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Gibt es einen Katzenhimmel ?

Geschichte zum Thema Tiere


von Borek

Er war der schönste schwarze Tiger. Grünfunkelnde, nein, sprühende Augen, ließen Temperament, Charakter und erhabenen Stolz erkennen.

Mit seinen feurigen Blicken und heftigen Fauchen hielt er alle Fremden auf Distanz.

Stolz lag in seinen Kopfbewegungen, auch Verachtung konnte sein Blick signalisieren.

Streicheleinheiten nahm er huldvoll entgegen, es war eine Ehre, die er vergab.

Seine Bewegungen glichen seinem großen Bruder in der Steppe, geschmeidig, elegant, grazil. Die Sprunggewaltigkeit im Vergleich zu seiner Körpergröße, steht seinen großen wilden Brüdern in nichts nach.

"Tiger"war erst eine Hauskatze, dazu erzogen, den Umständen entsprechend. Doch dies änderte sich später und plötzlich. Der neue Wohnbereich umfasste mehr Raum. Vier Hunde und noch eine weitere Katze gehörten zum neuen Haushalt. Eine neue Orientierung war erforderlich: Hunde in ihre  Schranken verweisen, und die Oberhand  ueber seine Artgenossin  erlangen. Das Letztere war nicht so schwer, aber vier Hunde zu zähmen, war schon eine respektvolle Leistung. Unser Dalmatiner Basil liebte geradezu die Katzenjagd. Und es kam der Tag, an dem Tiger vor der liegenden Nase von Basil auf und ab stolzierte und nur noch ein hündisches Knurren zu hören war.

Tiger war der unumstrittene Herr im Haus.

Eine eigenartige Veränderung trat ein, als wir eine junge Katze, die aus einem Auto vor unsere Haustür geworfen wurde, und bei uns Unterkunft fand.

Sie war kein Hauskatzenkind, wild und der Freiheit nach außen verbunden. Perua, diese junge Katze, lehrte Tiger den Weg in den Garten auf die Bäume, hinaus ins Freie. Ob es am Anfang nur ein Schutzempfinden oder väterliche Gefühle waren, lässt sich nicht ganz klären.

Jedenfalls hatte Tiger sich völlig verändert.Doch eines Tages wurde Perua wurde überfahren. (KV Geschichte “ nur ein Katzentot” ) und die Trauer von Tiger war dramatisch.

Sein Freiheitsdrang war ungebändigt, als ob er das Vermisste aus den Jahren als brave Hauskatze, nachholen wollte.

Eine Edelfischanlage in der Nachbarschaft, eingefügt zwischen bunten duftenden Sträuchern mit köstlichen Leckerbissen versehen, dies war sein Verhängnis. Ein Schuß und dessen Schrot drang durch sein Fell tief in den Körper. Es verletzte offenbar keine lebenswichtigen Funktionen. Die Wunde war durch das Fell nicht erkennbar und ein Tiger jammert nicht. Trotzdem war die Veränderung im Verhalten erkennbar. Der Tierarzt entfernte mit einer Operation zwei Schrotkugeln und nach einem dreiwöchentlichen Klinikaufenthalt kam Tiger wieder nach Hause.

Abgemagert und doch eine spürbare Freude war zu erkennen, als er wieder zu uns kam.

Dankbarkeit  lag in seinem Blick,  sein Stolz war besiegt.

Tiger nahm kaum wieder an Gewicht zu. Und nach einem Jahr, war er nur noch Haut und Knochen. Er fraß nicht mehr, trank nur sehr wenig Wasser und zog sich immer öfter in stille Winkel zurück, die schwer zu finden waren.

Noch einmal stand er miauend vor der Tür und wollte in den Garten. Ich legte ihm das Halsband an und liess ihn den Weg bestimmen. Er ging in in Richtung Fischteich.Wir erreichten unser Tor und er schaute sehnsüchtig nach dem Nachbargrundstück, kehrte um und ging zurück. Es war unser letzter gemeinsamer Ausgang. Ich werde ihn in meinen Leben nie vergessen.

Es galt Abschied zu nehmen. Streicheln war für Tiger wichtiger als das beste Fressen, das er auch nicht mehr wollte. So lag er oft in meinen Armen und sanft fuhr meine Hand über sein Fell"Ja, lieber Tiger, ich bin auch kein Jüngling mehr. Auch meine Sanduhr wird immer leerer und es kommt auch mein Moment, der das Ende des Lebens ist. Was bleibt von mir und von dir übrig? Die Seele? Was ist unsere Seele, mein, unserer, Charakter?

Oder gar die Energie die in uns wohnt? Die Wildheit, die Sanftmut, die Anschmiegsamkeit, der Mut und die Zaghaftigkeit. Wenn es ein himmlisches Reich geben soll, was bin ich dann in ihm? Ein Charakter ohne Körper oder nur zu Licht gewordene Energie, die sich in den unendlichen Weiten des Alls verliert? Aber uns Menschen ist das himmlische Paradies verkündet, ein Trost oder eine Offenbarung?

Was, lieber Tiger, findest du, auf der anderen Seite des Lebens? Gibt es auch für dich ein Paradies, welches deinem Charakter, deiner Energie entspricht?

Einen Katzenhimmel?"

Tiger wurde mit einer Spritze von seinen Leiden erlöst. Er liegt in unserem Garten neben Perua seiner jungen Freundin. Alle Tiere trauerten tagelang um Tiger. Und nicht nur die Tiere.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AlmaMarieSchneider
Kommentar von AlmaMarieSchneider (20.02.2008)
Eine sehr traurige Geschichte wunderbar erzählt.
Wenn es ein Paradies gibt sollte man den Menschen besser nicht hinein lassen. Er würde es sofort in eine Hölle verwandeln.

Liebe Grüße
Alma Marie
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Borek meinte dazu am 22.02.2008:
Liebe Alma Marie,
nicht die Tiere bringen das Gleichgewicht der Natur durcheinander, nein es ist der Mensch. Und so hast Du mit Deiner Aussage völlig Recht.
Danke für Dein Lesen, Kommentar und Sternchen.
Ganz liebe Grüße herbert
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Kommentar von Maibe (18) (20.02.2008)
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Borek antwortete darauf am 22.02.2008:
Hallo Maibe,
Dank für Dein Lob, eines traurigen Anlaßes.
Liebe Grüße Borek
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Kommentar von Mahina (70) (20.02.2008)
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Borek schrieb daraufhin am 22.02.2008:
Liebe Marlene, ich versuche Dir eine lustigere Tiergeschichte bald zu erzählen, von Max und Moritz zwei kleinen bayrischen Igelkindern mit 400 Gramm Lebensgewicht. Trotzdem Danke für Deine Tränen und Deine Sterne, Liebe Grüße in die Nacht von einen schwarzen Raben der auf einen schwarzen Baum haust mit namen Computer Dein freund Herbert
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Kommentar von Luzikatze (45) (21.02.2008)
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Borek äußerte darauf am 22.02.2008:
Hallo Lutzi,
Dank für das Lesen, das Kommentieren und die Sterne.
Dies war der höfliche Teil
Uns nun muß ich Dir sagen, daß Tiere Gefühle der Menschen beeinflussen, hervorrufen und auch Einsamkeit verdrängen können.
Tiere sind eine Neutralisation für inner Konflikte. Du weißt es, und ich freue mich mit Dir, da wir die gleiche Wellenlänge haben
Zeige mir Dein Tier und ich sage Dir wer du, Mensch, bist.
Liebe Grüße in die Nacht Herbert
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Rayoluna
Kommentar von Rayoluna (22.02.2008)
Lieber Herbert, nun kullern auch mir die Tränen, diese Geschichte ist so furchtbar traurig und trotz deiner Trauer um Tiger, hast du diesen Text wunderschön und mit so viel Gefühl herübergebracht. Ich weiß was dir die Tiere bedeuten und wie fürsorglich du dich damals um den kleinen Vogel gekümmert hast, der durch deine Pflege geheilt wurde und wieder in die Freiheit zurück flog. Tiere spüren wenn es jemand gut mit ihnen meint und das hat Tiger auch gespürt. Du hast Tiger ein schönes zuhause gegeben und dich um ihn gekümmert. Tiere sind Lebewesen und haben auch Seelen, also warum sollte Tiger nicht im Katzenhimmel sein?
Liebe Grüße,
Franci
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Borek ergänzte dazu am 23.02.2008:
Liebe Franci,
fürdie Tränen verspreche ich Besserung, wie auch Marlene schon versprochen, folgt eine lustigere Tiergeschichte über zwei Igelkinder.
Tieren zu helfen ist eine dankbarere Aufgabe, als bei Menschen.
Danke für Deinee Meinung und die Sternchen.
Einen schönen Sonntag Herbert
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Omnahmashivaya
Kommentar von Omnahmashivaya (22.02.2008)
Eine traurige Geschichte, aber so liebevoll und lebendig erzählt. Ich sehe den Tiger direkt vor mir. Ich mag Katzen sehr gern. Es sind wunderschöne, geheimnisvolle Tiere. Und ich bin mir sicher, dass es hinter der Regenbogenbrücke einen Katzenhimmel gibt. LG Sabine
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Borek meinte dazu am 23.02.2008:
Liebe Sabine,
Danke für Deinen Kommentar und die Sternchen. Ich habe lange über dieses Thema nachgedacht. Da alles in der Natur perfekt eingeordnet ist, gibt es ganz bestimmt hinter der Regenbogenbrücke eine neue Welt, auch für Tiere. Liebe Grüße Herbert
(Antwort korrigiert am 23.02.2008)
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Kommentar von The_black_Death (31) (16.04.2008)
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Borek meinte dazu am 17.04.2008:
Danke für das respektvolle Kompliment mit Stern.
Dein Kommentar hat mich sehr berührt.
Beste Grüße Barek
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Kommentar von melancholie (24) (17.04.2008)
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Borek meinte dazu am 17.04.2008:
Hallo Sandra,
ich danke Dir für Deinen Kommentar und Stern.
Ganz besonders habe ich mich über Deinen Zusatzkommentar gefreut.
Leider ist die Zeit mein größter Feind um mich meinen Geschichten und Büchern mehr zu wídmen und zu vertiefen.
Ganz liebe Grüße Herbert
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melancholie (24) meinte dazu am 23.04.2008:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Borek meinte dazu am 28.04.2008:
Danke für Deine gute Meinung und die Aufnahme in Deine Faforitenliste.
Ja so ist es mit der Zeit, aber vom zehnfertigen Büchern erscheinen dieses Jahr wenigstens zwei. Ganz liebe Grüße Herbert
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Borek
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Veröffentlicht am 20.02.2008, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.04.2008). Textlänge: 694 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.047 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 02.08.2021.
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