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Göttlichkeit

Kurzprosa zum Thema Erotik


von Mondsichel

Ich traf das Mädchen mit dem Silberschweif im Haar,
an den Grenzen der Zwischendimensionen meines Denkens.
Und ich sprach im Sinnen zu ihr, wer sie wohl sei,
so antwortete sie im stillen Lächeln mir sacht:
“Ich bin die Reinkarnation Eurer Göttlichkeit, Mylord,
vereint Euch mit meinem Fleische, so werdet Ihr vollkommen sein.“

Mein sehnendes Gesicht sprach vom Heulen des hungrigen Wolfes,
so tastete mein Blick das weiße Mondkind gar zärtlich im Hauche.
Eine bebende Gier nach ihrem reinen Selbst durchbohrte mich,
denn mein Schatten wollte zu dem ihren sich gesellen.
Im Strahlen ihres Lichtes aus züngelnder Leidenschaft,
dessen Feuer den Verstand mir vernebeln wollte.

Doch als sie ihr Antlitz vor mir fallen ließ erschauderte ich,
der venusgleiche Leib der Schönen von Narben nur so übersäht.
Eine Göttlichkeit gleich der gepeitschten Sklavin der Nacht,
dessen Blut der Erde gierig die lüsterne Kehle hinab fließen ließ.
Und ich sprach zu ihr erneut im Stillen bei meinen Gedanken,
welch Gottesgleichheit der Makel ihrem Fleische wohl mir sei.

Da antwortete sie frei mit sternenleuchtendem Auge mir:
„Ist die Göttlichkeit eine Tugend in Eurem Sinne, Mylord?
So wird die reine Blindheit vor Eurem Angesichte erscheinen.
Und mit glühendem Schwerte Euer Sein mit Schmerz beglücken,
auf dass ihr niemals mehr die Liebe zur Qual verlieren werdet.
Doch Eure Göttlichkeit ist die befleckte Hure der Erkenntnis, Mylord,
deren Unschuld von der pestverseuchten Gesellschaft genommen ward.
Die Stück für Stück die Haut ihr in Fetzen vom Leibe riss,
um in gedachter Finsternis ihr wahres Selbst gesund zu pflegen.
So trinkt denn vom Wein der wahren Erfüllung, Mylord,
oder seid der Taubstumme unter den Blinden“

Sie ging fort von mir in jener Nacht der Versuchung,
das Mädchen mit dem Silberschweif im Haar.
Und lange trieben ihre Worte im Fluß meines Sinnens,
wo vor Sehnsucht und Verlangen der Schmerz mich lehrte.
War dieses Weib doch keines wie die anderen zu mir,
deren süße Verzückung an den Bäumen meiner Angst erblühte.

Kein Moment meines Lebens verging, dass ich ihr nicht gedachte,
und mich nicht sehnte nach dieser verfluchten Göttlichkeit.
Die im finstren Anblick ich zu arrogant anzunehmen war,
weil nicht von makelloser Schönheit ihr Geschenk sich mir zeigte.
So schrie ich in die Nacht meiner Gedankenwelten hinein,
nur einmal noch zu sehen, ihre bittersüße Verfallenheit.

Und so kam sie über mich mit vergessenem Hoffen,
ich legte ihr die Träne meiner Träume zu Füßen nieder.
Sie lächelte mir zu und schwieg, doch ich hörte ihre Offenbarung,
die mich vergessen ließ das geheuchelte Bild meines Menschseins.
Im Kusse der Vollmondnacht ließ ihr Antlitz sie erneut fallen,
um der Versuchung ihrer Finsternis erneut den Weg zu bereiten.

Ich griff nach den Sternen, dem seidigen Scheinen des Mondes,
schloss die Augen der Begierde, des faden Scheins der Illusionen.
Um nur zu erobern das brennende Verlangen ihres Venushügels,
in dessen Grotte der Duft von Honig die Zeiten vergessen ließ.
Die Kelche des süßen Leidens ergossen sich über unsere Leiber,
und ließen uns für den Moment vergessen ein Teil dieser Welt zu sein.

Es war ein Seufzen das den Atem der Sinnlichkeit durchfuhr,
im Blitzschlag der verschmelzenden Atmosphäre unserer Gedanken.
Ein sachtes Raunen, welches die Lippen in weiße Haut einbrannte,
im unendlichen Streben den Gipfel des Lebensdurstes zu erklimmen.
Schrie hinaus den Ruf nach der ewigen Leidenschaft meiner Selbst,
hinabstürzend in Stille, die auf sanften Schwingen mich hinunter trug.

Und so erfuhr ich meine Göttlichkeit, meine Vollkommenheit,
dort zwischen den Grenzen, die uns trennten und doch vereinten.
Ich vergaß die Welt, ich vergaß das monotone Streben,
und wurde wahrhaftig im Angesicht der Zeit, der Realitäten.
Fand tief in mir die Mächte der Engel und der Dämonen,
die da ruhten in meinem Herzen, im magischen Banne.

So ward ich der Gott der ich schon immer war und sein werde,
seit der Teufel seine feurige Hand an meine Himmelswiege legte.
Und das Mädchen mit dem Silberschweif im Haar,
wurde meine Göttin, mein Schatten, mein wahres Ich,
welches ich niemals mehr verleugnete...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Gestern morgen habe ich eine Idee gehabt und mich sofort daran gemacht, niederzuschreiben was mir im Kopfe rumging. Das Rohscript war meiner Meinung nach schon echt ein böser Text. Habe ihn jetzt noch um ein paar Zeilen erweitert und in dem Sinne vollendet. Muss selber sagen, der Text ist schwer, sehr schwer zu verstehen. Aber wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, wird der König unter den Blinden sein... ^^


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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Zeit des Erwachens.
Veröffentlicht am 22.09.2007, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.10.2007). Textlänge: 656 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.449 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.03.2020.
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