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Verbrannte Erde

Kurzgeschichte zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit


von LordTakeda

Die Nachricht setzte ihm ziemlich zu. Erst wollte er es nicht glauben und dachte an einen üblen Scherz, doch ihm war klar, die Überbringerin der Botschaft würde so etwas niemals  tun. So saß er in seiner Kabine und verzweifelte. In dem Wissen, es ist wahr und der Hoffnung, es sei nur ein schlechter Traum war sein Schiff auf dem Rückweg aus dem Urlaub. Es war ihm schwer gefallen, Urlaub zu machen, doch nach all der Zeit, dem Stress und dem Schweiß war es nötig geworden. Beim Abflug beherrschte ihn ein ungutes Gefühl, doch dass eingetroffene übertraf seine Befürchtungen bei weitem. Bald würde das Schiff eintreffen und man könne es mit eigenen Augen sehen und davor hatte er Angst.
„Herr Vorsitzender, wir springen gleich ins System, sie sollten am besten auf die Brücke kommen... die Leute brauchen sie.“
Er hatte diese Worte gefürchtet und nun, da sie aus den Lautsprechern hallten, bekam umschlich ihn Angst. Doch niemand durfte es sehen, denn wenn die Mannschaft wüsste, dass er Angst habe, würden das einige nicht verkraften. Er stand auf, straffte sich und begab sich zur Brücke.

Auf der Brücke herrschte bedrückte Stimmung und auch sein auftauchen bewirkte keine Wunder, auch wenn er einigen Mut machte. Alle waren sie Chendraner, denn sie alle gehörten zur persönlichen Ehrengarde des Vorsitzenden und genau das war der Grund, warum es sie alle betraf. Mit leicht zitternder Stimme meldete sich der Navigationsoffizier: „Sir, wir erreichen das chendranische System... jetzt!“
Sie sprangen in der Nähe des Planeten ins System und sogar er musste mit den Tränen kämpfen, doch im Gegensatz zu einigen Offizieren blieben seine Augen trocken. Zwei brachen schreiend und weinend zusammen und man brachte sie weg. Er versuchte aufzustehen, doch seine Knie waren weich und zitterig. Irgendwie schaffte gelang es doch und schweren Schrittes begab er sich zur Sichtluke. Der Anblick erschütterte ihn in seinen Grundfesten. Als das Schiff vor einer Woche aufbrach, ließen sie einen blauen Planeten, mit riesigen Ozeanen und grünen Kontinenten zurück. Was er jetzt erblickte, erinnerte ihn nicht mehr an Chendra. Der Planet war eine braun-schwarze Kugel. Kein blau mehr und kein Flecken grün, nur noch verbrannte Erde, verkohlte Erde. Ihm wurde schlecht, denn er konnte es nicht begreifen. Wie konnte dies nur geschehen, wie konnte sich sein Paradies nur so verändern. Mit starrem Blick auf den Planten gerichtet, bemerkte er nichts mehr in seiner Umgebung, nicht die cendranische Verteidigungsflotte, noch die UCAS-Streitkräfte, die den Planeten abriegelten und auch nicht die verzweifelten Rettungseinsätze, die ihren sinnlosen Kampf weiter fochten, doch noch Überlebende auf dem Planeten zu finden. Erst nach ein paar Minuten kehrte er in die Realität zurück.
„Macht ein Shuttle startklar, ich muss da runter!“
„Aber... aber Sir, sind... sie sich sicher.“
„Nein… dennoch, ich muss.“

Der Shuttle zitterte kurz, als sie auf dem Boden aufsetzten. Er wollte sich zur Luke begeben, doch man hielt ihn auf. „Herr Vorsitzender, sie müssen vorher einen Schutzanzug und Atemgerät anlegen.“
Dies schockte ihn noch mehr, war ihm das ganze Ausmaß noch nicht klar. Es dauerte nicht lange bis der Schutzanzug angelegt war und die Luke wurde geöffnet. Heiße, kochend heiße Luft stieß ihm entgegen und brachte ihn zum schwitzen. Zitternd machte er einen Schritt und als sein Fuß die verbannte Erde berührte, durchlief ihn eine unglaubliche Trauer. Er ließ sich auf Knien nieder und griff nach der Erde. Zum ersten Mal in seinem Leben weinte er, seine ganze diplomatische Ausbildung, seine ganze Selbstzucht, dahin, in nur einem einzigen Augenblick. Er schrie so laut, das es die Flotte im All hören musste.

