, eigentlich auch nicht. Weil, es waren Gefallene des hiesigen Bergbauvereins, derer auf der Tafel - in ihrer Stammkneipe - gedacht wurde. Es war nicht mal die Kombination Kneipe - Tafel. Vielleicht war es einfach die Situation. So viele Menschen lachten, feierten, hegten Träume und Pläne für die Zukunft. Und ganz dicht bei uns waren diese Namen derjenigen, die all das auch für sich erträumt hatten... Ich kann es nicht in Worte fassen. Daher - mal wieder - der Versuch, mich durch Gedichte dem zu nähern, was es in mir auslöst.

Danke fürs Lesen und Deine Gedanken!

Liebe Grüße,
Manu
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ViolaKunterbunt
Kommentar von ViolaKunterbunt (30.07.2007)
Das ist ein guter und ein wichtiger Text.
Tja, irgendwie ist schon alles gesagt bei den Kommentaren, aber ich wollte nicht gehen, ohne zu sagen, dass ich beeindruckt bin und einen dicken Kloß im Hals hab..
Liebe Grüße, Viola
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Beaver meinte dazu am 17.08.2007:
Danke für Deinen Besuch und Deine Worte, Viola. Ja, ein wichtiger Text, ein wichtiges Thema. Es "lauert" überall, wenn man die Augen offen hält.

Habe neulich einen passenden Satz dazu gelesen: "Mit dem Kopf nach unten kann man nicht nach vorne sehen." (Thorsten Wingenfelder)Daher: Kopf hoch, lernen, wer wir waren und wer wir SIND(!), und l-e-b-e-n!

Gute Nacht,
Manuel
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InhaltsverzeichnisWeihnachtstrost
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes wi(e)der Vergessen.
Veröffentlicht am 21.06.2007, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 01.07.2007). Textlänge: 133 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.893 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 08.03.2020.
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