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Kurzgeschichte zum Thema Humor


von kaltric

Es war einmal im fernen Leipzig, da saß er in seinem Zimmer und
schmiedete üble Pläne, um die Zerstörung der Welt voran zu treiben. Doch
fiel ihm dann doch etwas besseres ein und so verließ er sein Zimmer um
sich mal in seiner Küche umzuschauen. Doch in der Küche erwartete ihn
grauenvolles: der Kühlschrank hatte sich geöffnet und schlang plötzlich
mit riesigen Tentakeln nach ihm - ob das ein Zeichen war? Aber nein, da
musste ihm doch jemand was in seinen Drink gemischt haben, denn nun
realisierte er, dass er gar nicht in seiner Wohnung stand und auch kein
monströser Fortsatz ihm nach dem Leben trachtete. Verwundert betrachtete
er den Vorlesungssaal. Warum stand er nun hier nackt? Er hatte genug. es
wurde ihm plötzlich alles zu viel und er hatte das brennende Verlangen,
schreiend aus dem Raum rennen zu müssen. Und da wurde ihm auch gewahr,
wieso er diese Assoziation traf, der Raum hatte wirklich Feuer gefangen.
Higo, sein Haustieralien, sprang ihm da aber in den weg, schnappte sich
eine Banane und pinkelte auf das Feuer.

"Verdammte scheiße ... das Feuer, das hatte ich komplett vergessen",
sagte sich der zukünftige Imperator und versuchte mit allen Kräften sein
letztes hab und gut zu retten. Doch als dass das Männchen aus Leipzig
sah, wurde es zornig, denn eigentlich hatte er dieser Knallscharsche
verboten seine Sachen zu durchwühlen und jetzt nutzte dieser Typ auch
noch die Situation aus um ihm seiner letzten paar Unterhosen zu beklauen.

In diesem Moment klingelte es an der Haustür. Sein alter Freund Bobo,
der oberböse schwarze Meisternekromant war zum Kaffeetrinken
vorbeigekommen. Sein Begleiterskelett stürzte sich sofort auf die
angebotenen Unterhosen und kaute genüsslich an ihnen herum. "Nein, nicht
meine Unterhosen. Ach man, du blödes Arschloch, werd endlich diese Plage
von Skelett los! Die Dinger nerven ständig und fressen auch immerzu
meine Sachen." Bobo sagte nichts, war aber sehr nervös. ihm war sehr
wohl bewusst, was alles passieren konnte wenn der Imperator schlechte
Laune hatte. Er hatte die Geschichte mit dem Kleinkind im Wagen und dem
Lollie noch nicht vergessen ... niemand hatte das. Oder war er selbst es
gewesen, der dieses Greultat angerichtet hatte? Er konnte sich nicht
erinnern und dieses Unwissen versetzte ihn in eine noch größere
Aufgeregtheit als die, in der er sich sowieso schon befand. Also rief er
erstmal den Pizzabringdienst und ließ sich eine große Pizza Hawaii
kommen. Doch dann erinnerte er sich an das Grauen nebenan. Und sofort
schoss es ihm durch den Kopf, dass die soeben bestellte Pizza mit
Schinken belegt sein würde. Schnell versuchte er noch einmal, den Boten
anzurufen, aber da war es schon zu spät. Es klingelte bereits. Was
sollte er nur tun? Luigi's Verkaufsstrategie war es, immer eine kleine
Überraschung unter dem Schinken zu verstecken, nur nachdem er seine
letzten 3 Bestellungen noch immer nicht bezahlt hatte, konnte das
Geschenk des Italieners diesmal tödlich sein. Trotzdem wagte er es und
lag wenig später bekifft in der Ecke. Welch Geschenk! War ihm Luigi also
doch nicht böse. Im Rausch blickte er aus dem Fenster und sah eine
Feuerblume aufsteigen. Da musste er sofort an seine tolle Zeit mit Mario
und Luigi denken ... er wusste noch genau, dass ihm die Rohre, durch sie
immer rutschten, schon damals gefährlich vorkamen aber die beiden
wollten es ja nicht anders haben. Und wie er es drehen und wenden
wollte, er konnte das warum nicht begreifen. Oh nein, was war nur mit
seinem Verstand los? Das Zeug, das er sich seit neustem drückte, brachte
bei ihm die Grenze zwischen Computerweltfiktionalität und Realität zum
Einsturz Und trotzdem war er ganz heiß auf den nächsten Schuss. Er
bereitete sich den nächsten vor. Derweil krabbelte da ein Männchen aus
seinem Monitor und drückte auf ihn gerichtet ab. ein Schuss fiel ....
plötzlich wurde ihm schwarz vor Augen, während er noch immer das
schallende Gelächter des kleinen Zwerges hören konnte. Was für ein
lächerliches Schicksal, seinen Tod hatte er sich wahrlich anders
vorgestellt, nur so schien es ihm, gab es da etwas, dass ihn ohne sein
Zutun von Anfang an in diese Lage hinein bringen wollte. Und dann
verschwand auch das Lachen und nichts mehr blieb.

ENDE

Anmerkung von kaltric:

Ende 2007 by chrisdamage, bloodcell zero & kaltric



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Veröffentlicht am 09.03.2008. Textlänge: 685 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.318 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.09.2020.
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