Auf Bruch

Gedicht

von  Traumreisende

Der Grund zu gehen
suhlt sich
im Längstvergessen
und dennoch decke ich
die fremden Wunden
und falle
dem Zwiespalt
in mir zu Grunde.

So schreibe ich das Ungehörte
auf alte Busfahrkarten,
baue Papierschiffchen daraus
und gehe morgen an Bord.



.

Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

Kommentare zu diesem Text


 souldeep (24.11.07)
huh, so abstrakt kann es auch sein...das gefühl zu
beschreiben, wenn etwas ewig und noch einmal
nicht zu ende geführt wird...wenn mut und kraft
und entschlossenheit immer zurückgebunden sind,
wenn alles an einem menschen liegt, obwohl andere
involviert sind.
das ist das, was ich hier herausspüre, liebe silvi.
vielleicht lieg ich verkehrt?
das an bord gehen auf dem papierschiffchen macht
froh trotz allem und hinterlässt ein schmunzeln bei
mir...

:)))
lieb grüss ich dich
kirsten

 Traumreisende meinte dazu am 05.12.07:
oh, sind viele gefühle zusammen drin
grundsätzlich dieses dauerkaputtsein, und diese inselsuche.. hab grad meine nachtfahrt hinter mir und kann dann meist garnicht schlafen...

drücke dich aber ganz lieb und hab noch mal dank für heute, es half mir sehr!

ganz lieb
silvi
steinkreistänzerin (46)
(24.11.07)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Traumreisende antwortete darauf am 05.12.07:
wow, das gefällt mir, du öffnest mir damit selber richtungen zum nachdenken!
ganz dollen dank und dir ein licht in die adventszeit anzündend
silvi
Balu (57)
(24.11.07)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Traumreisende schrieb daraufhin am 05.12.07:
aber nicht drängeln balu

Unsicherheit ist wie eine verschorfte,
abe nie geheilte Wunde zurückgeblieben


dies nehme ich mir mal balulike einen satz herausnehmend
das ist sooo war, so sehr wahr!!
hab dank dafür
ganz liebe grüße silvi

 Füllertintentanz (06.12.07)
Der letzte Absatz ist prägend für diesen Text. Ich hatte ihn vor einigen Tagen schon mal gelesen, doch allein dieser Absatz zog mich noch mal hier her zurück. Das Papierschiff vorm Auge hoffe ich, dass es mit Lyrich an Bord nicht unter geht.
Die Zeilen mit dem Zwiespalt können so herrlich zum Nachdenken inspirieren. Obgleich wir doch stetig selbst Bauherr, Schöpfer und Schaffer unseres eigenen Zwiespaltes sind, so sind wir doch oft unfähig, seine wirkliche Tiefe bis auf den Grund zu loten.
Sei lieb gegrüßt,
Sandra

 Traumreisende äußerte darauf am 06.12.07:
ja, du genau wir sind dafür zuständig, wir sind auch für uns selbst verantwortlich und manchmal ist so ein papierschiffchen sicherer als ...

:-) danke dir für dein nachwirkenlassen

lg silvi
Trainee (71)
(06.02.19)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram