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Der Dämon

Ballade zum Thema Fantasie(n)


von Arldwulf

Der Dämon

Flügelrauschen in der Nacht,
wilde Angst liegt in der Luft,
Wenn der Dämon schaurig lacht
wittert er des Blutes Duft.

Grausamkeit zieht ihre Spur
Durch das friedlich schlafend Land,
als der König dies erfuhr
macht er gleich die Jagd bekannt.

Viele Helden suchen nun
Nach des Dämon Tag-Versteck,
auf der Jagd nach Ehr und Ruhm
doch der Dämon der ist weg-

Ein neues Dorf in jeder Nacht,
sterben müssen Mann und Frau,
teils im schlaf, teils wenn sie wach,
rot färbt sich die grüne Au.

Nur mit großer Müh und Not,
zieh'n die Helden hinterher,
alle Menschen sind schon tot,
Leben rührt sich hier nicht mehr.

Des Nachts da hör'n sie seine Schreie,
wissen was im Dunkeln harrt,
hoffen noch auf göttlich Weihe,
als der Dämon sie verscharrt.

Und so schrumpft die Schar der Recken,
die gekommen ihn zu jagen,
stets tut er sie niederstrecken,
so sie seine Ruhe plagen.

Keiner mehr der nun noch glaubt,
daß sie ihn dereinst gehetzt,
Schrecken legt sich auf das Haupt,
der wenigen die unverletzt.

Tags da flüchten sie auf Wegen,
wo sie sich noch sicher glauben,
wagen nicht sich hinzulegen,
aus Angst er käm den Schlaf zu rauben.

Ganz nahe des Grauens, doch scheinbar so weit,
durchleben zwei Liebende eine liebliche Zeit.
Achten nicht, drauf was zur Nacht,
sich leise an ihr Versteck heranmacht.

Im Schatten der Bäume steht ein Dämon,
so nah an der Beute, doch beide zum Hohn
achten nicht auf all sein fauchen,
seine Schreie sind nicht zu gebrauchen.

Keine Furcht durchbricht ihr Spiel,
Ein Blick zu ihm wär schon zu viel.
Ihr Verlangen trifft sein Herz,
bricht es in der Einsamkeit Schmerz.

Die Neugier lässt ihn noch näher kommen,
und hat ihm seinen Hass genommen.
So sieht er nun der Liebe Macht,
und streicht davon in dunkler Nacht.

Kein Schwerthieb hat ihn je erreicht,
und auch kein magisch Feuerstreich.
Nur zwei Herzen strahlend rein,
konnten der Tod des Dämons sein.

Und so war es noch jene Nacht,
in der er sich zum Himmel aufmacht.
In Wehmut sieht er das Funkeln der Sterne,
und die Lichter der Burgen in endloser Ferne.

Ein letztes Mal grüsst er den Mond,
an dessen Anblick er so lang gewohnt,
und stürzt dann zum Boden als sei er ein Stein,
sein Leben zu enden und frei zu sein.

Anmerkung von Arldwulf:

Der Text stammt nicht vollständig von mir, sondern wurde von mir und einer Freundin vor längerer Zeit gemeinsam geschrieben. (die ersten 4 Strophen sind von ihr). Ist also schon recht alt. Aber ich finde ihn immer noch schön, und vielleicht gefällt er euch ja.

Was eigenes und neues gibts später vielleicht.


Arldwulf
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Veröffentlicht am 02.03.2008. Textlänge: 386 Wörter; dieser Text wurde bereits 989 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.06.2019.
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