Langsamen Schrittes ging es vorwärts. Hier war sie einmal, seine Heimatstadt, in ihrer ganzen Pracht, die weiße Stadt, Chandrilla, die Hauptstadt. Ein riesiges Gebiet, bestehend nur aus weißen, glänzenden und strahlenden Gebäuden, ein wunderschöner Anblick, jedenfalls in seiner Erinnerung. Doch nun war davon nichts mehr zu sehen, nur noch braune Erde und Staub. Langsam ging es weiter bis sein Navsystem piepte. Er stand genau da, wo früher der weiße Turm stand. Ein Blick Richtung Himmel, doch da war nichts. Der weiße Turm Chendras, einfach weg. Seid tausenden von Jahren existierte die weiße Stadt, unberührt und verschont von Kriegen, ein Symbol der Hoffnung und des Friedens, doch nun stand sie nicht mehr.
Als sei der Verlust der weißen Stadt nicht schlimm genug, wanderte er nun durch das ehemalige Regierungsviertel der UCAS. Hier war es, eine ganze Stadt, errichtet um eine mächtige Allianz zu führen, doch auch dieses Gebiet war verbrannt. Nichts bleib stehen.


Planet: Chendra
Ort: Flagschiff der UCAS, hoher Orbit um den Planten
Uhrzeit: 21 Uhr Ortszeit

Start der Live-Übertragung:
Pressekonferenz zur Aktuellen Lage betreffend Chendra:

Guten Abend liebe Überlebende Chendras, liebe Allianzmitglieder, Völker des Universums,
mein Name ist Lord Takeda und bis vor kurzem war ich 1. Administrator Chendras und 1. Vorsitzender der UCAS, doch ein schwerer Schicksalsschlag vernichtete meinen gesamten Planeten. Alle Bewohner, Pflanzen, Gebäude, einfach alles wurde auf immer noch unerklärliche Weise vernichtet. Ich verlor meine geliebte Heimat, mein Volk. Seid vier Zeitaltern, seid Anbeginn der Zeit herrschte ich nun über diesen Planten, um ihm in eine gute Zukunft zu führen, doch die Zukunft ist Vergangenheit. Mit dem Verlust Chendras, verlor die UCAS auch ihren Führungsapparat, denn der Regierungskomplex befand sich auf Chendra. Doch im Gegensatz zu Chendra besteht die UCAS weiterhin.

Doch wir werden nicht stillschweigend in der Nacht untergehen. Chendra wird wieder leben, auch wenn an einem anderen Ort. Der wahre Planet Chendra wird für immer unbewohnbar sein und ich habe ihn vor wenigen Minuten unter strenger Quarantäne gestellt. Alle überlebenden werden umgesiedelt und wir beginnen von vorne. Chendra lernte nun eine schwere Lektion und mit neuer Kraft und vor allem neuer Härte werden wir dafür sorgen, dass niemand mehr meinem Volk ein leid zufügt. Wir werden die Verantwortlichen finden und es wird ihnen leid tun, sich den Zorn meines Volkes und meiner Streitkräfte zugezogen zu haben. Während Neu-Chendra blühen wird, werden diese Welten brennend untergehen. Feuer mit Feuer, das wird unsere Divise sein, wir werden nicht eher ruhen, bis diese Monster in der gleichen Asche stehen werden, wie wir es mussten.
Ich danke ihnen, für ihre Aufmerksamkeit und seien sie sich gewiss, Chendra, wird weiterleben.

 
 

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Kommentar von Toriko (22) (25.04.2004)
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Veröffentlicht am 30.03.2004. Dieser Text wurde bereits 1.486 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.04.2018.
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