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zERstört

Kurzgeschichte zum Thema Seele


von Ginkgoblatt

Mit einem Ruck fuhr Lisa aus dem Schlaf hoch. Sie lauschte in die Stille, und obwohl sie nicht hätte sagen können, was sie geweckt hatte, brach ihr plötzlich der Schweiß aus.
"Lisa?"
Die Stimme ließ sie herumfahren.
Im Dämmerlicht, das durch die halb heruntergelassenen Jalousien fiel, erkannte Lisa einen Mann in der Ecke ihres Schlafzimmers.
"Johannes!", entfuhr es ihr. "Was machst du hier?"


Lisa wurde fast blind vor Angst. Ihr Herz raste, die Hände zitterten, ihre Gedanken fuhren Achterbahn. Das Gefühl der bedrückenden Angst beherrschte jeden Teil ihres ausgezehrten Körpers. Unwillkürlich drückte sie mit aller Kraft ihre Hände auf ihre Ohren, doch das grauenvolle Lachen wurde immer lauter. „Ich werde dich niemals mehr verlassen. Ich werde dich überall hin begleiten. Du kannst nie mehr vor mir fliehen.“ „Johannes, warum tust du das? Kannst du mir nicht wenigstens meine Einsamkeit lassen?“ Aus seinen Augen lachte kalt eine wahnsinnige Begierde nach ihrem Körper, ihrer Haut, ihrem Schreien. Sie erkannte, er war verrückt geworden. Jemand muss ihn aufhalten. Sie schrie, ohrenbetäubende Schreie - doch niemand hörte sie. Johannes indes kam immer näher. Lisa konnte fast seinen Atem in ihrem Nacken spüren. Er war ganz nah und er würde ihr wieder wehtun. Immer wieder in ihrem Leben. Der Wahnsinn beherrscht ihn und die unersättliche Begierde nach Befriedigung. „Drehe ich durch oder bist du Realität?“, fragte sie sich laut. Keine Antwort. „Ich sehe dich, höre dich und fühle dich, doch bist du wirklich da?“  Lisa sprang aus dem Bett und suchte krampfhaft nach dem einzigen Freund, der ihr jetzt noch die Ruhe geben konnte, die sie brauchte. Das Gelächter von Johannes brannte sich wieder einmal in ihrem Gedächtnis fest. Tränen der Erinnerung. Die Unruhe trieb Lisa vorwärts. Wo könnte er denn nur sein? „Ich muss ihn finden“, jagte ihr ein beruhigender Gedanke durch den Kopf. 
Da ein wunderschönes Funkeln, ein liebliches Aussehen. Der Moment hätte nicht schöner sein können, ihr Freund gab ihr erneut seine ganze Liebe. Blutige Perlen laufen an ihrem Arm hinab. Lisa lächelte. Sie spürte, wie sich die Ruhe in ihr ausbreitete. Das war die Stille, die sie benötigte, um ihr Leben zu verarbeiten. Diese Szenarien, die sich in ihren Kopf abspielten, wirkten immer so echt, dabei sind es nur Halluzinationen. Für andere sind es nur Sinnestäuschungen, doch für sie ist es ihr Leben. Ihr einziges Leben, das ihr noch bleibt nach dem Mord an ihrer Seele. Fühlen die normalen Menschen meinen Schmerz nicht? Können sie dieses Unglück nicht  begreifen? Wo sind die Ärzte, wenn ich ihre Hilfe brauche? Warum erlösen sie mich nicht? In ihren Augen glänzten stumme Schreie. Der einzige Schmuck der noch ihren Körper zierte, waren die roten Linien, die zu Hunderten ihre Arme und Beine bedeckten. Tränen schnitten in ihre Haut; tiefer und tiefer. Ständig zogen Lisa die lebenden Erinnerungen wieder in den Sog der grausamen Ohnmacht. Sie war gefangen in einem toten Leben. In ihrem eigenen Leben. Ihre Psyche wurde immer wieder gebrochen durch die Agonie, die jeden Augenblick ihres Lebens überschattet. Wie lange kann ihre zerstörte Seele diesen Kampf noch aushalten? Tage? Monate? Ist die Zeit in diesem Leben überhaupt noch wichtig? War es überhaupt noch ein Leben? Ihre Gedanken führten immer wieder zu dieser brutalen Tat. Er hatte seine Strafe schon seit langer Zeit abgesessen. Das machte sie noch trauriger. Denn ihr Dasein, ihr Leben, das er ihr noch schenkte, schien unendlich wertlos gegenüber den Schmerzen, die sie seit vielen Jahren ertragen musste. Doch die Menschen, die sie kannte, wollten ihr nicht zuhören. „Ja,“ sagte sie sich. „Ich weiß sie sind zu sehr mit sich beschäftigt. Außerdem können sie meinen Schmerz nicht fühlen, deswegen werden sie mich nie verstehen.“ Aber tief in ihr ist noch ein Gefühl der Zuversicht, des Vertrauens, die Stimme Gottes, welcher ihr sagt: „Sähe deine blinden Zeichen auf den Boden der Hoffnung und das Schicksal wird dir den Weg aus dieser sinnverwirrten Welt zeigen.“

Anmerkung von Ginkgoblatt:

Der erste Teil des Textes ist nicht selbst verfasst! Es war mal ein Anfang einer Kurzgeschichte eines Literaturwettbewerbes.

--> erstellt im Frühjahr 2007



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von chichi† (80) (13.01.2008)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt meinte dazu am 13.01.2008:
Irgendwie hat es den kopierten Text nicht angezeigt. Sorry.
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Kommentar von AbeggRichard (44) (03.02.2008)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt antwortete darauf am 03.02.2008:
Hallo Richard,
einige der Umstände habe ich aus meinem Leben genommen, die mich sehr oft selbst an den Rande der Verzweiflung gebracht haben.
Danke für deine Worte kg Coline
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