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Der Weg ist das ZielInhaltsverzeichnisDas zerbrochene Paradies

Zwischen Glaube und Sein

Prosagedicht zum Thema Andere Welten


von Mondsichel

Ich habe meinen Schatten wandeln sehen,
Versunken in der Welt, die nicht die Meine ist.
Losgelöst von meinem Ich ist er entflogen,
um sein eigenes Sein im Lichte zu formen.
So nah bei mir und doch so unendlich fort,
ungreifbar im verschwommenem Blick der Wesen.
Die nur ihr Selbst im Spiegel betrachten,
und sich verschließen vor den Grenzen der Zeit.
Hinter dessen Vorhang wir nicht die Einzigen,
in diesem Leben, in diesem Augenblick sind.

Es sind unsere Schatten, die uns die Wege zeigen,
die keiner erkennen kann, vor ihrem Schmerze.
Eingemauert in das Zentrum der Eitelkeiten,
warten sie auf das Wunder das längst erblühte.
Fernab von allem was sie sehen und wahrnehmen,
glauben nur sie die Könige dieser Welt zu sein.
Doch sind sie nur Staubkörner im Atem all jener,
die neben uns im blinden Winkel des Auges existieren.
Und lachend über unsere toten Hüllen steigen,
um uns zu vergessen, im Streben ihres Selbst.

Ihre Stimmen wispern manchmal fast unhörbar in uns,
und treiben all jene Blinde in den Irrglauben.
Die vergessen haben eins zu sein mit dem Pulsschlag,
der niemals schlafenden Allgegenwärtigkeit.
Oh wie höhnend lachen sie in den dunklen Kammern,
gepeinigt von Zwielicht und gekettet an das tolle Tier.
Das ihre Menschlichkeit so menschlich werden lässt,
so Selbstverliebt und voll überheblicher Phantasterei.
In den Staub getreten von der gelogenen Realität,
schlagen sie ihre Köpfe an die Wände der Grenzwelten.

Ich habe meinen Schatten wandeln sehen,
als sich meine Augen langsam dem Lichte öffneten.
Habe gedacht, ich hätte längst gesehen diese Welten,
und doch gemerkt, dass nur ein Traum mich gefangen hielt.
Sah sie alle schlafwandelnd die Straßen stets kreuzen,
zwischen all jenen, die wahrhaft das Leben erfuhren.
Wie mein Schatten, dessen Angesicht mich lächelnd,
in ein neues Spiegelbild der ewigen Zeiten entführte.
Wo ich die Lehren der Wachen den Schlafenden flüsterte,
wandelnd zwischen ihrem Glauben und dem wahren Sein...

(c)by Arcana Moon

Der Weg ist das ZielInhaltsverzeichnisDas zerbrochene Paradies
Mondsichel
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Zeit des Erwachens.
Veröffentlicht am 19.09.2007, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.10.2007). Textlänge: 315 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.029 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.02.2019..
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