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Invasion

Kurzgeschichte zum Thema Krieg/Krieger


von LordTakeda

Seine Atemzüge waren schnell und kurz, sein Herz raste, als wolle es flüchten. Am liebsten wäre er seinem Herzen gefolgt, doch es gab eine Pflicht zu erfüllen und dieses Gefühl der Pflichterfüllung war stärker, denn jeder wusste, nur wenn alle bleiben würden, könne seine Familie beschützt werden. So lag er da, die Waffe im Anschlag und wartete. Ihm war klar, sie würden kommen, alle wussten es. Doch niemand wusste wann, feindliche Einheiten hatten das Radarnetz sabotiert und die Späher konnten nichts entdecken. Aber er wusste, sie waren auf dem Weg.

Es war dunkel, kalt und es regnete. Der ausgehobene Graben, in dem sich alle befanden, füllte sich langsam mit Wasser. Ihm stand es schon bis zu den Knöcheln und mittlerweile stand er, im Wasser konnte man nicht mehr sitzen. Er war müde, schon seid Stunden waren sie hier und die ganze Zeit wusste niemand wann es soweit war, jedoch dürfte es nicht mehr so lange dauern. Einige der Späher meldeten sich nicht mehr und es wurde vermutet, dass sie bald da sein würden. Er war sich sicher dass es nur noch Minuten dauern würde,  es war so ein Gefühl und dieses wurde noch durch die Tatsache bestärkt, das die Nachtaktiven Tiere verschwunden waren. Auch die schienen zu ahnen was kommen würde, denn es war die erste Geräuschlose Nacht die er je erlebt hatte. Auch die anderen merkten dies wohl, denn die leisen Gespräche waren Ausnahmslos verstummt. So herrschte eine Stille, die einem Angst machte. Mit der Waffe im Anschlag schaute er aus dem Graben und wartete darauf dass der Feind aus dem Wald kommen würde, doch dies geschah nicht. Stattdessen donnerte es, sofort blickte er in den Himmel, doch der war Sternenklar. Sofort ließ er sich in den Graben fallen, bis das Gesicht im Wasser lag. Keine Sekunde zu früh, schon kamen die pfeifenden Geräusche der herannahenden Artilleriegeschosse und mit Ohrenbetäubenden Einschlägen rissen sie Löcher in die Landschaft, zerstörten Teile des Grabens und schufen Chaos. Minutenlang wagte er es nicht seinen Kopf zu heben, denn minutenlang schoss die Artillerie Erbarmungslos ihre tödliche Munition ab. Erst als die Rohre verstummten und die Einschläge verklangen und nur noch ein pfeifendes Geräusch im Ohr blieb, dass sich mit stöhnenden Schmerzensschreien vermischte, wagte er es den Kopf zu heben. Was sich ihm bot war ein Bild des Schreckens. Überall sah man Tod und Leid und ihm war klar, man konnte nichts daran ändern. Leise Rufe waren zu vernehmen und erst als er richtig zuhörte wurden aus diesen laute Schreie.
„Sie kommen“
Sofort wurde die Waffe in Anschlag genommen und alle warfen sich ans Graben ende. Er sah wie sich etwas am Waldesrand bewegte und zielte darauf. Doch schnell erkannte er dass dies nichts nützen würde. Binnen kurzer Sekunden schossen dutzende Panzer aus dem Wald auf ihre Stellung zu.
PANZER
Sofort ließ er sich nach hinten fallen und im selben Augenblick nahm ein anderer Soldat den Platz ein. Dieser hatte eine Panzerabwehrakte abschussbereit, zielte und feuerte. Mit einem lauten Knall verabschiedete sich die Rakete und schoss nach vorne. Das gleiche geschah an der ganzen Linie. Er konnte sehen wie unzählige Panzer getroffen und vernichtet wurden, doch wurden es immer mehr und dann begannen sie ebenfalls zu feuern. Er konnte noch sehen wie es immer mehr wurden bis ein Geschoss in seiner Nähe einschlug und alles mit Dreck einhüllte. Er stand auf, stürmte zum Rand und begann verzweifelt zu schießen. Ihm war nicht einmal klar wohin die Schüsse gingen doch an Aufhören war nicht zu denken und es wurde ein Magazin nach dem anderen verbraucht. Die Staubwolke legte sich und endlich konnte er was erkennen. Endlich gab es ein Ziel, denn den Panzern folgten nun Soldaten. Mit ihm schossen viele andere und dennoch wurden es immer mehr. Dann sah er sie, wie in Zeitlupe kam sie auf ihn zu und er konnte nicht mehr ausweichen. Die Kugel traf ihn mitten in die Brust und schleuderte ihn nach hinten. Er schlug hart mit dem Kopf im Schlamm auf und das raubte ihm fast das Bewusstsein. Seine Sinne schwanden ihm langsam und alles kam ihm nur noch schemenhaft vor. Er schloss die Augen und die letzten Gedanken, bevor er sich fallen lies, waren Gedanken an seine Frau.



„Kampfbericht 324-789 an die Heeresführung,

Am heutigen Tage, dem 3. November 1951, wurde Sektor 3:2 von feindlichen Truppen angegriffen und erobert. Im militärischen Bereich scheint es keine Überlebenden zu geben. Des Weiteren gab es anscheinend große Verluste in der Zivilbevölkerung und Teile der Infrastruktur wurden zerstört. Sektor 3:2 wurde als verloren angesehen und der Rest der Infrastruktur wurde vor der Einnahme vernichtet. Bitte den Sektor von der Liste streichen.

Ende.

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