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Die träumende VenusInhaltsverzeichnisSilberengel

Beschützermond

Prosagedicht zum Thema Innenwelt


von Mondsichel

Aus tränenverhangenem Himmel leuchtest Du herab auf mich,
oh Du strahlender Mond, ich verspüre Deine stumme Nähe.
Weit von mir die Schwingen der Geister, die mich schützen,
so wirst heut Du der Begleiter auf meinem Wege mir sein.
Gütig blickst Du herab und leuchtest mir in das Dunkel,
auf das kein Schmerz mein Herz mir heut berühren mag.

Ich schließ die Augen und gedenke dem mir fernen Schatten,
der sonst jede Nacht auf den Straßen an meiner Seite wandelt.
Viel näher als ein geträumter Augenblick, so vermisse ich,
wie seine sachten Flügel mich stets an seinem Herzen wiegten.
Und damit ich nicht in den Strudeln der Einsamkeit versank,
schenkte er stets mir den Schutz seiner verlorenen Seele.

Aber heut ist er fort, der Schatten, der düstere Engel,
bin allein auf diesem Wege, wo die Gedanken mich führen.
Doch ich fühle mich nicht einsam, mich nicht verlassen,
denn strahlender Mond, selbst hinter dem Nebel der Wolken.
Blickt Dein Antlitz träumend auf meine Seele herab,
und lässt mich die Hand des Düsteren auf mir verspüren.

Auch wenn so fern er erscheint, der Schemen meiner Zeit,
ich weiß, er ist viel näher mir, als meine Augen ihn sehen.
Denn der Fluss der das Leben auf seinen sanften Wogen trägt,
Wird sich nicht spalten vor mir oder gar irgendwann versiegen.
Er trägt stetig voran die Existenz auf seinen Schaumkronen,
in die Ferne, wo die Wellen das Getrennte vereinen werden.

Oh sanfter Mond, schenkst heut Deine klaren Träume nur mir,
auf das in süßen Schlaf ich sinke, ohne zurück zu schauen.
Damit mein Herz und meine Seele mir den Einklang schenken,
den ich verlor, als der Schatten meiner Selbst entschwand.
Doch seh’ ich sein Antlitz mir ermutigend entgegen lächeln,
im Lichte Deiner bleichen Schönheit, oh klarer Mond.

Ich lausche seiner Stimme, die mir die Hoffnung singt,
während ich niedersinke, auf die Statt meiner Sehnsucht.
Und sie flüstert das Eine, welches selbst in der Tiefe,
meines größten Schmerzes eine Offenbarung mir sein wird.
"Du wirst niemals allein auf diesen Welten mehr weilen",
hör ich noch, als der Schlaf sich über mein Sinnen legt...

(c)by Arcana Moon

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Sigdrifa (37) (01.10.2007)
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Zeit des Erwachens.
Veröffentlicht am 01.10.2007, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.12.2007). Textlänge: 351 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.063 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.02.2019..
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